
Wer sich neu bei Facebook anmeldet, teilt ohne eine Änderung der Privatsphäreeinstellungen erstmal alles mit jedem. Das ist vom Anbieter natürlich so gewünscht. Umso mehr Daten wir freischalten, umso besser lassen sich unsere Profile zu Geld machen. Das in den Einstellungen zu ändern ist kein Problem. Doch darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Anwendungen für den Business-Bereich, Spiele, Anwendungen für Bilder und vieles mehr, die einen aushorchen können. Ständig wird man zu Fragespielen, Umfragen oder der Teilnahme an Online-Games aufgefordert. Will man diese Dienste nutzen, fordern die Apps die vollständige Kontrolle über den eigenen Account beim sozialen Netzwerk. Darunter befinden sich auch schwarze Schafe, die primär der Datensammlung und Auswertung dienen. Wer die harmlosen von den gefährlichen Apps abgrenzen und sich schützen will, sollte eines der beiden hier vorgestellten Tools ausprobieren.
Die Kollegen der New York Times empfehlen den Einsatz von Social Monitor von Unsubscribe.com oder uProtect.it von Reputation.com. Beides sind Plug-ins für Browser, die während des Besuches bei Facebook im Hintergrund laufen. Social Monitor arbeitet mit dem Firefox, Chrome und Safari zusammen. Uprotect.it läuft auf dem Firefox und Google Chrome. Beide Teams arbeiten derzeit an einer Umsetzung für den Internet Explorer. Die Funktion der Software ist ganz einfach: Beide Programme analysieren nach vorheriger Anmeldung alle Tools, die auf unseren Facebook-Account zugreifen und geben als Information zurück, welche Apps beim Umgang mit unserer Privatsphäre schlecht, akzeptabel oder gut umgehen. Dementsprechend kann man die verschiedenen Apps deaktivieren und aussortieren, welche man sowieso schon länger nicht mehr in Anspruch genommen hat. Was man nicht regelmäßig benutzt, sollte man sofort über Bord werfen. Umso weniger Apps aktiv sind, umso besser! Geprüft wird auch, wie tief die Apps in unsere Daten vordringen dürfen. Das Grundproblem ist und bleibt aber, dass viele Benutzer bei sozialen Netzwerken diese zusätzlichen Programme installieren ohne etwas über deren Funktion zu wissen. Die meisten Surfer bestätigen blind alle Anfragen oder Vorgaben, um kostenlose Spiele etc. in Anspruch nehmen zu können. Genau darauf zielen auch viele Anbieter ab. Doch selbst wenn nicht alle Firmen Datenkraken sind, so lohnt es sich einen Überblick über alle Apps zu verschaffen und mal wieder kräftig auszumisten. Grundsätzlich gilt: Wer nutzlose Umfragen durchführt oder den Anwendern attraktive Preise verspricht, will zumeist nur an unsere wertvollen Informationen heran, um diese meistbietend zu verkaufen. Ein Sprecher von Facebook antwortete auf die Anfrage der New York Times, man würde alle neuen Apps genauer untersuchen und habe bereits unzählige schwarze Schafe im Vorfeld aussortiert. Der Geschäftsführer von uProtect.it ist der Meinung, dass das Geschäftsmodell der fragwürdigen Apps nur funktioniert, weil die meisten Endanwender alle Sicherheitshinweise ignorieren und diese massenhaft installieren. Er findet, diese zu informieren damit sie vorsichtiger werden, muss der erste Schritt sein.
Wem die ständige Begleitung durch eines der beiden Tools bei Facebook auf Dauer nerven sollte, kann diese genauso schnell wieder aus dem Browser entfernen. Eine Wiederholung der Analyse sollte zirka alle 1 bis 2 Monate erfolgen. Beide Plug-ins sind kostenlos und offenbaren lediglich die E-Mail-Adresse des Anwenders.
Bild-Quellen: skippywoodfood.deviantart.com
Text-Quellen: NYT
Lars Sobiraj am Donnerstag, 07.07.2011 09:27 Uhr
Ok, jetzt versteh ich, worauf du hinaus willst. Und du hast recht, ich vertraue Ghandy in dieser Hinsicht schon, dass er mir als User nicht irgend etwas Unseriöses empfiehlt. Zudem erscheint mir auch die NYT nicht komplett unseriös. Aber ich weiss auch, dass ich es mir als User zu bequem mache, s ...
... ich möchte gerne wissen, wo du konkret Gefahren siehst. Ich lerne gerne dazu :) Hättest du unsubscribe.com benutzt, wenn es eins von 3 pop-ups gewesen wäre zusammen mit my*hobby und was weis ich? wohl eher nicht. du hast es getan, weil du warscheinlich gulli. ...
weil Wir haben anscheinend grundsätzlich unterschiedliche ansichten, wie man sich im internetz bewegt. :coffee: Ach, ich glaub, unsere Ansichten sind gar nicht so unterschiedlich. Selbstverständlich ist mir klar, auf was du hinaus willst. Aber konkret: Die habe ...
beide Seiten wirken auf mich alleine schon unseriös, also ein gurnd keine dieser apps zu installieren. und beim dreckbook beneutze ich sowieo keinerlei apps. ...
Und wieso nicht? weil Zwar nicht ideal, aber damit kann ich leben. Wir haben anscheinend grundsätzlich unterschiedliche ansichten, wie man sich im internetz bewegt. :coffee: ich halte nicht viel von diesem oder ähnlichen applikat ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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