
Rückschlag für Righthaven
Wer verliert zahlt. Auch für das US-amerikanische Unternehmen Righthaven gilt diese Norm. Bedauerlicherweise hat man bisher selten geklagt, so dass gerichtliche Niederlagen eher rar waren. Oft genug einigten sich die streitenden Parteien auch vor einem Urteil. Nach den jüngsten Ereignissen, bei denen Righthaven mehrfach ins Fettnäpfchen getreten war, muss das Unternehmen bei einem aktuellen Fall die Geldbörse zücken.
In Nevada hat eine Richterin Righthaven gestern zur Zahlung von 3.815 US-Dollar an Rechtsanwaltskosten verurteilt. Bei dieser Forderung ging es um eine Abmahnung Righthavens gegen den US-Bürger Michael Leon im September 2010. Bei der gerichtlichen Auseinandersetzung versäumte man es bei Righthaven, die richtigen Unterlagen (!) einzureichen. Nachdem sich mehrere Beklagte, denen es ähnlich ergangen war, ebenfalls vor Gericht beschwerten, wurde die Richterin hellhörig und setzte eine Anhörung an.
Bei dieser Anhörung stellte sich heraus, dass tatsächlich fehlerhafte Unterlagen eingegangen waren. Die Beklagten hatte also auch keine Möglichkeit, sich korrekt dagegen zu wehren. Für die entstandenen Rechtskosten müssen die Kläger aufkommen, so die Richterin. Der Betrag hierfür - 3.815 US-Dollar - wurde gestern bestätigt und geht an die Randazza Legal Group. Diese verhandelt derartige Fälle quer über die USA, aber auch P2P-Abmahnungen.
Für Righthaven könnte die schiere Menge an Niederlagen langsam zum Problem werden. Auch in einem anderen Verfahren konnte Randazza die Oberhand gewinnen. Nun fordert man 34.000 US-Dollar von Righthaven. Mit den vielen Problemen bei Righthaven im Hintergrund wäre es nicht verwunderlich, wenn die Forderung erfolgreich ist. Ebenso interessant wäre es, wenn mehr Abgemahnte sich aktiv gegen Righthaven wehren, so dass weitere Forderungen in dieser Höhe auf die Abmahner zukommen. Dann dürften deren Einnahmen nämlich bald drastisch sinken.
Text-Quellen: arstechnica
Klaus Müller am Donnerstag, 07.07.2011 13:27 Uhr
:T hätte auch hoher sein dürfen. ...
Das US-amerikanische Unternehmen Righthaven sorgt seit Monaten mit durchaus fragwürdigen Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen für Wirbel. Dabei wurde man bereits mehrfach in die Schranken gewiesen. Nun hat ein Gericht das Unternehmen verurteilt, sämtliche Kosten eines gescheiterten Prozess ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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