
Die meisten Filesharer in den USA werden in BitTorrent-Netzen erwischt
Jeden Monat wird das US-Justizsystem mit neuen Auskunftsersuchen gegen Filesharer überrannt. Noch wehrt man sich verhältnismäßig effektiv dagegen. Doch für immer lässt sich dieser Widerstand nicht aufrecht erhalten. Vor wenigen Tagen hat die Zahl an Filesharern, die in den Fokus von abmahnenden Kanzleien geraten, die 200.000er-Marke überschritten. Genauer gesagt liegt der aktuelle Wert bei 201.828 Verdächtigten von Urheberrechtsverletzungen.
Ob diese Anschlussinhaber die Tat tatsächlich begangen haben, ist derzeit noch unklar. Ebenso könnte es die eigene Frau, die Kinder oder sonstige Dritte gewesen sein, die Zugang zum Internet hatten. Dabei muss dies nicht einmal im Einverständnis geschehen. Auch der Einbruch in das eigene Funknetzwerk ist denkbar und tritt häufiger auf, als man gemeinhin vermutet.
Ein Großteil der Betroffenen wurde in BitTorrent-Netzwerken ermittelt. Nur ein verschwindend geringer Bruchteil von rund 1.200 Personen wurde aus einem eD2k-Netzwerk ermittelt. Einige dieser Fälle wurden von der Justiz bereits verworfen. Wieder andere haben sich außergerichtlich geeinigt. Die Zahl derjenigen Anschlussinhaber, die noch auf die Konsequenzen warten, liegt schätzungsweise bei rund 145.000 Personen.
Trotz der zahlreichen Verfahren ist es bisher zu keiner gerichtlichen Auseinandersetzung im "großen Rahmen" gekommen. Dies liegt in erster Linie daran, dass vor allem die Abgemahnten einen Prozess vermeiden wollen. Die Schadensersatzbeträge die in den USA zugesprochen werden können, sind nämlich vernichtend hoch. Große Fälle wie der von Joel Tenenbaum oder Jammie Thomas-Rasset haben dies deutlich gezeigt. Betroffenen nützt es auch nichts, wenn sich die Justiz über derart hohe Summen selbst entsetzt gezeigt hat.
Für Abgemahnte ist es in den USA daher leichter, die "günstigen" Vergleichsangebote zu akzeptieren. Im Schnitt liegen diese bei etwa 2.500 US-Dollar pro Abmahnung. Wie hoch die Quote der zahlenden Anschlussinhaber ist, kann nur gemutmaßt werden. Klar ist lediglich, dass sie weit höher sein dürfte als beispielsweise in Deutschland, insbesondere wegen des Kostenrisikos durch einen Prozess. Wenn nur die Hälfte der bisher ertappten Filesharer in den USA diese Vergleichsbeträge bezahlen, würde man 250 Millionen US-Dollar durch die Piratenjagd verdienen.
Bild-Quellen: flickr by nrkbeta unter CC-BY-SA
Text-Quellen: torrentfreak
Klaus Müller am Montag, 08.08.2011 15:57 Uhr
Wer heute noch über Öffentliches Torrent läd, selbst Schuld. Zumindest, wenn dies ohne VPN geschieht. ...
Wer heute noch über Öffentliches Torrent läd, selbst Schuld. ...
Die USA entwickeln sich zu einem boomenden Land, wenn es um Filesharing-Abmahnungen geht. Seit Beginn der Abmahnwelle im Laufe des vergangenen Jahres wurden bis heute rund 200.000 Filesharer ermittelt. Wenn nur die Hälfte der Betroffenen bezahlen würde, könnte man Filesharing-Abmahnungen als Mill ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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