
Der Digital Economy Act (DEA) hat in Großbritannien große Wunden hinterlassen. Eilig durch das Parlament gepeitscht, versucht man nun den angerichteten Trümmerhaufen aufzukehren. Anstatt sich dieser Aufgabe jedoch vollends zu widmen, droht hinter verschlossenen Türen bereits neues Ungemach. Wie die Open Rights Group ans Tageslicht gebracht hat, gab es geheime Gespräche zwischen dem britischen Kultusminister Ed Vaizey und Lobbyvertretern der Rechteinhaber-Wirtschaft.
In diesen Gesprächen ging es um die freiwillige Errichtung von Netzsperren. Das geleakte Dokument spricht von dem Plan, ein "Expertengremium" zu etablieren, dass sich um Websites mit bedenklichen Inhalten kümmern soll. Wenn eine Website als gefährlich eingestuft wird, soll diese in einem "laufenden" Prozess durch ein richterliches Urteil gesperrt werden können. Das Prozedere legt dabei einen besonderen Wert auf Schnelligkeit.
So soll es durch eine enge Vernetzung möglich sein, Sperranordnungen noch während eines rechtswidrigen Live-Streams zu erwirken. Insbesondere bei Sportveranstaltungen sind die Briten sehr empfindlich, wenn es um eine illegale Ausstrahlung geht. Ob die Sperren jedoch tatsächlich derart schnell umgesetzt werden können, dass die Nutzer selbiger nur noch schwarz sehen, ist fraglich.
Die Open Rights Group wollte an den Gesprächen teilnehmen, wurde jedoch nicht zugelassen. Die Begründung: Es handele sich um einen regulierenden Prozess, der vorerst nicht für die Öffentlichkeit relevant sei, da man sich nur darüber informieren will. Darüber hinaus wäre die Akzeptanz einer angeordneten Sperre freiwillig. Vergleicht man diese Freiwilligkeit mit dem genannten richterlichen Urteil, ist es jedoch ein fragwürdiges Argument.
Text-Quellen: openrightsgroup
Klaus Müller am Mittwoch, 22.06.2011 18:40 Uhr
im grunde müsste man solche firmen anzünden und die verantwortlichen politiker aus dem land jagen! oder im gebäude lassen :unknown: ...
bezeichnend ist, wenn politiker sich mit firmen hinter verschlossenen türen an einen tisch setzen... im grunde müsste man solche firmen anzünden und die verantwortlichen politiker aus dem land jagen! klasse interessenvertretung ...
Das schlimme daran ist doch, das die Bevölkerung in Großbritanien alles mit sich machen lässt, erst wenn es zu spät ist, werden sie merken, was eigentlich ab geht Guy Fawkes wußte schon wie man diesem System begegnet, aber leider sind seine Bemühungen ges ...
Ich denke das ist nur ein weiteres Beispiel dafür dass Recht durchaus käuflich ist, allerdings gibt es das in vielen Ländern und läuft unter dem Grund Lobbyismus. Generell sollte sowas allerdings mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden. Allerdings wird das rechtlich kaum möglich sein, da die ve ...
Das schlimme daran ist doch, das die Bevölkerung in Großbritanien alles mit sich machen lässt, erst wenn es zu spät ist, werden sie merken, was eigentlich ab geht ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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