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GTX 590: Neue Revision wegen Hardwareproblemen?

GTX 590: hier die erste Revision - möglicherweise mit unzureichender Spannungsversorgung?

GTX 590: hier die erste Revision - möglicherweise mit unzureichender Spannungsversorgung?

Bereits wenige Tage nach den ersten Tests von nVidias Dual-GPU-Flagschiff tauchten im Netz Berichte von defekten Karten auf. Damals hieß es, alle Fehler treten nur bei Übertaktung und nur bei einer bestimmten fehlerhaften Treiberversion auf. Nun mehren sich aber scheinbar auch bei Serien-Karten mit anderen Treibern die Probleme.

Als die ersten GTX 590 Karten in Rauch aufgingen (gulli:news berichtete ) war der Schuldige schnell gefunden: es war ein Treiber, bei dem die Schutzmechanismen der Karte nicht richtig implementiert waren (namentlich 267.52). Somit wurde die Karte bei Überlastung nicht korrekt gedrosselt und ging kaputt. Das zumindest behauptete damals nVidia. Auch hieß es, die Karten würden bei normalem Betrieb nie Probleme machen und mit anderen Treibern auch beim Übertakten unproblematisch sein. Nun plant man aber scheinbar, ein komplett neues Board zu entwickeln, entweder da der Alltagsbetrieb der Karten scheinbar doch nicht so unproblematisch ist oder um den Übertaktern in der Community einen Gefallen zu tun. 

Die neue Version der GTX 590 soll das Problem direkt auf Hardwareebene beseitigen, sprich eine soldidere Spannungsversorgung mitbringen, um den hohen Belastungen der Boards mit gleich zwei GF110-Chips standhalten zu können. Kunden, die eine aktuelle GTX 590 besitzen, haben nun möglicherweise ein Problem. Verwendet man auf der Karte nicht den normalen Werkskühler, sondern bindet diese in einen Wasserkühlkreislauf ein, braucht man einen speziellen Kühlblock für die Grafikkarte. Dieser ist speziell auf das Platinendesign angepasst, um alle Komponenten zu kühlen, die dieses benötigen. Wen nun eine neue GTX 590 Referenzplatine auf den Markt kommt, weil die alte fehlerhaft war, passen diese Blocks höchstwahrscheinlich nicht mehr auf die neuen Karten, Was durchaus zu einigem Unmut in der Fangemeinde führen könnte, kosten Wasserkühlblöcke für so eine High-End Karte doch gerne einmal deutlich über 100 Euro. Je nach Hersteller ergibt sich zusätzlich das Problem, dass man bei Austausch des Kühlkörpers die Garantie sogar vollkommen verliert. Einige Firmen wie zum Beispiel evga werben jedoch mit einer "Modder-freundlichen" Garantie, die auch bei Montage einer Wasserkühlung erhalten bleibt. Zudem wäre bei einem eventuellen Serienfehler der Karten wohl zu prüfen, ob ein Umtausch nicht aufgrund dessen sowiso möglich ist.

Verfügbar ist die "neue" GTX 590 wahrscheinlich ab Juni. Erkennen kann man sie an der Bezeichnung "-502" in der Modellnummer auf der Platine. Wie viele der aktuellen GTX 590 Karten bisher kaputtgegangen sind, ist nicht bekannt, jedoch häufen sich in vielen Foren Berichte von Defekten der Karte. Besitzer einer GTX 590 sollten also vorsichtig mit ihrer Karte umgehen und hoffen, dass diese durchhält, zumindest bis die neue Version als Ersatzkarte verfügbar ist. Um negative Schlagzeilen zu vermeiden, wird nVidia wohl selbst bei einem möglichen Design-Fehler keinen Austausch der bisher verkauften GTX 590 Karten anbieten. Bleibt zu hoffen, dass die bisher verkauften Exemplare entweder innerhalb der Garantiezeit kaputtgehen oder so lange halten bis die Besitzer sowiso eine neue Karte einbauen möchten. Bei der anvisierten Kundschaft einer GTX 590 im "Enthusiasten"-Markt dürfte die übliche Verweildauer einer solchen Karte im System sowieso kaum über einem Jahr liegen.

Asus Ares: hier das alte Modell mit 2 HD 5870 Chips und 4GB Speicher

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Abseits von den Problemen mit nVidias Referenzplatine plant die Firma ASUS scheinbar, auf der Computex (vom 31.5. bis zum 4.6.) in Taipei seine Eigenentwicklung der GTX 590 vorzustellen. Die ASUS Ares GTX 590 setzt auf ein komplett eigenes Layout und einen von Asus eigens entwickelten Kühlkörper. Dieser besteht komplett aus Kupfer statt dem üblichen Aluminium, verfügt jedoch ähnlich wie nVidias Kühler über einen zentral zwischen den GPUs sitzenden Lüfter. Dieser bläst die Luft direkt über die Spannungsversorgung und zu den Seiten jeweils über die mit massiven Heatpipes ausgerüsteten Kühlblöcke der GPUs. Das besondere an der "Ares" ist ein komplett eigenes Platinendesign und die Taktrate der beiden GF110 Chips, die nicht wie normalerweise bei GTX 590 Karten mit 607 MHz arbeiten, sondern massiv höher getaktet sein werden. In aktuellen Gerüchten ist die Rede von bis zu 875 MHz Chiptakt. Mit diesen Werten dürfte auch AMDs HD 6990 im OC-Modus locker zu schlagen sein. Normale GTX 590 Karten scheitern spätestens mit Einsatz des von AMD unterstützen OC Bios an deren HD 6990 Karten. 

Bleibt zu hoffen, dass Asus bei der Erstellung des Platinendesigns der "Ares" etwas mehr Sorgfalt an den Tag gelegt hat, als nVidia das scheinbar bei der Konstruktion des GTX 590 Referenzdesigns tat. Schließlich wird die "Ares" nicht nur leistungstechnisch über einer normalen GTX 590 zu finden sein, sondern auch deutlich beim Preis. Der Vorgänger Asus Ares 2DIS, bestückt mit 2 AMD HD 5870 Chips und 4 GB Videospeicher, bringt es immernoch auf Marktpreise von stolzen 600 Euro - und das mit GPUs der letzten Generation. Eine einzelne HD 5870 Karte - allerdings mit 1GB Videospeicher - bekommt man zur Zeit schon ab 150 Euro im Handel. Für den Preis der Ares könnte man sich also gleich 4 dieser Karten kaufen. 

Bild-Quellen: nvidia asus

Text-Quellen: vr-zone ht4u

Malte Kremer (g+) am Montag, 16.05.2011 14:35 Uhr

Tags: asus amd nvidia grafikkarte treiber

vgwort
 
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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • user124 am 16.05.2011 16:49:54

    "optimaler" und "am optimalsten" schlicht falsch. das ist doch grad der witz jung ;) jedoch noch optimaler als die optimalste lösung ist wenn du proaktiv die optimalste lösung suchst... doch, ehrlich! OT: ich glaube solche irrsinnskarten sind für "enthusiasten", ...

  • Lil Ill am 16.05.2011 16:31:01

    Es scheint irgendwie bei NVidia momentan Gang und Gebe zu sein irgendwelchen Mist auf den Markt zu schmeissen, welchen sie davor wahrscheinlich nichtmal auf die Funktionsfähigkeit getestet haben. Ich hatte bzw. habe teilweise noch Probleme mit meiner Gainward GTX 460 GLH Grafikkarte indem manche Spi ...

  • Rammsteiner am 16.05.2011 16:26:28

    Hab mir vor 3 Wochen ne GTX 560Ti für 150€ gekauft. Die schafft die neuesten Titel auch auf höchsten Einstellungen. Um Längen billiger als 580/590 und kann trotzdem auf gleicher Quali spielen. :) ...

  • widarr am 16.05.2011 16:09:11

    Mir geht dieser "Enthusiasten- jedes-jahr-ne-neue-karte" Mist schon derartig auf den Zeiger. Bitte welche spiele brauchen diese Leistung? Und zahlt es sich überhaupt aus? Vom Gameplay her werden die eh nie besser. Ich hätte gerne lieber mal eine Karte, die mehr aushält und robuster gebaut ist. Diese ...

  • Warlord85 am 16.05.2011 15:38:15

    "solide, soliderer, am solidesten" - am optimalsten... Wenn du schon so schön am Steigern von Adjektiven bist solltest du bedenken, dass es von "optimal" lediglich umgangssprachlich noch Steigerungen gibt (Komparativ: optimaler; Superlativ: am optimalsten). Im norma ...

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