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Forscher umgehen Chrome-Sicherheitsmechanismen (Update)

Google Chrome (Logo)

Google Chrome (Logo)

Sicherheitsforschern des französischen Unternehmens "Vupen Security" ist es nach eigenen Angaben gelungen, die Sicherheitsmechanismen von Googles Webbrowser Chrome erfolgreich zu überwinden. So gelinge es zuverlässig, Schadcode auf dem System des Opfers auszuführen, berichten die Experten. Für den vorgestellten Angriff werden zwei verschiedene Exploits verwendet.

Chrome gilt als Webbrowser mit einem besonders ausgeklügelten Sicherheitskonzept. Zahlreiche Schutzmechanismen, darunter Data Execution Prevention (DEP), Address Space Layout Randomization (ASLR) und ein spezielles Sandboxing-Konzept, sollen Chrome vor Angriffen schützen. Bei Hackerwettbewerben wie dem Pwn2Own Contest machte Chrome daher bislang stets eine gute Figur.

Nun gelang es Vupen jedoch offenbar, sämtliche Sicherheitsmechanismen zu umgehen und Chrome-Nutzern Schadcode auf den Rechner zu spielen. "We are (un)happy to announce that we have officially Pwnd Google Chrome and its sandbox," teilen die Sicherheitsforscher in ihrem offiziellen Blog mit. Man erklärt, der vorgestellte Angriff - auf den man offensichtlich sehr stolz ist - überwinde sämtliche Chrome-Sicherheitsfeatures, laufe vom Benutzer unbemerkt - also ohne Abstürze oder Fehlermeldungen - ab und funktioniere mit Hilfe von Zero-Day-Schwachstellen, die Vupen entdeckt habe. Der Angriff funktioniere auf 32-Bit- ebenso wie auf 64-Bit-Windows-Systemen, teilt man mit.

In einem Video demonstrieren die Sicherheitsforscher, wie sie einen Chrome-Nutzer auf eine manipulierte Website locken, die verschiedene Exploits nachlädt und letztendlich als Proof-of-Concept-Malware einen Taschenrechner herunterlädt. Dieser wird daraufhin außerhalb der Chrome-Sandbox gestartet. 

Vupen teilt mit: "Dieser Code und die technischen Details der zugrunde liegenden Schwachstellen werden nicht öffentlich bekanntgegeben. Sie werden exklusiv an unsere Regierungs-Kunden als Teil unserer Sicherheitsforschungs-Tätigkeit weitergegeben." Es bleibt zu hoffen, dass auch Google als Entwickler über die Schwachstellen informiert wird - dies wird nicht explizit mitgeteilt - und diese beheben kann. 

Update:

Gulli:News liegen mittlerweile nähere Informationen zur Disclosure-Politik von Vupen vor.  Auf eine Anfrage per E-Mail teilte der CEO und Leiter der Forschungsabteilung von Vupen, Chaouki Bekrar, mit, Vupen teile seine Erkenntnisse "nur mit seinen eigenen Kunden, um ihnen zu helfen, Risiken zu bewerten und sich vor Zero-Day-Angriffen zu schützen". Man habe die technischen Details des Angriffs nicht an Google geschickt und Google hätte diese auch nicht nachgefragt.

Annika Kremer (g+) am Dienstag, 10.05.2011 17:23 Uhr

Tags: google controller exploit google chrome browser

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41 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Annika_Kremer am 16.05.2011 14:52:57

    Danke. Hast du einen Link dazu? ...

  • TRON2 am 14.05.2011 17:57:48

    Google hat sich nun zu dem Thema geäußert. Vupen hat gelogen und ein Flash-Plugin benutzt. Es gibt also keine Sicherheitsanfälligkeit. ...

  • Farzi am 14.05.2011 06:29:29

    Das gibt es nicht!! Da ist also ein ungepatchter Exploit vorhanden und man ist nicht der Meinung, Google das mitteilen zu müssen? Was für Popelfresser sind denn das?:rolleyes: Das sind "Blackhats" - Leute, die Hacken, um Geld zu verdienen und dabei auf Ethik pf ...

  • sheepking am 13.05.2011 15:21:01

    Das ist die gängige Praxis von kriminellen Hackern und nicht die eines "Sicherheitsunternehmens". Und wo genau ist der Unterschied? ...

  • A-P am 13.05.2011 00:44:13

    Kommt drauf an wer die Kunden sind und wie viel die Zahlen;) Wenn Google 20.000$ gibt, die Kunden aber 100.000$, dann braucht man nicht lange überlegen, wer die Infos kriegt. Das ist die gängige Praxis von kriminellen Hackern und nicht die eines "Sicherheitsunternehmens" ...

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