
Friedrich hatte gefordert, dass Internetnutzer, insbesondere Blogger, künftig nicht mehr anonym oder pseudonym ihre Meinung sagen sollen. "In der demokratischen Auseinandersetzung streiten wir mit offenem Visier auf Basis unserer verfassungsmäßigen Spielregeln. Warum sollte das im Internet anders sein", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Diese Meinung stößt jedoch auf Kritik vom Koalitionspartner FDP sowie aus der Opposition.
Die FDP bezweifelt insbesondere die Umsetzbarkeit von Friedrichs Plänen. Burkhardt Müller-Sönksen, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sagte der "Berliner Morgenpost", die Forderung sei illusorisch: "Kommentare und Blogs sind im weltweiten Netz nicht kontrollierbar. Jeder kann sich eine E-Mail unter falschem Namen zulegen. Wie will Herr Friedrich das bitte überprüfen?" Für die Umsetzung fehle es allein schon an Personal: "Sie können nicht Millionen Einträge mit einer handvoll Mitarbeiter überwachen."
Auch SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz bezweifelt, dass Friedrichs Pläne sinnvoll und durchführbar sind. Er wertet diese gar als "Ausdruck von Hilflosigkeit". "Der Gedanke ist ja menschlich durchaus sympathisch", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger", "Aber das internationale Netz entwickelt sich weltweit naturwüchsig und richtet sich nicht nach der Meinung des deutschen Innenministers oder anderer wohlgesinnter Zeitgenossen." Es sei "unglaublich naiv", wenn Friedrich glaube, die Probleme mit dem Extremismus auf diese Weise in den Griff zu bekommen.
Der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, kritisierte: "Herr Friedrich kann nicht einmal in Deutschland für einen angemessenen Datenschutz sorgen, und jetzt will er global die Anonymität im Internet abschaffen. Das ist schlichtweg nicht möglich." Der SPD-Experte Lars Klingbeil verwies darauf, dass schon jetzt strafrechtlich relevante Beiträge im Netz verfolgt würden. "Das Problem sind eher Kommentare, die noch nicht strafbar sind, aber extreme Inhalte aufweisen", sagte Klingbeil der Zeitung. In der "Berliner Zeitung" sprach von Notz von einer "wohlfeilen Nebelkerze" des Bundesinnenministers. Klingbeil warf Friedrich in dem Blatt "Profilierung im Sommerloch" vor.
Deutlicher äußerte sich erwartungsgemäß die auf Netzpolitik spezialisierte Piratenpartei. "Herr Friedrich greift hier einen der Grundpfeiler unserer Demokratie an", sagte der Parteivorsitzende Sebastian Nerz. Viele Befürworter einer Anonymität im Internet sehen diese als wichtige Voraussetzung für einen angstfreien Meinungsaustausch.
Text-Quellen: dpa/onlinekosten.de
Annika Kremer am Montag, 08.08.2011 13:22 Uhr
EDIT: Post Verschoben :D ...
wendehälse und fahnen im wind...kennste einen, kennste alle. aber wie kommt so'ne schmierige type wie der überhaupt in soein amt?...achja, unter schleimern und schmierfinken, ist er wohl das kleinere übel, wenn man sich mal die fratzen der anderen anschaut. verfassugsfeinde im parlament gehören ...
ähm yeah eoHint ... take a look Das war einfach eine überspitzte Kausalitätskette, aber ... is in Ordnung ;-) Du hast natürlich auch recht Dein Link ist klasse, wenn du meinen Vorschlägen ernsthaft(!) widers ...
ähm yeah eoHint ... take a look Das war einfach eine überspitzte Kausalitätskette, aber ... is in Ordnung ;-) Du hast natürlich auch recht ...
Wartet nur ab bis sich die radikalen Blogger mit den Raubkopiermördern und den Ballerspielern zusammen tun ... :D ymmd ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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