
Kein Entkommen für Handybesitzer
Es ist ganz normal, wenn man sich um seine Liebsten sorgt und nicht will, dass ihnen etwas zustößt. Aus diesen Gründen das Mobiltelefon der geliebten Person überwachen und orten zu lassen ist jedoch bereits ein Schritt hin zur Paranoia. Für viele Menschen scheint es aber nur ein sehr kleiner Schritt zu sein. Nur so lässt sich erklären, wie wenig vertrauenserweckende Programme zur Handyortung aus der Fernsehwerbung eine solche Nachfrage erhalten konnten.
Doch heutzutage ist man als eifersüchtiger Ehepartner nicht mehr auf solch zwielichtige Angebote angewiesen, um seiner Kontrollsucht zu frönen. Zumal die Fernsehwerbung geändert werden musste, da ein deutsches Gericht sie für irreführend befand. Mittlerweile werden solche Dienste von seriöserer Seite angeboten. Beim österreichische Mobilfunkanbieter Drei beispielsweise gibt es seit dem Jahr 2004 eine kostenlose Ortung fürs Handy. Das Programm mit dem Namen "3Friendfinder" ermöglicht es, seine eigene Position für Freunde freizugeben, solange man seinen Status nicht auf "unsichtbar" ändert. Hierfür hat Drei sogar einen Preis erhalten, und zwar den Big Brother Award, mit der Begründung: "Damit eröffnen sich der Überwachungswut derart veranlagter Erziehungsberechtigter ganz neue Möglichkeiten der Freizeitkontrolle". Doch damit nicht genug. Das Unternehmen "Track Your Kid" hat an die Wünsche besorgter Eltern angepasste Überwachungsprogramme für die Handys der lieben Kleinen im Repertoire. Wem das immer noch nicht genug ist, der kann auf nicht mehr eindeutig legale Methoden zugreifen. Ein Beispiel wäre das Programm Flexispy, welche zwar 250 Euro im Jahr kostet, dafür den kompletten Telefon-, SMS- und E-Mailverkehr mitschneidet und dazu noch GPS-gestützt den Standort des Mobiltelefons ermittelt.
Sollte man denjenigen, den man derart überwacht, aber nicht darüber informieren, begeht man eine Straftat. Eine Überwachung ohne Kenntnis und Zustimmung des Handybesitzers darf nämlich nur in Ausnahmefällen von der Polizei durchgeführt werden. Im Falle eines Diebstahls kann eine Überwachungsapp helfen, allerdings muss man sie vorher installiert haben. Ausgenommen sind hier Android-Nutzer, die mit der "Plan B"-App auch nach dem Diebstahl noch die Möglichkeit haben, ein Überwachungsprogramm auf ihrem Smartphone zu installieren.
Doch die Sammelwut grassiert nicht nur bei Privatpersonen. Auch die Entwickler von Programmen sind gern gut informiert über ihre Kunden. "Zahlreiche Apps sammeln bereits ortsbezogene Daten in fragwürdigen Ausmaßen - und auch der Verwendungszweck bleibt oft nicht der, der ursprünglich angegeben wurde", so Daniela Zimmer, AK-Konsumentenschützerin und Mitglied der österreichischen Datenschutzkommission.
Bild-Quellen: ALT1040 under: CC-BY-SA
Text-Quellen: futurezone.at
Christian Maxheimer am Dienstag, 02.08.2011 13:23 Uhr
Es gibt also eine Vielzahl von Ortungstools und ich finds klasse da ich keine Angst hab mal wieder nen schweine teures Gerät zu verlieren (oder es gestohlen wird).. Im großen und ganzen gebe ich dir recht, jedoch sollte auch erwähnt werden das nur die Herstellereige ...
@CHT aber muss man dafür nicht erst eine "Sender" app auf dem handy haben? Oder ist das im Handy selbst integriert? :eek: Find ich sonst schon interessant, gerade wenns geklaut wird oder man das verliert. Kannst du mir mal per pm zukommen lassen, wie man das beim Galaxy macht bzw wo man das findet ...
Was ist denn das für ein Artikel.. Da fehlen die wichtigsten Infos und dann noch dibiose Software für 250€ oO Also erstens gibts zB bei Samsung Galaxy die Möglichkeit sich wenn die SIM Karte gewechselt wird (also im Falle eines Diebstahls) die genause GPS Position schicken zu lassen. Völlig ...
Tja, einen Vorteil hat das ganze: Es ist pädagogisch wertvoll. Wenn das Kind/der/die überwachte den Überwachungsstaat, bzw den Zustand des überwacht werdens am eigenen Leib spürt werden sie diesen in Zukunft hoffentlich stärker und nach all ihren Möglichkeiten bekämpfen :T ...
Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis, ihre Liebsten zu überwachen, am besten Tag und Nacht. Neben unglaubwürdigen Angeboten aus der Fernsehwerbung existieren aber auch echte Möglichkeiten der privaten Handyortung. Die rechtlichen Grundlagen sind jedoch eine ganz andere Sache. [url=http://www ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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