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200 demonstrierten für Bradley Mannings Rechte

Bradley Manning

Bradley Manning

Am vergangenen Samstag protestierten knapp 200 Menschen vor dem Militärgefängnis von Fort Leavenworth für die Freilassung des mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning. Manning ist seit Kurzem in Fort Leavenworth inhaftiert. An der Demonstration nahmen Menschen aus den verschiedensten Orten in den USA teil.

Zahlreiche Aktivisten von den verschiedensten Organisationen hielten Ansprachen, bevor sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte. Nach einem Marsch durch die Umgebung versammelten sich die Demonstanten vor dem Gefängnis und machten mit Transparenten und Sprechchören auf ihr Anliegen aufmerksam. Dieser Teil der Veranstaltung dauerte rund eine Stunde und rief die verschiedensten Reaktionen unter den Passanten hervor. Seit Mannings Verlegung nach Fort Leavenworth war dies nach mehreren kleineren Aktionen der erste größere, organisiertere Protest für die Rechte des mutmaßlichen Whistleblowers.

Obwohl Manning in Fort Leavenworth Berichten zufolge besser behandelt wird als zuvor in Quantico, sehen seine Unterstützer seine Bürgerrechte noch immer verletzt. Dazu erklärte Jim Davidson, einer der Demo-Organisatoren, die USA müssten sich an rechtsstaatliche Vorgaben halten und Manning einen ordentlichen Prozess machen. Bisher sei es mehrfach zu Vorverurteilungen gekommen. Ein anderer Aktivist, Brad Spangler, denkt, dass an Manning ein Exempel statuiert werden soll. Seine Behandlung sei "eine offensichtliche politische Verfolgung eines Whistleblowers".

Die Proteste der Manning-Unterstützer sorgten auch für eine Gegendemonstration. Eine kleinere Gruppe von Demonstranten, darunter Angehörige von Militärangehörigen, drückte aus, dass sie Mannings Inhaftierung als gerechtfertigt ansehen. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie "Verräter töten Soldaten". Die Gegendemonstranten erklärten, Mannings Unterstützer seien sich der Auswirkungen von Mannings angeblichen Taten für die Soldaten nicht bewusst. Die Demonstranten würden sich umsonst anstrengen, erklärte Melissa Smith, "Er kommt nicht heraus - er ist ein Verräter. Der Mann hat Tausende und Tausende und Tausende von Soldaten gefährdet". 

Text-Quellen: Leavenworth Times

Annika Kremer am Dienstag, 07.06.2011 13:20 Uhr

tagsTags: demo whistleblowing wikileaks manning bradley manning

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2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • marian1 am 07.06.2011 19:10:14

    200 Leute finde ich arg wenig. Wenn alleine jeder 10. von denen, die in 10 min mit dem Auto dort hinfahren könnten, käme, wären es mehr. Er kommt nicht heraus - er ist ein Verräter. Der Mann hat Tausende und Tausende und Tausende von Soldaten gefährdetDas erinnert mich irgendwie ...

  • Oliigel am 07.06.2011 16:08:06

    Jetzt mal eine doofe Frage... Warum nur 200 Demonstranten?! Wikileaks-Nachrichten gehen zwar um die Welt, aber trozdem schließen sich nur so wenige den "Aktiven" an. In Deutschland fand meines Wissens nach noch gar keine Demo statt, was ich nicht nachvollziehen kann. Da ich leider noch keine 18 ...

  • Annika_Kremer am 07.06.2011 13:20:20

    Am vergangenen Samstag protestierten knapp 200 Menschen vor dem Militärgefängnis von Fort Leavenworth für die Freilassung des mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning. Manning ist seit Kurzem in Fort Leavenworth inhaftiert. An der Demonstration nahmen Menschen aus den verschiedensten O ...

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