Screenshot von Geotime
Die Wunderwaffe nennt sich Geotime und wurde bisher vom US-amerikanischen Militär eingesetzt. Das britische Verteidigungsministerium und Scotland Yard begutachten jetzt die Software, die ihre Arbeit stark erleichtern könnte. Das Programm erstellt eine dreidimensionale Grafik aller Bewegungen eines Verdächtigen. Zudem werden auch alle Festnetz- und Mobilfunkgeräte, soziale Netzwerke, Finanzportale, Satelliten und Internet-Provider in Anspruch genommen um darzustellen, wer was wann wo getan hat. In den USA wird Geotime dafür benutzt um bisher unbekannte Verbindungen zwischen einzelnen Personen festzustellen. Das Programm soll sogar dazu in der Lage sein, private Chats auszuwerten um herauszufinden, wie die Beteiligten zueinander stehen. Die Grafik verändert sich in Echtheit. Jede noch so kleine Veränderung der Position und jede Aktivität wird sofort grafisch dargestellt. Die amerikanische Polizei besitzt die Software zwar auch, sie streitet jede Benutzung aber bisher ab. Bisher hätte man sie nur testweise eingesetzt, um Telefonüberwachungen und Bewegungsprofile zu erstellen. In Großbritannien möchte man damit Terrorverdächtige und solche Personen überführen, die sich an organisierter Kriminalität beteiligen.
Britische Rechtsanwälte und zahlreiche Bürgerrechtsorganisationen kritisieren den möglichen Einsatz in Großbritannien. Sie befürchten, dass man damit auch regierungskritische Personen überwachen könne. Zahlreiche Informationen aus diversen Quellen würden zusammengeführt, um eine Person in allen Details zu durchleuchten. Es könne nicht angehen, dass die Regierung das eigene Volk überwacht, so ein Sprecher. Für die erhebliche Datensammlung müsse es konkrete Hinweise auf eine Straftat geben. Diese Daten anzuhäufen, nur weil man sie später eventuell verwenden könnte, wäre als Begründung nicht ausreichend.
Strittig wäre vor allem, unter welchen Bedingungen und für wie lange die Informationen aufbewahrt werden dürfen. Viviane Reding von der Europäischen Kommission hatte noch im März zum Ausdruck gebracht, dass jeder Bürger darüber informiert werden muss, welche Daten von ihm gespeichert werden und warum. Würde man Verdächtige aber tatsächlich darüber in Kenntnis setzen, würden sie selbstverständlich ihr Verhalten ändern. Diesbezüglich ist es in der Vergangenheit zu diversen Gerichtsverfahren gekommen, weil die Polizei anlasslos Daten über Personen sammelte, so auch über ihre politische Aktivitäten.
Die Befürworter sprechen sich für den Einsatz aus, weil man sich so einen Vorteil gegenüber den Kriminellen und Terroristen verschafft. Da draußen gäbe es gefährliche Menschen. Man müsse etwas tun, um ihrer Gefährdung entgegen zu wirken. Angaben über den Preis wurden keine gemacht. Das Verteidigungsministerium prüft Geotime derzeit dahingehend, wie man es künftig einsetzen könnte. Noch hätte man es nicht für eigene Ermittlungen angewendet. Wenn die Software mit Erfolg eingesetzt wird, werden sich sicher bald auch andere Regierungen innerhalb und außerhalb Europas dafür interessieren.
Bild-Quellen: oculusinfo.com
Text-Quellen: Belfast Telegraph The Guardian
Lars Sobiraj (g+) am Donnerstag, 12.05.2011 12:50 Uhr
Überwachungsdreckschweine, wie erwartet... immerhin ist das Konstrukt "der faschistische Staat" im 21 Jahrhundert sowas wie eine Tautologie :dozey: (wobei Staat = Regierung + Exekutive) ...
Ja klar, gibts sogar bei Saturn zu kaufen ... ...
Ist zwar ein bischen länger schon her,aber kann man das Programm irgendwo downloaden?.Oder irgendein Polizeiprogramm?. ...
Ein anscheinend sehr effektives Stück Software, wenn man sich so die Demo-Clips auf der Hersteller-Website ansieht und die Texte durchliest. Man könnte es auch eklig nennen. ...
Jeder bekommt noch ein Chip implantiert. Dann ist die Total-Überwachung perfekt. Selbst ohne Chip im A**llulus ... sind wir doch schon fast so weit, nicht? ... ich hatte [URL="http://board.gulli.com/thread/1654151-usa-google-news-zeigt-besitzern-von-smartphon ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.