
"Es war höchste Zeit einen Schlussstrich unter die unsäglichen Diskussionen im Gemeinderat Karlsruhe zu setzen und damit ein klares Signal an die dortigen Lokalpolitiker zu senden. Der eSport ist kein Spielball für populistischen Wahlkampf und wir lassen uns nicht in dieser Art und Weise öffentlich demontieren," sagte David Hiltscher, Director Community Management beim Veranstalter des IFNGs, Turtle Entertainment, in einem Interview mit dem Szeneportal Fragster zu den Gründen für die Absage. Angesichts der "katastrophalen Ahnungslosigkeit eines Großteils der Gemeinderatsmitglieder" hätte man "leider keine andere Wahl" gehabt, als auf das IFNG zu verzichten - der nunmehr dritte Ausfall eines derartigen Events in der laufenden Saison.
Obwohl die Absage freiwillig erfolgte und durchaus mit heftiger Kritik an der Gegenseite kommuniziert wurde, sehen sich die Spielegegner in Karlsruhe als große moralische Sieger. Die CDU, in der viele Mitglieder gegen eSport und Computerspiele eingestellt sind, wertet die Absage des Events als vollen Erfolg und kündigt an, weiter gegen die verhassten "Killerspiele" ins Feld zu ziehen. In einer Pressemitteilung verkündet man sogar, man strebe ein "Verbot von Killerspielen und Veranstaltungen, bei denen solche Spiele angeboten werden" an. Ähnlich äußerte sich auch CDU-Kreisvorsitzende Stadtrat Ingo Wellenreuther MdB: "Mit dem Werteverständnis der CDU sind Spiele, bei denen es darum geht, möglichst viel und möglichst grausam zu morden, nicht vereinbar. Spiele, die zu Gewalt, menschenverachtenden Handlungen und Brutalität anleiten, widersprechen eindeutig unserer christlichen Grundhaltung. Veranstaltungen, die dieser Art Spiele eine Plattform bieten, haben in Karlsruhe nichts zu suchen."
Die Absage des IFNG begrüßte man bei der CDU ausdrücklich: "Wir freuen uns, dass dieses von uns geforderte Ergebnis in Gesprächen zwischen Stadtverwaltung und Veranstalter doch noch erreicht werden konnte", sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz. Die Absage sei allein auf die Initiative der CDU und deren klare und eindeutige Haltung zurückzuführen.
Hiltscher nennt das Verhalten der CDU "beschämend". Er kündigte an, mit dem Karlsruher Oberbürgermeister Fenrich weiterhin "in engem Kontakt" zu bleiben und auch in Zukunft Aufklärungsarbeit zu leisten. "Wir haben gelernt, dass es eine Menge Politiker gibt, für die Wählerstimmen mehr zählen als die Einhaltung deutschen Rechts. Seit Jahren betreiben wir Presse-, Aufklärungs- und Lobbyarbeit und immer noch gibt es Menschen, die offenbar nicht oft genug die Tagesschau verfolgen, wo wir nun wirklich mit schöner Regelmäßigkeit präsent sind. Wir müssen den Politikern noch deutlicher klar machen, dass sie mit ihrem Verhalten Arbeitsplätze gefährden, einen aufstrebenden Industriezweig schädigen und dafür sorgen, dass die Politikverdrossenheit in der jungen Bevölkerung weiter zunimmt," gibt er sich kämpferisch und betonte, man "arbeite an allen Fronten an der Verbesserung der Situation". "Wir können und dürfen uns nicht länger zum Sündenbock machen lassen," kündigt er für die Zukunft einen offensiveren Umgang mit kontroversen Themen an. (Annika Kremer)
News Redaktion am Mittwoch, 27.05.2009 02:41 Uhr
Und wird Sportschießen nicht auch in Schützenvereinen praktiziert oder wie nennt sich das dort? Da hast Du natürlich Recht. Aber ich denke trotzdem auch mit gemischten Gefühlen daran zurück, wie ich als Kind (noch nicht Jugendlicher) vom Betreiber eines Standes hochgehoben wurde, ...
Ich hab halt gedacht du hättest das: Nochmal: Is ja nur Sportschiessen...... ironisch gemeint, was die Anzahl an Punkten dahinter einem durchaus sugeriert. Was einen dann glauben lässt du würdest Sportschießen für etwas wahnsinnig Schlimmes halten. Und wird Sportschi ...
"Mit dem Werteverständnis der CDU sind Spiele, bei denen es darum geht, möglichst viel und möglichst grausam zu morden, nicht vereinbar. Spiele, die zu Gewalt, menschenverachtenden Handlungen und Brutalität anleiten, widersprechen eindeutig unserer christlichen Grundhaltung. Veranstaltun ...
er sagt doch nur wenn schon denn schon. ...
und das du Für PC-Spiele aber gegen Schützenvereine bist ist keine Doppelmoral? Solche Aussagen kotzen mich auch an. Hääää? Siehst Du schon Geisterbilder? Wo hab ich geschrieben das ich gegen Schützenvereine bin? Kann mich nicht dran erinnern und auch mein Lesevermögen gibt d ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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