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Arbeitslosigkeit durch bessere Suchmaschinen?

Google führt das Suchmaschinenfeld nach wie vor an

Google führt das Suchmaschinenfeld nach wie vor an

Google hat kürzlich all diejenigen Webseiten beim Ranking abgestuft, die bei sich wenig sinnvolle Texte anbieten. Immer bessere Suchmaschinen-Algorithmen zerstören Arbeitsplätze? Stimmt das wirklich? Zumindest behauptet das der Geschäftsführer eines US-amerikanischen Unternehmens, dem Googles Panda-Projekt wenig zusagt.

Google verbesserte seine Suchalgorithmen kürzlich im Panda-Projekt, um "Webseiten mit niedriger Qualität" mit entsprechenden Such-Rankings zu versehen. Im Klartext: Content-Farmen, die wirre oder langweilige Texte voller Schlüsselworte ausspucken, um mit möglichst billig produzieren Inhalten möglichst viel Werbeeinnahmen zu erzielen, sollten aufs Abstellgleis geschoben werden. Der Plan hatte wohl Erfolg, nach ersten Schätzungen waren rund 12 % aller US-amerikanischen Webseiten von der Rache des Panda betroffen.

Nun meldete sich außerdem ein Vertreter der kalifornischen neuen Ökonomie zu Wort, der auf mögliche negative Folgen der Google-Aktion verwies. Matt Barrie, CEO  der Online-Jobbörse Freelancer.com, ging so weit, dass er die aktuellen schlechten Arbeitsmarktdaten in seinem Heimatstaat am Pazifik mit Googles Suchranking-Bereinigung begründete. Dadurch, so spekulierte der Jobvermittler, würden zahlreiche Arbeitsplätze bei erwähnten Content-Farmen wegfallen, die zuvor noch Einkünfte für eine beachtliche Zahl von Textarbeitern garantiert hätten.

Diese Logik erschliesst sich womöglich noch auf den ersten Blick, zerfällt aber beim zweiten Hinsehen. Tatsächlich waren es die Billigtexte der Content-Farmen, die produzierende Verlage zur Seite und aus den Suchtrefferlisten gedrängt und gutbezahlte Journalistenjobs durch prekäre, also unsichere Textlieferantenverträge ersetzten. Die Unlogik Barries begegnet uns auch hierzulande, wenn Handwerks- und Gewerbebranchen der unschlagbaren Konkurrenz durch staatlich finanzierte Ein-Euro-Fünfzig-Jobber begegnen. Insofern dürften Googles Qualitätssicherungsmassnahmen der Wirtschaft durch aus bereits kurzfristig positive und nicht etwa negative Impulse geben.

Bild-Quellen: Google

Text-Quellen: Information Week

Fritz Effenberger am Dienstag, 10.05.2011 19:56 Uhr

Tags: google content services algorithmus

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16 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Kn0p3XX am 04.06.2011 12:22:53

    Ging es bei Google nicht einzig darum Inhalte im Internet besser zu finden? Ich finde, Google driftet immer mehr vom eigentlichen Sinn ab, das ist doch für mich gesehen totaler Schwachsinn, soll aber nicht heißen, dass ich auch für Contentfarmen bin. Zwar nutze ich einige Programme von Google, aber ...

  • Farzi am 12.05.2011 03:26:22

    Sich auf der Suche nach einer verwertbaren Meinung erstmal an dutzende Shoppingseiten vorbeikämpfen zu müssen, nervt einfach. Das ist aber nicht alles. Es nervt nicht nur, es vermießt einem auch die Lust am Einkaufen. Es ist, als würde man sich in Ruhe im großen L ...

  • Shodan_v2-3 am 11.05.2011 17:18:17

    bekomme ich wechselnde Angebote in den Rankings, die eines sicher leisten: Eine Adsense-Anzeige, die bietet was ich suche. Krass, deine Argumentation funktioniert erstaunlich gut, allerdings nur für Dinge, die auch durch Werbung promoted werden, also idR. für Produkt ...

  • Metal_Warrior am 11.05.2011 13:11:39

    Aber die SEOs sind das Böse und man sollte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Dem ist nichts hinzuzufügen... :T ...

  • Farzi am 11.05.2011 07:09:34

    Für mich als Nutzer der Suchmaschine (nein nicht direkt, ich verwende einen "Reseller") gilt: SEO ist das Übel des modernen Internets. Suchmaschinen werden durch SEO nahezu unbenutzbar, weil man nur noch Seiten findet, die man gar nicht gesucht hat. Ich suche im Netz eher selten nach konkreten Mögli ...

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