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PKW von Nissan sehr gesprächig: Persönliche Daten gestreut

Logo von Nissan

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Der Nissan LEAF erwies sich bei Tests als sehr auskunftsfreudig. Das Elektroauto teilt automatisch neben anderen Informationen den Aufenthaltsort, die Reisegeschwindigkeit und den Zielort mit. Die persönlichen Daten gelangen unbemerkt an alle Webseiten, die sich im RSS-Reader des Autos befinden. Bislang gibt es keine Möglichkeit, die Übertragung zu unterbinden ohne manuell alle Feeds zu löschen.

Der LEAF wurde von Nissan im Jahr 2010 in Europa Japan und Nordamerika eingeführt. Der Hersteller beschreibt sein Elektroauto als praktisch und innovativ. Die Frage ist nur, wie weit derartige Innovationen gehen dürfen. Über eine Satellitenverbindung teilt das Fahrzeug stets in Echtzeit seinen Aufenthaltsort, den Ladezustand der Batterien, die bisherigen Fahrstrecken, den Stromverbrauch und seine Geschwindigkeit mit. Aufgrund der Daten werden den Benutzern mithilfe von Carwings diverse Serviceangebote gemacht. Die Autofahrer können auch per Smartphone auf die Software im PKW zugreifen.

Technikblogger Casey Halverson fand heraus, die Fahrzeuge teilen automatisch diese Daten auch allen Servern mit, die der Fahrer zuvor per RSS abonniert hat oder die vorinstalliert waren. Beim Zugriff auf den RSS-Feed werden die Daten automatisch mit übertragen. Betroffen davon sind auch Angaben über die Einstellungen der Klimaanlage und diverse Details des eigenen Navigationssystems. Halverson glaubt zwar, dass die Empfänger die Daten bislang nicht ausgewertet haben, das kann aber noch nachträglich geschehen. Anbieter wie CNN, Fox News oder diverse Wetterkanäle könnten möglicherweise ein Interesse an derartigen Informationen entwickeln. Der Blogger sieht keine Chance, die Mitteilungsfreudigkeit der Software eigenhändig zu unterbinden ohne alle Feeds löschen zu müssen. Die Übertragung an Drittanbieter erfolgt zudem lautlos und ohne jede Zustimmung der Autofahrer. Casey Halverson glaubt, die Datenübertragung erfolge ohne bösartigen Willen. Es bleibt aber zweifelhaft, ob jeder von sich preisgeben möchte, wo er sich derzeit aufhält und welche Strecken er zurückgelegt hat. Unter Anwendung der Informationen wäre eine Erstellung von Bewegungsprofilen kein Problem.

Zwar kann man nicht davon ausgehen, dass Nissan diese Fehlfunktion bei der Entwicklung ihres neuartigen Fahrzeuges mit eingeplant hat. Dennoch wäre es höchst fahrlässig, diesen Bug nicht schnellst möglichst wieder zu deaktivieren.

Video über die Mitteilungsfreudigkeit vom Nissan LEAF.

Text-Quellen: The Register

Lars Sobiraj am Dienstag, 14.06.2011 11:05 Uhr

tagsTags: nissan leaf casey halverson carwings

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2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • lilliefee0 am 14.06.2011 17:55:46

    dachte zuerst da steht PKW; hab mir eins gelacht weil ich mir das bildlich vorgestellt habe. dann steht da doch PWK. Artikel gelesen: ist tatsächlich PKW. vertipper im fredtitel? ;-) Jaja, Frauenauto, tratscht halt.... ...

  • Flying-Ghost am 14.06.2011 14:14:51

    Zitat: '...oder die vorinstalliert waren.' Was bitte...? Geht's noch? :m) :buh: :mad: :dozey: :unknown: :( Bug hin oder her - Unwissenheit schützt vor -***- nicht. ...

  • Ghandy am 14.06.2011 11:05:01

    Der Nissan LEAF erwies sich bei Tests als sehr auskunftsfreudig. Das Elektroauto teilt automatisch neben anderen Informationen den Aufenthaltsort, die Reisegeschwindigkeit und den Zielort mit. Die persönlichen Daten gelangen unbemerkt an alle Webseiten, die sich im RSS-Reader des Autos befinden. Bi ...

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