
Ein europaweites Konsortium möchte im Rahmen des Forschungsprojektes KEEP (Keeping Emulation Environments Portable) ein "Emulations-Framework" initiieren. Es soll eine Art "Virtual Machine" werden und eine eigene Schnittstelle (API) besitzen, in welche die Emulatoren der historischen Hardware eingehängt werden können. Eine einheitliche Benutzeroberfläche soll zudem die Bedienung für die Nutzer vereinfachen. Hintergrund des Projektes ist die Schwierigkeit, Computerspiele im Museum zu archivieren. Das Ergebnis des Projektes soll also Softwareemulation ermöglichen, jedoch werden die emulierten Versionen minutiös mit originaler historischer Hardware auf Authetizität gegengeprüft. Das Projekt KEEP ist finanziell mit insgesamt 4,02 Millionen Euro ausgestattet - 3,15 Millionen kommen aus dem "Seventh Framework Programme" der EU.
In einem Interview mit Futurezone, gab Andreas Lange, Projektleiter KEEP und Direktor des Computerspielmuseums Berlin einen tiefen Einblick in Hintergründe und Ziele des Projekts. "KEEP zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es auf relativ offizieller Ebene das erste Mal eine Anerkennung der letzten 15 Jahre Entwicklungsarbeit der Retro-Gamer-Szene darstellt. Emulatoren sind ja grundsätzlich nichts Neues, aber die Retro-Gamer sind die Ersten, die sie für bewahrende Zwecke eingesetzt haben. Wir haben die eigentlich ideale Situation, dass die Community aus sich heraus für alle historisch obsoleten Plattformen und meist als offene Projekte, ohne materielles Budget und öffentliche Gelder, bereits Emulatoren entwickelt hat." Von dem Ergebnis der Forschungsarbeit sollen nicht nur Archivare und Museen profitieren, sondern auch die Community selbst, denn ab 2012 soll eine erste Version als Open-Source veröffentlicht werden.
Aktuell beschäftigt sich man mit rechtlichen Fragen, die auch für diesen Bereich bedeutsam sind: "Im Konsortium werden gerade die letzten Strukturen festgelegt, für die Rechtsbereiche Deutschland, Frankreich und die Niederlande soll demnächst eine eigene juristische Studie vorgelegt werden. (...) Im Grunde geht es um die Urheberrechtsgesetze. Es wird dabei untersucht, welche Möglichkeiten die jeweilige nationale Gesetzgebung bei der Archivierung digitaler Artefakte bietet. Schließlich empfinden die Emulatoren einerseits Hardware nach, die ursprünglich ein paar Leuten gehört hat oder immer noch gehört, und andererseits müssen wir die zu bewahrenden Kulturgüter von den Originaldatenträgern herunterholen, sonst verrotten die da. Das ist eine technische Notwendigkeit: Gerade magnetische Datenträger fangen schon langsam an, sich zu entmagnetisieren, und optische Datenträger halten auch nicht ewig."
Interessanterweise schient es relativ häufig vorzukommen, dass eBay und entsprechende Retro-Game Nutzergruppen sich als "Archivare" hervortun und im Gegensatz dazu selbst Programmierer oder Produzenten selbst keine Exemplar ihrer eigenen Werke mehr besitzen. Weniger froh stimmt einen allerdings folgende Aussage von Andreas Lange über die Zukunft von Retro-Hardware: "Man geht davon aus, dass Computer eine Lebensdauer von 40 Jahren haben, selbst wenn sie nur selten benutzt werden, da irgendwann die Layer auf den Mikrochips anfangen, miteinander zu reagieren. Man kann also davon ausgehen, dass man in 25 Jahren keinen funktionierenden C64 mehr haben wird." (020200) (via Futurezone, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 26.05.2009 17:45 Uhr
Für extreme Lanzeitarchivierung soll anscheinend Papier nach wie vor unerreicht sein. Soll angeblich huntere von Jahre haltbar sein und kann wie Microfilm auch sehr viele Daten aufnehmen. Einzig sicher vor Verfall wären Informationen in reines Gold geritzt. ;) Gold ist ...
Man kann also davon ausgehen, dass man in 25 Jahren keinen funktionierenden C64 mehr haben wird NNEEIEIIIINNNNN, mein baby *schnief*. Ein Emu ist einfach kein echter Ersatz für einen original Brotkasten. ...
warum meisseln wir die quellcodes nicht einfach in stein ? der hält länger als 100 jahre :) Für Langzeitarchivierung wird Microfilm verwendet, die archivierten Dokumente können so auch ohne entsoprechende Algorythmen ausgelesen werden und als Hardware taugt eine Lupe. Da ...
ausserdem ist eine festplatte/cd anfälliger als papier, was licht und temperatur angeht,,, nicht alles an der modernen zeit ist optimal ;) warum meisseln wir die quellcodes nicht einfach in stein ? der hält länger als 100 jahre :) ...
mmh... 40 jahre ist doch gar nicht mal so unwahrscheinlich...... son chip zerfällt sicher auch mit der zeit, zumindest ein teil davon O_o hab auch mal gehört das cds, unter idealbedingungen, vielleicht 10-20 jahre funktionieren..... deshalb kann man historische dokumente auch nicht nur digital sp ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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