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Österreich plant angeblich "Cyber Defense"-Einheit

Österreich (Flagge)

Österreich (Flagge)

Angeblich plant Österreich die Einrichtung einer Cyber-Verteidigungs-Einheit. Das berichtet das IT-Newsportal Golem unter Berufung auf die Online-Ausgabe der österreichischen Zeitschrift "News". Dieser liegen eigenen Angaben zufolge entsprechende Geheimpapiere vor. Die neue "Cyber Defense"-Einheit soll sich aus Mitarbeitern von Bundesheer und Geheimdiensten rekrutieren.

Viele Länder planen momentan den Aufbau von "Cyberkriegs"-Einheiten oder sind bereits dabei, diese zu realisieren. Dies gilt auch für viele europäische Staaten sowie die EU selbst. Nun setzt offenbar auch Österreich verstärkt auf eine militärische Präsenz im Cyberspace.

Den Berichten zufolge soll die "militärische Spezialtruppe für IT-Sicherheit" insgesamt rund 1600 Mitarbeiter umfassen. An der Einheit beteiligt sein sollen der militärischen Inlandsgeheimdienst Abwehramt, der Auslandsnachrichtendienst Heeresnachrichtenamt, das Führungsunterstützungszentrum und das Führungsunterstützungsbataillon.

Den Geheimdokumenten zufolge fürchtet die österreichische Regierung zum momentanen Zeitpunkt keine konventionellen Angriffe. Möglichen Cyber-Angriffen auf kritische Infrastrukturen wird dagegen große Bedeutung beigemessen. Daher will man seine Verteidigungs-Ressourcen nun teilweise in den Cyberspace verlagern. In dem Papier heißt es: "Konventionelle Angriffe gegen Österreich sind auf absehbare Zeit unwahrscheinlich geworden. Umso mehr sind Österreich und die EU von neuen Herausforderungen, Risiken und Bedrohungen betroffen."

Offenbar soll "Cyber Defense" nicht nur gegen staatliche Angreifer, sondern ebenso auch gegen private "Hacktivisten" oder gewöhnliche Online-Kriminelle vorgehen. Auf Seite 8 der Sicherheitsstrategie heißt es: "Cyberkriminalität, Cyber-Angriffe oder der Missbrauch des Internets für extremistische Zwecke oder Netzwerksicherheit stellen besondere neue Herausforderungen für alle betroffenen Akteure dar und erfordern ein breites Zusammenwirken im Rahmen eines Gesamtkonzeptes." Diese Ausrichtung könnte Kritiker auf den Plan rufen, die eine zu starke staatliche Kontrolle im Internet befürchten. Ohne allerdings die Gesamtheit der Geheimdokumente einsehen zu können, lassen sich die tatsächlichen Möglichkeiten, Ziele und Risiken von "Cyber Defense" nur schwer abschätzen. 

Text-Quellen: Golem

Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 05.05.2011 23:09 Uhr

Tags: cyberwar geheimdienst Österreich cyberwarfare

 
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1 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • -Baxter- am 06.05.2011 00:02:46

    Wirklich JEDEN Tag 'ne neue Idee, wie man die Bürgerechte einschränken kann... Ich hab' meinen Magen bereits von "Einzel-Kotzen auf "Dauer-Kotzen" umgestellt Die neue "Cyber Defense"-Einheit soll sich aus Mitarbeitern von Bundesh ...

  • Annika_Kremer am 05.05.2011 23:09:45

    Angeblich plant Österreich die Einrichtung einer Cyber-Verteidigungs-Einheit. Das berichtet das IT-Newsportal Golem unter Berufung auf die Online-Ausgabe der österreichischen Zeitschrift "News". Dieser liegen eigenen Angaben zufolge entsprechende Geheimpapiere vor. Die neue "Cyber Defense"-Einheit s ...

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