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Sonnensturm: Störungen bei Satellitennavigation und Stromnetz befürchtet

Die bei dem Sonnensturm am 7.6.2011 freigesetzte Partikel-Wolke bedeckte fast die halbe Oberfläche der Sonne

Die bei dem Sonnensturm am 7.6.2011 freigesetzte Partikel-Wolke bedeckte fast die halbe Oberfläche der Sonne

Die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA hat gestern den stärksten Sonnensturm seit 2006 registriert. Dieser Sonnensturm, bei dem sich eine riesige Partikelwolke bildete, könnte in den nächsten Stunden auch unsere technischen Anlagen im Orbit und auf der Erde beeinflussen.

Der US Wetterdienst NWS (National Weather Service) rechnet mit leichten bis mittleren geomagnetischen Stürmen im Laufe des Abends und der kommenden Tage. Der Koronale Massenauswurf beeinflusst auch die Magnetosphäre und Ionosphäre der Erde und kann zu folgenden Phänomenen führen:

  • Vermehrtes Auftreten von Polarlichtern 
  • Mögliche Beschädigung von Satelliten
  • Gestörte Übertragungen bei Satellitenkommunikation (u.a. GPS) durch eine erhöhte Elektronendichte in der Ionosphäre
  • Störungen in Strom und Kommunikationsnetzen durch Induktion.

Experten rechnen mit möglichen Problemen im Flug- und Schiffsverkehr durch einen eventuellen Ausfall der Satellitennavigation. Der bislang stärkste dokumentierte Sonnensturm im Jahre 1859 soll in den USA und Schweden sogar Brände durch in Telegraphenleitungen induzierte Ströme ausgelöst haben. 1989 führte ein besonders heftiger Magnetsturm in Québec (Kanada) zu einer Überlastung des Stromnetzes und in der Folge zu einem neun Stunden andauernden Stromausfall. Es gibt auch Berichte von Polarlichtern, die unter anderem in Rom beobachtet werden konnten. Im jahr 2003 konnten bei starken Magnetstürmen sogar in tropischen Regionen Polarlichter beobachtet werden. Ein Blick in den Himmel könnte sich also möglicherweise auch in Deutschland in den nächsten Nächten eventuell lohnen.

Die NASA beschrieb das Spektakel auf der Sonne als "optisch eindrucksvoll", geht aber trotz der extrem großen Eruption von "eher geringen" Auswirkungen auf der Erde aus, da die Eruption nicht direkt auf die Erde ausgerichtet gewesen sei. 

Weitergehende Erklärungen auf Englisch liefert unter anderem die NASA auf ihrer Homepage.  

Bild-Quellen: nasa

Text-Quellen: tagesschau nasa wissenschaft

Malte Kremer (g+) am Mittwoch, 08.06.2011 16:13 Uhr

Tags: gps nasa satellit gps-navigation

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11 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Thorzton am 10.06.2011 10:13:24

    Die letzte große Sonneneruption dieses Ausmaß war 1996, was das auf der Erde bewirkt hat wirst du in den Medien finden. Na dann, 1996 war ein heißer Sommer am Badesee mit Bier, das war herrliches Wetter.:T Die Serverprobleme liegen wahrscheinlich an dem Telekom Update, vor ein paar ...

  • bullyh am 09.06.2011 09:53:24

    Ich hatte vorhin das erste mal in meinem Leben einen Googleausfall. ;) http://s.gullipics.com/image/0/i/g/hq2x3b-jpzy3o-s1uh/img.jpeg ...

  • kigollogik am 09.06.2011 09:49:22

    Man wird eh nix merken ... Wie immer. fail.... Die letzte große Sonneneruption dieses Ausmaß war 1996, was das auf der Erde bewirkt hat wirst du in den Medien finden. Dafür das man ehh nichts merken wird, gab es heute nacht zineliche Probleme auf verdammt vi ...

  • bullyh am 09.06.2011 09:41:42

    Erst die Gurken, jetzt die Sonne. Alles Scheiße. :mad: ...

  • meister-floss am 09.06.2011 08:53:08

    Gestörte Übertragungen bei Satellitenkommunikation (u.a. GPS) durch eine erhöhte Elektronendichte in der Ionosphäre Jup! Das liegt nicht an den Navi´s und den Karten - Selbs ...

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