
Als Grund für ihre Forderung nach einer weiteren Verzögerung nennen die Gegner der elektronischen Gesundheitskarte Datenschutzbedenken bei der geplanten zentralen Speicherung der Patientendaten. Diese Bedenken werden auch von zahlreichen Ärzten geteilt, die deswegen schon häufig bei Datenschutz-Demonstrationen mit auf die Straße gingen und auf Info-Veranstaltungen versuchten, die Menschen gegen die elektronische Gesundheitskarte zu mobilisieren. BITKOM jedoch hält diese Datenschutzbedenken nicht für das wahre Motiv von FDP und Grünen. Vielmehr macht der Verband Technologiefeindlichkeit aus Ursache für die Forderungen aus: "Sechs Jahre nach dem politischen Beschluss und drei Jahre nach dem ursprünglich vorgesehenen Starttermin soll die elektronische Gesundheitskarte nun weiter verzögert werden. Hier wird der Datenschutz vorgeschoben, um Klientelpolitik zu betreiben und die Verbreitung neuer Technologien zu verhindern," sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands.
Scheer betonte auch, dass andere Länder bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Deutschland bereits weit voraus seien: "Deutschland ist bei diesem Hightech-Projekt Nachzügler, weitere Verzögerungen können wir uns nicht leisten."
Die Datenschutzbedenken der Gegner bezeichnen BITKOM-Sprecher als "nicht nachvollziehbar". Der Datenschutz sei "eines der Kernanliegen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte". Zudem hätten sich "unabhängige Sicherheitsexperten wie der Bundesdatenschutzbeauftragte" für die Einführung der Gesundheitskarte ausgesprochen und "attestieren dem geplanten System einen vorbildlichen Umgang mit sensiblen Patientendaten". Zudem sei die geplante Lösung sicherer als bisherige Praktiken, bei denen "Patientendaten in Deutschland häufig ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen per Fax oder E-Mail" übermittelt würden. Auf die zusätzliche Problematik einer Zentralisierung der Daten geht der Verband dabei nicht ein.
Zudem betont BITKOM die Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte. Diese ermögliche "neue Dienste wie die elektronische Patientenakte". Diese Zentralisierung biete allen Beteiligten erhebliche Vorteile: "Momentan muss jeder Arzt die medizinischen Daten seiner Patienten neu zusammentragen. Die zentrale Speicherung verbessert damit den Informationsstand des behandelnden Arztes. Vor allem aber stärkt sie die Position der Patienten. Denn mit der Gesundheitskarte können sie erstmals selbst entscheiden, wer ihre medizinischen Daten einsehen darf. Von den Notfalldaten abgesehen können Ärzte nur nach Freigabe durch die Patienten auf die Daten zugreifen. Mit der notwendigen Zustimmung durch die Patienten wird zugleich eine kommerzielle Nutzung von Gesundheitsdaten verhindert - etwa durch Krankenkassen. Die elektronische Patientenakte erleichtert den Patienten zudem den Arztwechsel oder das Einholen einer Zweitmeinung. Aufgrund der lückenlosen Dokumentation können auch Fehlbehandlungen einfacher festgestellt und nachgewiesen werden als heute."
So steht der Branchenverband der elektronischen Gesundheitskarte rundum optimistisch gegenüber - und übt dabei harsche Kritik an Skeptikern: "Die Gesundheitskarte sorgt für einen grundlegenden Wandel in der medizinischen Versorgung: Sie rückt den Patienten in den Mittelpunkt. Wer das für falsch hält, soll es offen sagen", so Scheer, der damit den Gegnern der Gesundheitskarte den Schwarzen Peter zuschob. (Annika Kremer)
News Redaktion am Montag, 25.05.2009 19:44 Uhr
Hmm, meine Krankenversicherungskarte läuft Ende diesen Jahres ab. Bekomme ich jetzt auf jeden Fall die neue elektronische Gesundheitskarte? Ich habe da eigentlich nicht so die Lust drauf... (Antwort gerne auch in dem heute von mir erstellten Thread: http://board.gulli.com/thread/1381644-krank ...
Also mittlerweile weiß ich nich mehr, wieso man diesen Knalltütenverein da überhaupt noch für voll nehmen sollte.... Nach dem hier und der News jetzt gehört dieser Prof. Dr. Scheer zusammen mit dem lieben Herrn Prof. Dr. Meinel in einen Prof. Dr ...
Dieser Pfeife gehören beide Titel (Prof und Dr) wegen Dummheit aberkannt. Keine Daten "im Netzwerk" sind sicher, nie und werden es nie sein, und ein vorbildlicher Umgang heute (Planung) heisst nicht zwangsläufig vorbildcliehr Umgang morgen (wenn die Datenbanke da ist). Die sollen von mir aus ne Ka ...
...Vielmehr macht der Verband Technologiefeindlichkeit aus Ursache für die Forderungen aus... Ja ne, is klar. Man äußert Datenschutzängste die ja mehr als Begründet sind und wird gleich als Technologiefeindlich bezeichnet :D Man äußert Kritik an den nutzlosen Intern ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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