
Unter dem Namen "Free All Music" versuchen die Seitenbetreiber ein neues Model für legale Musikdownloads an den Mann zu bringen. In der Basis macht man vieles besser, als andere Bezahl-Portale. Die Frage ist lediglich, ob man mit deren Methode langfristig am Markt bestehen kann. Einen genaueren Blick ist der Dienst jedoch allemal wert. Auch wenn er bislang lediglich in den USA verfügbar ist.
Konkret versucht das Unternehmen hinter dem Dienst mithilfe von Werbung die Musikdownloads zu finanzieren. Ein Model, das bereits in der Vergangenheit mehrfach gescheitert ist. Dies lag mitunter aber auch an der Umsetzung der Werbung, die bei einigen Varianten beispielsweise mitten im Track startete. Free All Music bietet dem User jedoch erheblich mehr Möglichkeiten im Umgang mit der Werbung sowie dessen Auswahl. Der Chief Executive Officer des Unternehmens, Richard Nailling, erklärte das Modell.
Kunden wählen eine beliebige verfügbare MP3 aus, die sie kaufen wollen. Dazu müssen sie einen "Sponsor" aussuchen, konkret handelt es sich dabei um einen Werbepartner. Dieser "kauft" dann den Track für den User. Zumindest im theoretischen Sinne. Nachdem der User seine Auswahl getroffen hat, muss er sich einen 18 Sekunden dauernden Werbespot des Sponsors ansehen. Danach kann er die MP3 herunterladen. Das wirklich reizvolle geschieht aber erst jetzt.
Die MP3 wird ohne DRM und mit einer Bitrate von 256kbps zum Download angeboten. Das heißt, der User erhält eine qualitativ hochwertige MP3, die er noch dazu auf jedem Abspielgerät benutzen kann. Nailling erklärt den Hintergrund: "Free All Music wird dann die Auswahl des Downloaders in Zusammenhang mit der Werbung des Sponsors bringen, die Free All Music auf der Website mithilfe eines Werbenetzwerks platziert. Darüber hinaus aber auch durch das eigene Werbenetzwerk, das sich auf musikorientierte Seiten fokussiert. In anderen Worten: Man surft beispielsweise gerade bei CNET und sieht 'MattR hat gerade 'Angry Chair' von Alice in Chains heruntergeladen...sponsored by Converse." Auf diese Weise ist Free All Music in der Lage, mehrfache Werbeplätze pro Download zu verkaufen und somit vielleicht die Lizenzgebühren pro Song einzunehmen."
Wie man deutlich erkennt, ist also noch lange nicht alles in trockenen Tüchern, aber das Angebot ist mehr als reizvoll, wenn man es mit anderen vorhergehenden oder parallel existierenden Bezahl-Angeboten vergleicht. Für eine DRM-freie MP3 mit 256kbps sind 18 Sekunden an Werbeeinblendung wirklich ein mehr als fairer Deal. Einziges Manko bislang: Die User können monatlich vorerst nur 15 Songs herunterladen. Zumindest solange, bis neue Werbekunden auf das Angebot eingehen. Hoffen wir also das Beste. (Firebird77)
(via afterdawn, thx!)
(Bild via afterdawn, thx!)
News Redaktion am Montag, 05.10.2009 08:33 Uhr
Schön :T E-mail eingetragen. Mal schauen. Werde anfangs mal viel Werbung klicken/konsumieren damit die überleben. ...
Irgendwann werden sich auch Leute finden, die diese Möglichkeit umgehen wollen: sie sammeln die dort verfügbaren mp3s und laden sie auf der eigenen seite neu hoch. In packs oder sonst wie verteilt und dies laden dann eben die leute, die möglichst viel haben mächten und sich nicht die mühe mit d ...
Also wenn der sponsor mit nur 50cent für 20sek werbung gucken schickt, dann gucke ich den ganzen tag werbung :) Entweder bekommen die die musik vielviel billiger oder die sponsoren sind echt großzügig. ...
http://www.gulli.com/img/2009/free_all_music.jpg Der rote Stern passt ja nicht wirklich, wenn man sich noch Werbung ansehen muss. :D Btw, ich würde mir die Werbung gar nicht ansehen. Einfach kurz die Boxen abschalten und nen neuen Tab öffnen oder was anderes machen. :D ...
Naja, Dienst scheint noch nicht gestartet zu sein. Hab mich mit einem US Proxy angemeldet. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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