Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

Befeuerten soziale Netzwerke Londoner Ausschreitungen?

Die Täter zeigen sich äußerst gewaltbereit

Die Täter zeigen sich äußerst gewaltbereit

Seit dem Tod des 29 Jahre alten Mark Duggan ist es in London zu mehreren lang anhaltenden Ausschreitungen gekommen. Die Schäden werden bereits jetzt in Millionenhöhe geschätzt, ein Mensch ist gestorben. Für die Organisation der Krawalle wurden in erster Linie Twitter sowie der BlackBerry Messenger herangezogen, so die Londoner Polizei.

Während sich Research in Motion, der Hersteller der BlackBerrys, bereits zu umfangreichen Kooperationen mit der Polizei bereit erklärt hat, bleibt eine Frage im Raum. Können Technologien wie Twitter oder der BlackBerry Messenger tatsächlich als Beitrag zu den Krawallen gewertet werden? Die Londoner Polizei hat hierzu ihre ganz eigenen Ansichten. Tatsache ist, dass sich die gewaltbereiten Jugendlichen momentan wesentlicher effizienter koordinieren, als es der Polizei lieb sein dürfte.

Der BlackBerry Messenger wurde als eine Schlüsselkomponente ausgemacht. Research in Motion hat daraufhin erklärt, mit der Polizei zu kooperieren. Doch auch andere Dienste sollen dazu beigetragen haben, dass die Gewaltexzesse weiter ausufern konnten. In erster Linie wird hierbei Twitter genannt. Zahlreiche Personen haben dort kurze Nachrichten abgesetzt, in denen sie die Gewalt befürworten oder gar zu weiteren Übergriffen aufrufen. Darüber hinaus werden potenzielle Ziele über den Kurznachrichtendienst weitergetragen. Ergänzend wirken diverse Soziale Netzwerke, in denen sich die Meldungen ebenfalls verbreiten.

"Soziale Medien und andere Methoden wurden dazu benutzt, diesen Level von Gier und Kriminalität zu organisieren", so Steve Kavanagh, Deputy Assistant Commissioner der Londoner Metropolitan Police. Wie er betonte, drohe Personen die derartige Nachrichten verbreiten unter Umständen eine Festnahme. Die Aussage, dass diese Technologien eine Mitschuld trifft, ist dennoch absurd. Bestenfalls sind sie Werkzeuge. Welche Konsequenzen aus dieser Nutzung noch erwachsen, wird sich in absehbarer Zeit herausstellen. Vielleicht wird man in Großbritannien die aktuellen Geschehnisse als Begründung für noch mehr Kontrolle und Überwachung aller Inhalte im Internet benutzen.

Bild-Quellen: flickr by Sean MacEntee unter CC-BY

Text-Quellen: cnet

Klaus Müller am Dienstag, 09.08.2011 15:46 Uhr

tagsTags: großbritannien gewalt london riot social media

Bookmark and Share
vgwort
 
Weitere interessante News
6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • TRON2 am 09.08.2011 18:44:31

    Was sich aber diesesmal ändern könnte: RIM hat angekündigt sämtliche Blackberry-Daten der letzten Tage geschlossen der britischen Polizei zu übergeben. Entschlüsselt mit Standorten. Das würde dann aber schon zu erheblich Unmut der Nutzer führen kö ...

  • Crass Spektakel am 09.08.2011 17:51:00

    Naja, da gabs heute auf CNN einen deutlich besseren Bericht als "könnt ja sein..." Die Ausschreitungen der Drogengangs werden großteils über Blackberries koordiniert: Verschlüsselt, ausserhalb des UKs und bisher für Ermittlungsbehörden nicht einsehbar. Überhaupt erfreuen sich Blackberries be ...

  • Dice_Le_Rouge am 09.08.2011 16:39:23

    Befeuerten soziale Netzwerke Londoner Ausschreitungen? Ganz klare Antwort: JA Spätestens seit dem Arabischen Frühling im Dezember letzten Jahres. Dürfte es auch der letzte Abgeordnete im Parlament ...

  • TRON2 am 09.08.2011 16:25:28

    Vielleicht wird man in Großbritannien die aktuellen Geschehnisse als Begründung für noch mehr Kontrolle und Überwachung aller Inhalte im Internet benutzen. Darauf würde ich sogar wetten. ...

  • Cablefree am 09.08.2011 15:54:19

    Die englische Polizei ist anscheinend ein zahnloser Tiger. Man diskutiert nun, ob man ev. Wasserwerfer einsetzen soll oder ob dies gegen die "Menschenrechte" ist... ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

 
News [Kurioses]

Apple filterte den Begriff "Jailbreak" im iTunes Store

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr

befreit: ipad 3 & iphone 4s

Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.

mehr mehr lesen...

Browsergames
Gondal World

TOPTIPP: Gondal World

Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich! Escaria spielen

Escaria

Escaria

Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet! Escaria spielen

Artyria

Artyria

Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren. Artyria spielen

Gondal

Gondal

Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer. Gondal spielen

Last Emperor

Last Emperor

Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai. Last Emperor spielen

Nightcreeps

Nightcreeps

Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein. Nightcreeps spielen

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookgulli:news im AppStoreSeitenanfang