Internetzensur
Still und leise wurde dieses Gesetz verabschiedet, was die Brisanz noch weiter verschärft. Jeglicher Inhalt, der in irgendeiner Weise schädlich, abschätzend, belästigend, blasphemisch, verleumderisch, unanständig, hasserfüllt, rassistisch, pornographisch, verleumderisch ist oder die Privatsphäre eines Dritten verletzt, darf somit auf Anfrage gelöscht werden. Darüber hinaus dürfen keine illegalen Spielangebote gemacht, Urheberrechte gebrochen, Patente verletzt oder die Sicherheit Indiens gefährdet werden. Die Liste der möglichen Vergehen ist endlos lang und wenig genau definiert, was zur Folge hat, dass man so gut wie alle Inhalte im Web zur Anzeige bringen kann. Möglich ist aber nicht nur die Löschung, auch strafrechtliche Konsequenzen werden eingeräumt.
Jegliche Kritik von Bloggern, satirischen Seiten oder Journalisten kann folglich auf Anfrage aus dem Internet gefegt werden. Auch politische Aktivisten oder Anhänger einer sexuellen, politischen oder ethnischen Minderheit dürften es in Indien künftig schwer haben. Bei einer so schwammigen und allumfassenden Definition von strittigen Aussagen kann, genügend Geld vorhanden, so gut wie alles im Web infrage gestellt werden. Inhaber von Internetcafés oder die Internetanbieter selbst sind künftig direkt für das Vergehen ihrer Kunden mitverantwortlich. Wenn erste Geldbußen oder andere strafrechtliche Maßnahmen verhängt werden, dürfte dies das Aus für viele kleinere Betreiber darstellen.
Kritiker glauben, die Regierung will mit diesem Gesetz die Kontrolle über das Internet zurück erhalten. Ob in einem Staat, der sich als Demokratie definiert, Raum für derart umfangreiche Zensurmöglichkeiten vorhanden sein sollte, bleibt natürlich dahingestellt. Durch die Einschränkung der freien Meinungsäußerung wird in Indien neben den begrenzten Menschenrechten auch der technologische Fortschritt gehemmt.
Text-Quellen: ReadWriteWeb
Lars Sobiraj (g+) am Freitag, 29.04.2011 13:03 Uhr
@MystiqueMax ... "Wo man lacht da lass dich nieder, Böse Menschen lachen immer wieder!" :D Quelle: James Bond in "Live and let Die!" ...
Ihr habt wohl alle noch nicht erkannt, dass sich unter dem Bart des großen Bruders ein Lächeln verbirgt. ...
Google.de ist heute schon von der BRD zensiert. Anbieter von indizierter Musik in Tauschbörsen werden verfolgt. ... Eine Internetzensur findet in Deutschland ebenfalls schon statt. Es ist kein Wunder, dass alle systemkritischen Portale im Ausland gehostet sind... ...
"schädlich, abschätzend, belästigend, blasphemisch, verleumderisch, unanständig, hasserfüllt, rassistisch, pornographisch, verleumderisch ist oder die Privatsphäre eines Dritten verletzt," Das heißt alle Sache dürfen gelöscht werden! Fragt sich nur wer das Kontrolliert? ...
Fehlerteufel: "Jeglicher Inhalt, der in irgendeiner Weise schädlich, abschätzend, belästigend, blasphemisch, verleumderisch, unanständig, hasserfüllt, rassistisch, pornographisch, verleumderisch ist (...)" ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.