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Morgen vormittag um 10.30 Uhr Ortszeit (11.30 deutscher Zeit) beginnt in London die zweite Runde im Verfahren um Julian Assanges Auslieferung an Schweden. Dort werden ihm mehrere Sexualdelikte vorgeworfen. Assange und viele seiner Unterstützer halten die Vorwürfe für politisch motiviert und vermuten, dass diese die Arbeit von WikiLeaks behindern sollen.
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätten die Vorwürfe gegen Assange - ob gerechtfertigt oder nicht - WikiLeaks tatsächlich massiv geschadet. Zwar werden nach wie vor Diplomaten-Depeschen aus dem bereits Ende letzten Jahres erstmals vorgestellten "Cablegate"-Link veröffentlicht. Andere angekündigte Leaks, beispielsweise von kompromittierenden Informationen über eine US-Großbank, lassen dagegen bis heute auf sich warten. Der letzte größere Leak (die Veröffentlichung der Guantanamo-Akten) liegt schon über zwei Monate zurück.
Trotzdem sind viele Medien-Experten der Ansicht, dass weder das verstärkte Vorgehen der USA gegen Whistleblowing noch das Verfahren gegen Assange das Phänomen WikiLeaks letztendlich werden stoppen können. "Es gibt keinen Grund, zu glauben, dass WikiLeaks zum Schweigen gebracht worden ist," sagte etwa Sandra Baron, Geschäftsführerin des "Media Law Resource Center" in New York, kürzlich gegenüber dem Rundfunk-Sender "Deutsche Welle". Sie verwies darauf, dass es auch zuvor schon längere Pausen zwischen größeren Leaks gegeben habe. Eine eventuelle Inhaftierung Assanges würde, so die Expertin, "relativ wenig negative Auswirkungen" haben, "es sei denn, es stellt sich heraus, dass WikiLeaks mehr einer Ein-Mann-Operation gleich, als zuvor gedacht, oder dass angebliche Ausstiege von technischem Personal bei WikiLeaks, falls es überhaupt welche gegeben hat, effektiv die Einsatzbereitschaft von WikiLeaks herabgesetzt haben." Hiermit könnte sich Baron auf Berichte des deutschen WikiLeaks-Aussteigers Daniel Domscheit-Berg beziehen. Dieser berichtet in seinem Buch "Inside WikiLeaks", dass im vergangenen Jahr mit ihm zusammen auch mehrere der kompetentesten Techniker WikiLeaks verlassen hätten. Diese hätten angeblich auch von ihnen selbst verfassten Quellcode für wichtige Teile der technischen Infrastruktur von WikiLeaks mitgenommen. Bei WikiLeaks hielt man sich bezüglich dieser Aussagen stets bedeckt. Somit ist schwer einzuschätzen, ob - und wenn ja, wie sehr - WikiLeaks tatsächlich in seiner technischen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist.
Unabhängig vom Schicksal einzelner Projekte sind viele Medien-Experten der Ansicht, dass die mittlerweile entstandene "Leak-Kultur" Bestand haben wird. "Ich glaube, dass die Unterdrückung von WikiLeaks kurzfristig einen negativen Effekt auf Whistleblowing und die Informationsfreiheit haben wird," sagte etwa Professor C. Fred Alford, Politik-Professor an der University of Maryland, "Auf lange Sicht aber hat das Internet eine Tür für die Veröffentlichung großer Mengen von Dokumenten geöffnet, die unmöglich zu schließen sein wird." Sandra Baron sieht dies ähnlich. Sie ergänzte: "Klone von WikiLeaks sind bereits aktiv oder in Planung. Ich stelle mir vor, dass andere nach einer Weile die Lücke füllen würden, wenn WikiLeaks seine Tätigkeit einstellen würde."
Für die weltweiten WikiLeaks-Unterstützer ist das sicherlich eine hoffnungsvolle Perspektive. Für viele Regierungsangehörige dürfte es dagegen eher eine Horrorvision sein. Wissen, ob es letztendlich tatsächlich so kommen wird, können natürlich beide Seiten nicht. Es sprechen aber durchaus viele Faktoren dafür.
Text-Quellen: Deutsche Welle
Annika Kremer (g+) am Montag, 11.07.2011 23:56 Uhr
Ist das ironisch gemeint ? Semiironisch. Ist ein Crossposting aus der CIA-Diskussion... ;) ...
der hätte dir auch sagen können, daß man ein separates netz für kritische infrastrukturen erstellen sollte ;) Ich sehe eine rosige Zukunft in Beratungspositionen für alle 16jährigen dieser Welt :D Ist das ironisch gemeint ? W ...
der hätte dir auch sagen können, daß man ein separates netz für kritische infrastrukturen erstellen sollte ;) Ich sehe eine rosige Zukunft in Beratungspositionen für alle 16jährigen dieser Welt :D ...
Wahnsinn, was so Experten alles rausfinden. Gut, man hätte auch den 16jährigen von Nebenan fragen können, der hätte das Gleiche gesagt, aber das wäre wohl keine News wert gewesen. der hätte dir auch sagen können, daß man ein separates netz für kritische infras ...
Wahnsinn, was so Experten alles rausfinden. Gut, man hätte auch den 16jährigen von Nebenan fragen können, der hätte das Gleiche gesagt, aber das wäre wohl keine News wert gewesen. Das Web hat was gefunden, wo man Politikern und Wirtschaftsbossen in die Suppe spucken kann - wie kann eigentlich irge ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
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Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.