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Manning/Lamo: Wired veröffentlicht komplette Chatlogs

Bradley Manning nach einer künstlerischen Darstellung des

Bradley Manning nach einer künstlerischen Darstellung des "Bradley Manning Support Network"

Das US-Blog "Threat Level" - zugehörig zum IT-Newsportal "Wired" - hat die kompletten Chatlogs zwischen dem mutmaßlichen WikiLeaks-Whistleblower Bradley Manning und dem Ex-Hacker Adrian Lamo veröffentlicht. Lamo hatte im Laufe der Chats das FBI über Mannings Behauptungen, Militärdokumente geleaked zu haben, informiert. Bisher waren nur Ausschnitte der Chatlogs online verfügbar.

Für seine Entscheidung, lediglich Teile der Chatlogs zu veröffentlichen, musste Wired viel Kritik einstecken. Die Gegner dieser Entscheidung beklagten mangelnde Transparenz. Außerdem wurde befürchtet, dass sich durch die Auslassungen die Wahrscheinlichkeit vergrößern könnte, dass WikiLeaks und dessen Gründer Julian Assange etwas "angehängt" werden könnte. Die USA versuchten zeitweise, Assange der Verschwörung zu überführen, indem sie zu beweisen versuchten, dass er vor den Leaks mit Manning Kontakt hatte und diesen womöglich ermutigte oder anstiftete. Dementsprechend wurde viel spekuliert, ob die nicht veröffentlichten Partien der Logs womöglich Beweise für diese Behauptungen enthalten könnten. Lamo selbst äußerte sich diesbezüglich sehr widersprüchlich. Er deutete mehrfach gegenüber den Medien an, dass es entsprechende Passagen gebe, sagte aber schließlich in einem Telefon-Interview mit dem Journalisten Glenn Greenwald auf mehrfache ausdrückliche Nachfrage, es gebe keine diesbezüglichen Aussagen Mannings in den Chatlogs. Greenwald war stets, gerade angesichts der angesprochenen widersprüchlichen Aussagen Lamos, ein sehr entschiedener Befürworter einer kompletten Veröffentlichung der Logs. Wired rechtfertigte seine Entscheidung einerseits mit der nationalen Sicherheit - man sei sich nicht sicher, ob sensible Militärinformationen durch Veröffentlichung der Logs preisgegeben werden könnten - und andererseits mit Mannings Privatsphäre. 

Nun, rund ein Jahr nach der Veröffentlichung der ursprünglichen, redigierten Version der Chatlogs, ist man bei Wired jedoch der Ansicht, dass sich die Situation geändert hat. Viele der ursprünglich zurückgehaltenen Informationen über Mannings Privatleben seien von den Medien mittlerweile ohnehin öffentlich gemacht worden, so die Argumentation von "Threat Level"-Autor Evan Hansen. Ebenso ist man mittlerweile überzeugt, dass keine sensiblen Militär-Informationen in den Logs preisgegeben werden. Manning sei eine Person öffentlichen Interesses, so dass seine Aussagen zu seiner persönlichen Situation durchaus relevant seien, und zudem werde seine Privatsphäre durch Veröffentlichung der Logs nicht in unvertretbarem Ausmaß weiter geschädigt, so Hansen. Abgesehen von einem Passwort und einigen persönlichen Daten Dritter sind die Logs nun in ihrer Gänze bei Wired nachzulesen

Ein Teil der Informationen, die bislang nicht veröffentlicht wurden, ist tatsächlich privater Natur. Wie von Hansen geschrieben wurde ein Großteil dieser Informationen mittlerweile bereits in den Medien berichtet oder zumindest angedeutet. So berichtete Manning, dass er in seiner Kindheit gehänselt wurde und sich in der Kleinstadt, in der er aufwuchs, unwohl fühlte sowie dass seine Eltern geschieden sind und in seiner Jugend beide Alkoholiker waren. Auch Mannings sexuelle Identität wird ausführlich thematisiert; Manning erzählte Lamo, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt und zum Zeitpunkt des Gesprächs erwog, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. Dies stellte für ihn ein großes Problem dar, da zum damaligen Zeitpunkt in der US-Armee noch die "Don't Ask, Don't Tell"-Regel (DADT) in Kraft war, was bedeutete, dass Homo-, Bi- oder Transsexuelle ihre sexuelle Identität nicht offen ausleben durften. Manning war zudem zum Zeitpunkt der Chats gerade von seinem Freund verlassen worden, was ihn zusätzlich emotional belastete.

Der bereits öffentlich bekannte Teil dieser Informationen wurde in den letzten Monaten vielfach herangezogen, um Manning als emotional instabil hinzustellen und seine Entscheidung, die Dokumente zu veröffentlichen, als rein persönlich motiviert einzuordnen. Dazu gibt es in den Chatlogs jedoch wenig Basis. Zwar thematisierte Manning gegenüber Lamo seinen emotionalen Zustand und machte deutlich, dass dieser ebenso von seinem Privatleben wie von seiner Einstellung zur Armee und den politischen Ereignissen rund um die geleakten Dokumente beeinflusst wurde. Für seine Kooperation mit WikiLeaks nannte Manning jedoch fast ausnahmslos politische und ethische Motive, die er sehr detailliert und überzeugend vortrug.

Für WikiLeaks-Unterstützer dürften insbesondere die Beobachtungen Mannings zu den Umständen seiner Leaks, der Arbeitsweise von WikiLeaks und zur IT-Sicherheit von Interesse sein. Interessanterweise war ein Teil dieser Informationen zuvor nicht öffentlich, obwohl sie nicht eindeutig in eine der von Wired genannten Kategorien (private oder sensible militärische Informationen) fallen. Aber auch einige Verhaltensweisen Adrian Lamos sowie natürlich die Antwort auf die Frage, ob es Hinweise auf eine "Konspiration" zwischen Assange und Manning gibt, sind natürlich äußerst relevant.

WikiLeaks (Logo)

WikiLeaks (Logo)

Zu Anfang der Konversation kam das Gespräch der beiden auf Lamos Hacker-Vergangenheit. Manning bedauerte, dass er die meisten von Lamos Akten nicht einsehen könne, da er sich mit dem FBI - im Gegensatz zum Außenministerium, dem Verteidigungsministerium sowie den Geheimdiensten CIA und NSA - nicht auskenne. Mit dem Hinweis "sowas mache ich für Freunde" gab Manning Lamo eine bit.ly-URL, die auf einen bestimmten Absatz des Wikipedia-Artikels über WikiLeaks verweist. In diesem geht es um die Veröffentlichung eines Geheim-Berichtes der USA, in dem WikiLeaks als Bedrohung eingestuft wird und Maßnahmen zum Ausschalten dieses Gegners diskutiert werden (gulli:News berichtete). Einen Eindruck davon, wie die Wikipedia-Seite zum Zeitpunkt der Chats (diese begannen am 21. Mai 2010) aussah, gibt die Wayback-Machine. Manning wollte offenbar andeuten, dass er WikiLeaks neben den ihm zugeschriebenen militärischen Leaks (Collateral Murder, War Logs, Cablegate) auch den besagten Bericht zugespielt hat, und dass er grundsätzlich bereit war, für Freunde deren Akten zu überprüfen. Manning kommentiert den Link außerdem mit "das darunter ist auch von mir". Unter dem besagten Abschnitt befindet sich in der damaligen Version des Wikipedia-Artikels der Abschnitt über das "Collateral Murder"-Video. Lamo sagte, er sei stets ein "Freund von WikiLeaks" gewesen und habe sich um Spenden für die Plattform bemüht, woraufhin Manning antwortet, deswegen auf ihn aufmerksam geworden zu sein.

Manning berichtet außerdem über die schwachen Sicherheitsvorkehrungen bei der Armee. Der bei seiner Sicherheitseinstufung durchgeführte "Background Check" sei "ein Witz" gewesen, so der Analyst, da 2007 - mitten im Irak-Krieg - niemand diese Dinge wirklich überprüft habe. Ebenso seien die Computer- und Netzwerksicherheit sehr schwach gewesen. Dies erlaubte Manning, sich unentdeckt ausführlich in militärischen und Regierungs-Netzwerken umzusehen und, später, die Geheimdokumente zu kopieren und an WikiLeaks zu versenden (seine Beschreibung des Herausschmuggelns sensibler Daten auf einer Lady-Gaga-CD war ja bereits bekannt). Das Personal sei häufig sorglos, inkompetent oder schlicht durch zuviel Arbeit überfordert gewesen, so Mannings Beschreibungen.

Über seine Motivation für die Leaks sagte Manning Dinge, die sich mit den bereits bekannten Chat-Auszügen decken. Er habe "unglaubliche Dinge, schreckliche Dinge" gesehen, die "an die Öffentlichkeit gehören, und nicht auf einen Server in einem dunklen Raum in Washington", so der Analyst. Er gab Lamo eine Beschreibung einiger Dokumente, die er mutmaßlich veröffentlichte. Über die "Cablegate"-Dokumente sagte Manning: "Das ist offene Diplomatie… weltweite Anarchie im CSV-Format… es ist Climategate im globalen Maßstab und mit atemberaubender Tiefe… es ist schön und beängstigend… und… es ist wichtig, dass es herauskommt… ich habe das Gefühl, aus irgendeinem bizarren Grund, dass es tatsächlich etwas verändern könnte." Später sagte Manning, er würde sich gerne in die Politik einbringen. Als "technische Person mit wirklichen Ideen" hoffte er offenbar, auf diesem Wege etwas verändern zu können. Andere, bereits bekannte Zitate legen ähnliche Schlüsse über Mannings Motivation nahe. 

Julian Assange

Julian Assange

Über Mannings Beziehung zu Assange steht in den Logs wenig - und nichts davon beweist eine "Verschwörung" zwischen den beiden. In einem bereits bekannten Abschnitt der Chats sagte Manning: "Ich bin eine Quelle, nicht ganz ein Freiwilliger. Ich meine, ich bin eine hochkarätige Quelle… und ich habe eine Beziehung zu Assange aufgebaut… aber ich weiß nicht viel mehr, als er mir sagt, und das ist sehr wenig. Ich habe vier Monate gebraucht, um zu bestätigen, dass die Person, mit der ich gesprochen habe, wirklich Assange war." Hinweise darauf, dass Manning einen eigenen Upload-Server zugewiesen bekam - auch das ist eine Behauptung, die Lamo in Interviews aufstellte - fehlen völlig.

Als das Gespräch der beiden auf Telefon-Überwachung kommt, sagte Manning, er wisse, dass "etwa 85-90% der globalen Aussendungen von der NSA mitgelesen werden… aber die überwältigende Mehrheit ist Rauschen… so dass es immer schwerer für sie wird, irgendwas zuzuordnen… es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. […] Aber sobald eine einzelne Information gefunden ist, kann die Datenbank durchsucht und durchsucht und nochmal durchsucht werden, für immer feinere Ergebnisse, so dass andere Geheimdienste sich beteiligen können." Er sei aber "nicht paranoid", was die Kommunikations-Überwachung der NSA angehe, so Manning. Man müsse bloß etwas von IT-Sicherheit verstehen, und alles sei gut. Außerdem, so berichtete Manning, seien Abhöraktionen ohne Richterbeschluss - die in den USA eigentlich illegal sind - sehr nützlich. Diese würden oftmals von NSA und FBI in Kooperation durchgeführt und dienten dazu, Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen zu sammeln. Daher würde dieses Vorgehen auch oft nicht als illegal gesehen, da die gesammelten Informationen technisch gesehen keine Beweise seien. Er sehe die Problematik zwiespältig, so Manning. Derartige Aktionen seien "äußerst nützlich, um böse Leute zu fangen", aber es werde auch die Privatsphäre Unschuldiger verletzt. Letztendlich seien solche Abhöraktionen unvermeidbar, urteilte Manning. Daher verschlüssele er auch soviel wie möglich. 

Dies brachte das Gespräch auf die Frage, welcher Art der Verschlüsselung man vertrauen kann. "Ist, sagen wir, PGP sicher? OTR?," fragte Lamo. Mannings Antwort dürfte für Krypto-Interessierte durchaus von Interesse sein. Der Analyst erklärte: "Kommt darauf an… kommt auf den Algorithmus an… kommt darauf an, wie gut du deine privaten Schlüssel schützt. DES/Triple-DES… du bist in Minuten geliefert… AES-Varianten… brauchen Bruteforce-Angriffe… Tage bis Wochen, um sie zu knacken. Es geht darum, die Schlüssel abzusichern, Schlüssel zu benutzen, die komplex genug sind… und sich an Rijndael-Varianten [der technische Name des bei AES verwendeten Algorithmus, d.Red.] zu halten." Bei Verfahren wie RSA sei auch die Schlüssellänge wichtig, so Manning. Das beim Instant Messaging zunehmend populäre OTR hält Manning für sicher. "OTR ist gut… aber ändere alle paar Wochen die Fingerprints," sagte der mutmaßliche Whistleblower, "Es wird nicht oft von Terroristen benutzt… also… ist es keine Priorität, es zu knacken. Die Tatsache, dass man den Umgang mit Pidgin/Adium erst lernen muss, hat ihre Vorteile."  

Auch die derzeit aktuelle Cyberwar-Thematik kam kurz in dem Dialog zur Sprache. So berichtete Manning, China habe ein riesiges staatliches Botnet mit 45 Millionen IP-Adressen für staatliche Cyber-Angriffe. Er äußerte die Vermutung, dass ein Trojaner auf Consumer-Geräten vorinstalliert sein müsse, um eine derartige Anzahl von "Zombies" zu erreichen. Auch die "Byzantine"-Operationen erwähnte Manning. Dabei handelt es sich um Phishing-Operationen der Chinesen, die auf das Sammeln sensibler Informationen von Militär, Regierungen und namhaften Firmen abzielen (gulli:News berichtete). Es gibt mehrere Unter-Operationen wie etwa das von Manning beispielhaft erwähnte "Byzantine Candor", "Byzantine Hades" und andere. Manning berichtete, mit diesen Operationen würden sich "95% der 'Information Warfare'-Leute im Verteidigungsministerium" befassen, da China "jedes Netzwerk der Welt mit einem DDoS lahmlegen" könne. Die Kommunikationskanäle dieser Netzwerke seien den USA aber bekannt und würden sorgfältig überwacht. Diese hohe Einstufung der Problematik war bislang so nicht öffentlich bekannt. Auch die "Byzantine"-Operationen selbst wurden erst Anfang 2011, also weit nach dem Gespräch zwischen Manning und Lamo, öffentlich bekannt. 

Auffällig an Lamos Verhalten ist, dass es mehrere Hinweise darauf gibt, dass er es darauf anlegt, das Vertrauen Mannings zu gewinnen. So sagt er gleich zu Anfang des ersten Chats: "Ich bin ein Journalist und ein Priester. Du kannst dir eins aussuchen und das hier als Beichte oder Interview (das nie veröffentlicht wird) behandeln & ein Mindestmaß an juristischem Schutz genießen". Dieser Teil des Gesprächs, in dem Lamo Manning einen Schutz zusichert, den er ihm dann faktisch nicht gewährt, fehlte in der zuvor veröffentlichten Version der Logs. Lamo hatte allerdings in Greenwalds bereits erwähntem Interview nach einigen Ausflüchten zugegeben, sich derart geäußert zu haben. Zu beachten ist auch, dass Manning diesen Schutz keineswegs - wie von Lamo angedeutet - ablehnte. Er äußerte sich nicht explizit dazu, was bedeuten könnte, dass er davon ausging, Lamo würde ihn diesen Schutz auf jeden Fall gewähren. Manning betonte jedenfalls mehrfach, wie sehr ihm an einer vertraulichen Behandlung der Chats gelegen sei. Seine angebliche Glaubwürdigkeit untermauerte Lamo damit, dass er sich, als er aufgrund seiner Hacker-Aktivitäten in Schwierigkeiten war, vom FBI hätte kaufen lassen können und dies nicht getan habe.  

Im weiteren Verlauf - zu einem Zeitpunkt, zu dem Lamo nach eigenen Angaben das FBI bereits informiert hatte - fragte Lamo mehrmals, ob Manning Angst vor Strafverfolgung habe und welche Sicherheitsmaßnahmen er ergriffen habe, um dieser zu entgehen. Es ist gut möglich, dass er damit den Behörden zusätzliche Informationen verschaffen wollte - er muss gewusst haben, dass diese die Chatlogs früher oder später lesen würden. Bemerkenswert ist auch ein weiterer Dialog. Als Lamo von einem Telefongespräch zurückkam, sagte Manning scherzhaft: "Ich bin bewaffnet, ich bin bereit für wen auch immer du angerufen hast." "Haha. Oder was das ernsthafte Paranoia?," lautete Lamos Antwort, woraufhin Manning fragte, ob er mit Lamo kommunizieren würde, wenn er derart paranoid wäre. "Hey, Menschen sind komisch," gab Lamo zurück. Nach einem kurzen Gespräch über andere Themen kam Lamo auf das Thema zurück und fragte: "Ganz im Ernst, würdest du schießen, wenn die Militärpolizei aufkreuzt?" "Wieso sollte ich das müssen?," fragte Manning. "Suicide by MP," lautete Lamos Antwort (eine Anspielung auf "suicide by cop", also das Angreifen von Polizisten, um sich von diesen erschießen zu lassen, wie es insbesondere bei Amokläufern gelegentlich vorkommt). "Wirke ich geistesgestört?," fragte Manning, woraufhin Lamo seine Frage präzisierte: "Ich meine - wegen dir - aufkreuzen wenn Julian einen Fehler machen würde." Manning antwortete: "Er weiß sehr wenig über mich. Er nimmt den Quellenschutz extrem ernst. 'Lüg mich an' sagt er. […] Er arbeitet nicht mit einem, wenn man zuviel über sich selbst preisgibt." Dieses Gespräch lässt einige Spekulationen über Lamos Hintergedanken zu. Wollte er sich womöglich absichern, dass Manning sich bei einer Verhaftung nichts antun würde, um sein Gewissen zu beruhigen? Das ist natürlich spekulativ. Es würde aber gut zu Argumentationsmustern passen, die Lamo in dieser Hinsicht zu anderen Anlässen an den Tag gelegt hat. So sagte er, er habe nur zu Mannings Bestem gehandelt, und wettete einmal mit Glenn Greenwald um ein Bier auf einer Hacker-Konferenz, dass Manning nicht länger als sechs Monate in Haft verbringen würde.

Allgemein lassen die nun veröffentlichten kompletten Chatlogs durchaus einige neue Schlüsse zu. Es wird sich zeigen, wie diese die öffentliche Diskussion über Manning, Lamo und die Veröffentlichung der fraglichen Dokumente beeinflussen. Ebenso wird darüber zu reden sein, wieso bestimmte Informationen bislang zurückgehalten wurden, obwohl sie weder privat noch militärischer Natur sind. Insbesondere wurden Äußerungen Lamos entfernt, die zeigen, wie er Manning manipulierte. Sollte Lamo womöglich geschützt werden, oder gibt es andere Gründe für diese Entscheidung? Es bleibt viel Diskussionsstoff.

Annika Kremer am Donnerstag, 14.07.2011 04:37 Uhr

tagsTags: julian assange adrian lamo wikileaks manning bradley manning

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15 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • VacuumCleaner am 15.07.2011 10:44:35

    Aha. Wer Informationen leakt, um Verbrechen zu veröffentlichen Wie rührend... :rolleyes: Blöd nur, dass Manning dabei selbst wissentlich zum Verbrecher geworden ist, den eine Haftstrafe erwartet, die sein bisheriges Alter um mehr als das zweifache übersteigt. : ...

  • DenKe am 15.07.2011 01:56:54

    Jau, auch von mir ein Danke für den Artikel. Lamo ist mir nun noch unsympathischer als zuvor - kaum zu glauben, dass das geht. Dieser Lamo gehört Hingerichtet. Nee, nee, auch die größten Arschlöcher gehören nicht hingerichtet. Unrecht und Unrecht ergibt nicht Recht, und Rache ...

  • diskordier am 14.07.2011 18:57:32

    Dieser Lamo gehört Hingerichtet. Und so was Nennt sich Ex-Hacker. Welche Beweggründe sons noch eine Rolle spielten? Blinder Patriotismus? ...

  • Shodan_v2-3 am 14.07.2011 17:56:27

    (05:13:21 PM) bradass87: oh, btw… china has a massive botnet (05:13:21 PM) info@adrianlamo.com : I’m not here right now (05:13:31 PM) bradass87: 45+ million, grows 100,000 every two weeks (05:14:44 PM) bradass87: it pings eucom and pacom servers every two weeks at the same time… spre ...

  • crosan1989 am 14.07.2011 17:54:45

    Adrian Lamo: "I’m a journalist and a minister. You can pick either, and treat this as a confession or an interview (never to be published) & enjoy a modicum of legal protection." Da haben ja die Theorien gestimmt, endlich ist es raus, was für ein linkes Schwein Adrian Lamo ist. ...

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