
GEZ im Jahr 2013: Wie rauskommen aus der Haushaltsabgabe?
Wer den Vergleich wagt, der könnte früher oder später über den Begriff des Feudalsystems aus dem Mittelalter stolpern. Damals wie heute soll die Mehrheit der Einwohner ohne einen erkennbaren Grund etwas bezahlen. Die Empfänger können hingegen frei über die Gelder verfügen. Sie unterliegen keinen Regelungen, müssen ihre Ausgaben nicht im Detail veröffentlichen. Auch erscheint dieses Vorgehen hochgradig monarchisch, weil es über die Einführung der Haushaltsabgabe im Volk keine Abstimmung gegeben hat. Die zahlenden Bürger wurden damals wie heute nicht befragt. Den Hamburger Sozioökonom, EDV-Berater und Autor Bernd Höcker schockt dieser Vergleich nicht. Am Telefon wirkt er sehr vernünftig und gelassen. Aber er kann einfach nicht verstehen, wie es beispielsweise im Jahr 2006 zu 7.29 Milliarden eingetriebenen Rundfunkgebühren kommen konnte. Und er erhitzt sich sichtlich bei der Frage, mit welcher Begründung der Entertainer Harald Schmidt jährlich rund 9 Millionen Euro pro Jahr „verdient“. Das ist übrigens der 36-fache Betrag dessen, was unsere Bundeskanzlerin dafür erhält, Deutschland zu regieren. Um bei Vergleichen zu bleiben: Von dem Gehalt könnte man beispielsweise ein Jahr lang 390 Altenpfleger in Vollzeit bezahlen. Was für die Aufwendungen der Altenpflege einer Kleinstadt ausreichen würde, geht jährlich für nur einen einzelnen Entertainer drauf. Damals wie heute gilt: Wer genug Geld hat, kann es auch in vollen Zügen ausgeben. Da darf sich auch ein so vernünftig wirkender Mensch wie Herr Höcker ein wenig erhitzen. Der Buchautor findet übrigens auch keine Erklärung dafür, warum Günter Jauch ab Herbst pro Sendeminute 4.487 Euro erhalten soll. Uns gegenüber konnte er auch nicht begründen, wie Thomas Gottschalk an ein zumindest teilweise öffentlich-rechtlich finanziertes Vermögen von geschätzten 85 bis 130 Millionen Euro kommen konnte. Da braucht es keinen Abacus oder Taschenrechner mehr um zu erkennen, dass hier ganz viele Menschen für ein System ganz weniger Nutznießer bezahlen.
Logisch. Da möchte man sich abmelden, aussteigen, dem etwas entgegen halten. Nur wie soll das ab dem Jahr 2013 gelingen? Genau das versucht Bernd Höcker in seinem Buch „Erfolgreich gegen den Rundfunkbeitrag 2013“ zu vermitteln. Das Vorhaben fällt aber alles andere als einfach aus. Es ist nämlich leider alles andere als offensichtlich, dass sich die Bürger nach Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz gegen die Einführung der Haushaltsabgabe wehren dürfen. Das Recht der Deutschen zum Widerstand bei Ausfall aller anderen Möglichkeiten kann der Journalist Höcker zwar in seinem Text verständlich vermitteln. Dennoch ist höchst fraglich, ob diese Begründung auch vor Gericht Gültigkeit haben würde. Auch die anderen juristischen Begründungen wie das Recht sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert unterrichten zu dürfen, oder die Presse- und Meinungsfreiheit müssten erst von Richtern bestätigt werden. Das bedeutet leider nicht im Umkehrschluss, dass man gegen jedes Gesetz Sturm laufen darf, welches man als ungerecht empfindet. Dazu kommt, die Gerichte haben sich in der Vergangenheit meist zum Vorteil der Rundfunkanstalten und zum Nachteil der Bürger entschieden. Von daher wird Höckers gedrucktes Wort bei Justitia wenig bis keine Wirkung entfalten.
Mediokratie? Quelle: netzwerkrecherche.wordpress.com
Raus aus der GEZ? Quelle: gez-abschaffen.de
Bild-Quellen: netzwerkrecherche.wordpress.com
Lars Sobiraj am Donnerstag, 04.08.2011 10:29 Uhr
Warum? Die GEZ ist genau mit der Maßgabe eingeführt worden und wird auch immer so begründet, dass die Sender unabhängig sein können. Warum also sollte jetzt die Politik Einfluss nehmen dürfen und eventuelle kritische Berichterstattung vielleicht verhindern dürfen?[/ ...
Es ist ja nicht umsonst eine Abgabe und keine Steuer. Da haben sich Leute schon drüber Gedanken gemacht. Wäre es eine Steuer, dann hätte die Politik direkten Einfluss auf die Finanzierung, und damit hätten wir praktisch einen Staatsrundfunk. durch die Abgabe wird der Po ...
http://www.youtube.com/watch?v=B2YZor7tNjQ :D:T ...
@Dieter85: man dieter halt dein maul du nervst merkst du das nicht? wenn du so scharf drauf bist zahl meinen beitrag mit du dumme sau. Über solche qualifizierten Argumente freut man sich - richtig sachlich, und immer schön passend zum Thema - so verdeutlicht ...
immer wenn Dieter85 etwas schreibt fällt mir sofort das Lied ein http://www.youtube.com/watch?v=B2YZor7tNjQ ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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