
Angeblich spielten bei den gewaltsamen Protesten in Tottenham, Brixton, Enfield und Walthamstow am vergangenen Wochenende - in deren Rahmen es auch zu Plünderungen gekommen sein soll - BlackBerry-Geräte eine wichtige Rolle. Deren Messaging-Funktion soll von den großteils jugendlichen Demonstranten vielfach zur Koordination benutzt worden sein. Die Proteste begannen als Reaktion auf den Tod von Mark Duggan, der von der Polizei - angeblich im Rahmen einer Schießerei - erschossen wurde, und halten seitdem an.
Der BlackBerry-Hersteller "Research in Motion" (RIM) ist offenbar alles andere als begeistert über die Nutzung seiner Produkte in London. Über seinen offiziellen Twitter-Account teilte das Unternehmen mit, man "fühlt mit denen, die von den Krawallen in London betroffen sind" und kündigte an, man habe die Behörden kontaktiert und werde diese "in jeder möglichen Art und Weise" unterstützen. Dies bedeutet offenbar, dass RIM die verschlüsselt verschickten Kurznachrichten entschlüsseln und der Polizei zukommen lassen wird.
Ebenso könnte der zu Yahoo gehörende Online-Bilderdienst Flickr von der Polizei für ein Vorgehen gegen die Demonstranten genutzt werden. Einem Bericht des IT-Newsportals "The Next Web" zufolge postete die Londoner Metropolitan Police auf Flickr Bilder mutmaßlicher Randalierer. Diese sollen von der Öffentlichkeit identifiziert werden. Die meisten der geposteten Bilder stammen offenbar von den in London äußerst verbreiteten Überwachungskameras.
Update 1 (09.08., 18:46 Uhr):
Mittlerweile rief der britische Parlamentarier David Lammy RIM per Twitter und über den Rundfunksender BBC dazu auf, den BBM zeitweise zu deaktivieren. Der verschlüsselte Messenger sei der Grund, dass Kriminelle, die nicht über besondere Kenntnisse verfügten, eine eigentlich kompetente Polizei austricksen könnten, so Lammy. "BBM ist anders, weil es verschlüsselt ist und die Polizei nicht darauf zugreifen kann," erklärte er. RIM teilte allerdings lediglich mit, man kooperiere, wie man es immer tue, mit den Gerichten und Ermittlungsbehörden. Ob man den BBM deaktivieren will und welche Daten man an die Polizei weitergibt, erklärte man nicht öffentlich. (Quelle: Reuters)
Update 2 (10.08., 11:52 Uhr):
Im Umfeld der Aufstände enstand mittlerweile die Google-Gruppe "London Riots Facial Recognition". Diese hat das Ziel, Plünderer anhand von im Netz geposteten Fotos zu identifizieren. Die Gruppe diskutiert allerdings ausführlich über mögliche ethische und juristische Probleme dieser Handlungsweise und über die Frage, ob man versuchen soll, die Unterstützung der Polizei zu bekommen, und ist momentan noch in der Planungsphase. (Quelle: Business Insider)
Annika Kremer am Mittwoch, 10.08.2011 11:53 Uhr
Naja gibt ja auch kein Schulfach das Politische Mündigkeit behandelt. Wer nicht selbst aktiv wird, lässt sich seine Meinung eben von Dritte bilden. Manch einer kommt sich dann völlig zurecht vor wie in der Krabbelgruppe von Liz Mohn und Friedel Springer. Es kommen einem die tränen, wenn das ...
Ach, das war bei uns im Informatik-Studiengang genauso. Die hatten nichts zu verbergen (ja, die Aussage fiel wörtlich) und hielten das Seminar "rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der Informatik" für "ein Laberfach, da kann ich ja auch gleich Soziologie studieren". Und irgendwer erzählte gan ...
Hab mich gefühlt wie in der Kindergruppe vom Axel Springer Verlag :rolleyes: Das glaub ich dir gleich - was zum Teufel studieren diese Leute? Alkohol- und Drogengenuss?:buh: ...
Wenn dem Volk die Politik nicht passt muss es auf die Barikaden gehen. Das ist ein interessanter Ansatz den ich ja z.B. auch vertrete, aber eine Diskussion mit meinem vielen Mitstudenten (man merke, zukünftige geistige "Elite" der Nation T.T) , sagten doch wirklich das es einem nach ...
Die Politiker sind immer noch gewählte Vertretter vom volk! Wenn dem Volk die Politik nicht passt muss es auf die Barikaden gehen. So und nicht anders ist es, war es und wird es immer sein. Nur das wir im gegensatz zu Früher jetzt unsere Knechter wählen. Zivilerungehorsam entseht nur wenn die ma ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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