
Flagge von Norwegen
Der 22. Juli 2011 ist ein Tag, der in Norwegen noch lange in tiefer Erinnerung bleiben wird. Zunächst nahm ein Anschlag im Zentrum der norwegischen Hauptstadt nebst eines Regierungsgebäudes sieben Leben, anschließend wurden bei einem Anschlag auf der norwegischen Insel Utøya 85 Menschen auf grausame Weise ermordet. Auf der Insel tagte zu diesem Zeitpunkt ein Feriencamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet.
Die Anschläge waren weder islamistischer Natur, noch bekannte sich eine berüchtigte illegale Gruppierung zu diesen Gräueltaten. Noch am selben Tag der Ereignisse wurde der Hauptverdächtige festgenommen. Es stellte sich heraus, dass nur ein Name hinter diesen Anschlägen steckt: Anders Behring Breivik. Der 32-jährige gebürtige Norweger wird verdächtigt, für die Geschehnisse verantwortlich zu sein.
Nachdem die norwegische Polizei noch in der selben Nacht der Festnahme die Wohnung Breiviks untersuchte und er mittlerweile ein Geständnis ablegte, kommt allmählich die Visitenkarte des Tatverdächtigen zum Vorschein. Offenbar war die Tat rechtsextremistisch motiviert. Breivik habe nach eigenen Aussagen Europa vor dem aufkommenden Marxismus und Islamisierung retten wollen. Seine Tat sei zwar grausam, jedoch notwendig gewesen, heißt es. Breivik wird nationalistisches, christlich-fundamentalistisches bis hin zu rechtsextremistisches Gedankengut nachgesagt.
Noch am vergangenen Freitag, kurz vor den Anschlägen, habe Breivik seinen Facebook-Freunden ein 1516-seitiges Manifest mit dem Titel "2083. Eine europäische Unabhängigkeitserklärung" mit auf den Weg gegebenen. In dieser Schrift dokumentierte der Norweger seine Weltanschauung. Er gibt seinen Hass auf Ausländer zu erkennen. Sein Ziel sei es, Europa vor der aufkommenden Islamisierung zu bewahren. Niemals wolle er zulassen, dass sich um ihn herum der "Kulturmarxismus" aufbaue. Dieses Ziel könne er nur noch mit bewaffnetem Widerstand erreichen. "Die Zeit für Dialog ist vorbei", schreibt er in seiner Schrift, die er sich neun Jahre Arbeit und mehr als 300.000 Euro kosten ließ.
In seiner Schrift werden auch Computer- und Videospiele angesprochen. Besonders viel Aufmerksamkeit lenkt der Abschnitt über Call of Duty: Modern Warfare 2 auf sich. Breivik teilt mit, wie begeistert er von diesem Shooter sei. Nach eigener Aussage sei Modern Warfare 2 die beste Militärsimulation, die zurzeit auf dem Markt erhältlich sei. Vor allem im Mehrspieler-Modus habe Breivik die Vorzüge des Spiels kennengelernt und es genossen, den Ego-Shooter als Trainingssimulation zu nutzen. Modern Warfare 2 sei realistisch und lebensnah. Ganz besonders gefalle Breivik die Tatsache, dass man komplette und tatsächliche Operationen simulieren könne.
Infolge dieser Aussage ist die Debatte um die Gefahr der sogenannten Killerspiele in der Medienwelt wieder ins Rollen geraten. Wie nach nahezu jedem Amoklauf stellt sich vor allem in Deutschland für viele Pädagogen, Politiker und Eltern die besorgte Frage, ob es nicht sinnvoller sei, solchen Spielen einen Riegel vorzuschieben. Die Thesen und Argumentationen drehen sich dabei stets im Kreis. Bisher war es unmöglich, den tatsächlichen negativen Einfluss von derartigen Ego-Shootern zu beweisen, womit die Debatten nach einer gewissen Zeit abflauen, um nach einem ähnlichen, bedauernswerten Ereignis wieder eingeläutet zu werden.
Brot verbieten!?
Text-Quellen: krawall kotaku sueddeutsche
Sener Dincer am Sonntag, 24.07.2011 17:51 Uhr
Die norwegische Einzelhandelskette Coop Norge nimmt 51 Produktlinien mit kriegerischen oder gewalthaltigen Inhalten aus dem Sortiment. Betroffen sind World of Warcraft und Call of Duty. Wie die Online-Ausgabe der norwegischen Lokalzeitung Rogalands Avis berichtet, reagiert das Unternehmen dam ...
Modern Warfare 2 und die beste Miltärsimulation? Ich lach mich schlapp. Nee ist klar. Wenn ein Soldat getroffen wird, wird ihm auch rot vor den Augen (bloody screen...so real) und wenn er sich versteckt heilt wieder alles von selbst (abgesehen davon, dass man dadurch ca. 100 Treffer wegstecken kann ...
hab grade gelesen dass electrolux mixer bei der entstehung der zutaten benutzt wurden. bin für sofortiges verbot dieer gemeingefährlichen teile! :coffee: ...
Wie dümmlich und manipulativ kann man sein, soetwas zu äußern?! Irgendwie erinnert mich das an das Milgram-Experiment und dem Autoritätsgehorsam. Ein Politiker sagt eben jenes und es wird dumm nachgeplappert. Ist halt eine Meinung von ganz oben, also ist das ri ...
Ich bin jetzt - meiner Mutter die solchen Scheiß glaubt, sei Dank - auf einen interessanten Leserbrief in unserer Lokalzeitung gestoßen. Am liebsten würde ich, oder jemanden der schreibgewandter ist als ich, ihm eine "ordentliche" Mail schreiben, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich i ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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