Hacker (symbolisch) - via flickr by mikael altemark
Aus diesem Grund setzt sich Strauch dafür ein, dass auch in Haftanstalten bald Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, die Angriffe auf Software-Ebene verhindern. Der IT-Experte mit CIA-Vergangenheit war selbst an der Entwicklung von rund 100 Systemen für Gefängnisse, Gerichtsgebäude und Polizeistationen beteiligt. Seiner Erfahrung nach stammen die verwendeten Steuerchips der wichtigen IT-Einheiten noch aus Zeiten, in denen man nicht an Hacker-Angriffe dachte. Dementsprechend anfällig seien die elektronischen Mechanismen für Manipulationen von fremder Software.
Denn in modernen Gefängnissen ist nahezu alles elektronisch steuerbar, was sich bewegt. Seien es die Zellentüren, die Wasserhähne oder sonstigen Vorrichtungen. Mit einem gezielten Angriff könnten beispielsweise zeitgleich alle Türen im gesamten Gebäudekomplex geöffnet werden. Dies würde zumindest einem Teil der Insassen die Flucht ermöglichen, vermutet der Experte.
Wie er Wired berichtete, machte er mit seiner eigenen Netzwerkfirma einen Test. Das Equipment, das er für die Simulations-Attacke benötigte, habe gerade einmal 2.500 Dollar gekostet. Weiter sei die Programmierung eines einfachen Tools, das die Sicherheitsdefizite der alten Technik ausnutzt in rund drei Stunden fertiggestellt gewesen.
Eine Person, die tatsächlich eine Haftanstalt kompromittieren will, müsste eine derartige Software lediglich auf einem beliebigen Wege ins Netzwerk einspeisen. Dafür böten sich USB-Sticks oder schlichtweg eine infizierte E-Mail an. Einmal im System könne der Wurm Steuerungskommandos abhören, mit denen er dann selbst die Kontrolle über Tore und andere ansteuerbare Komponenten hätte. Auch Stuxnet wurde in den iranischen Atomanlagen mittels eines infizierten USB-Sticks eingeschleust.
Um den Gefängnisausbruch der Zukunft zu verhindern, schlägt Strauch vor, die Systeme der Gebäude zu erneuern und vor allem regelmäßig mit neuen Updates und Patches zu versorgen. Allerdings müssten auch das Personal in Sachen Computersicherheit besser geschult werden. Bei einem Besuch in einem US-Gefängnis in den Rocky Mountains habe der IT-Experte einen Mitarbeiter beobachtet, der seine Google-Mails direkt vom Steuerungsprogramm des Gebäudes abrief.
Bild-Quellen: flickr
Text-Quellen: wired
Julian Wolf (g+) am Sonntag, 31.07.2011 13:24 Uhr
ich versteh nicht warum solche Sicherheitsrelevante teile nicht einfach vom PC getrennt und untereinander physikalisch Getrennt werden? NETZ 1 Ohne die Möglichkeit Datenträger einzulesen oder i-net für Schließanlagen Insassen Trakt A NETZ 2 Ohne Möglichkeit Datenträger einzulesen oder i-net für Schl ...
Wobei das eigentliche Problem ja nicht ist, dass es zentralisiert ist - sondern allein schon die Tatsache, dass man aus dem Steuerungssystem eine E-Mail abrufen kann. Von physikalischer Trennung der Netze wohl noch nie was gehört... Wozu müssen die Dinger gleich nochmal ...
Zentralisierung bedeutet falsch ausgeführt immer ein Sicherheitsrisiko Wobei das eigentliche Problem ja nicht ist, dass es zentralisiert ist - sondern allein schon die Tatsache, dass man aus dem Steuerungssystem eine E-Mail abrufen kann. Von physikalischer Tre ...
Sorry, aber glauben die wirklich irgendjemand habe vergessen, dass StuxNet von den US+Israelischen Geheimdiensten programmiert wurde, um das iranische Atomprogramm "abschießen"? Das wurde bisher in keinster Weise bewiesen... Und Gerüchte und VT gibts zu jedem "brisanten" Thema. Zum ...
Ach diese bösen bösen Gefängnisausbrecher, die wünschen sich doch nicht tatsächlich ein Leben in Freiheit... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.