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Guantanamo-Leak: Stellungnahme der US-Regierung

WikiLeaks (Logo)

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Die New York Times veröffentlichte mittlerweile die Stellungnahme der US-Regierung zur Veröffentlichung von über 700 Geheimdokumenten über das US-Gefangenenlager Guantanamo Bay im Original-Wortlaut. Darin heißt es, der Leak sei "unglücklich". Die darin enthaltenen Informationen seien veraltet.

Unterzeichnet ist die Stellungnahme von Pentagon-Pressesprecher Geoff Morrell sowie von Botschafter Dan Fried. Fried ist "Sondergesandter für die Schließung der Gefangenen-Einrichtung Guantanamo Bay". In der Stellungnahme schreiben die beiden, die Entscheidung der beteiligten Medien-Organisationen, die Geheimdokumente zu veröffentlichen, sei "unglücklich". "Diese Dokumente enthalten geheime Informationen über heutige und frühere GTMO-Gefangene ["GTMO" ist die militärische Abkürzung für Guantanamo, d. Red.] und wir verurteilen das Leaken dieser sensiblen Informationen scharf."

Gleichzeitig betonen die Regierungssprecher, die geleakten Informationen seien veraltet. Die geleakten Gefangenen-Akten seien zwischen 2002 und Anfang 2009 auf Basis der damals verfügbaren Informationen geschrieben worden und entsprächen nicht dem heutigen Kenntnisstand, so Morrell und Fried. Ab 2009 hätte die "Guantanamo Review Task Force" die Gefangenen neu eingestuft. Dabei sei man teilweise zu den gleichen Schlüssen gekommen wie zuvor, teilweise habe man jedoch abweichende Schlüsse gezogen. Die neuen Einstufungen seien bei dem Leak nicht kompromittiert worden. Ein geleaktes - wie man betont "illegal erlangtes" - Dokument könne daher dem aktuellen Stand des Wissens entsprechen - oder auch nicht.

Die Sprecher betonen, sowohl die aktuelle als auch die Vorgänger-Regierung hätten bei der Verlegung von Guantanamo-Gefangenen "äußerste Sorgfalt" walten lassen. Beide Regierungen "haben den Schutz amerikanischer Bürger zur höchsten Priorität gemacht". Man sei besorgt, dass die Veröffentlichung der Dokumente diese Bemühungen gefährden könnte. Trotzdem werde man sich weiterhin, in Zusammenarbeit mit anderen Staaten, sowohl um die Sicherheit der amerikanischen Bürger als auch um eine letztendliche Schließung von Guantanamo bemühen. 

Annika Kremer (g+) am Montag, 25.04.2011 18:25 Uhr

Tags: whistleblowing guantanamo pentagon guantanamo bay wikileaks guantanamo dossiers geoff morrell

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41 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MrDraco am 26.04.2011 18:22:02

    Warum rafft man nicht, dass dieses Lager absolut notwendig ist? Islamisten haben unsere Moral nicht, sie sind damit einfach nicht zu beeindrucken. Man muss sie erst brechen. Wie zuverlässig die Information dann am Ende ist, das ist eine andere Sache, aber wenn man dami ...

  • NC-17 am 26.04.2011 13:52:49

    Wieso merkt keiner, auch aufgrund der etlichen Hinweise und Beweise, dass die wirklichen Terroristen die guten Herrn und Frauen in der amerikanischen Regierung sind?! ...

  • simpliziss am 26.04.2011 13:51:42

    Trotzdem kann man mit "schlecht" nicht etwas noch "schlechteres" legitimieren. Demokratie ist ständig bedroht, wie ein Blick nach Ungarn zeigt. Darum muß sie auch täglich verteidigt werden; und dazu gehört die Verurteilung von Guantanamo-Methoden. ...

  • Mr_J am 26.04.2011 13:42:30

    Zum Glück haben wir den Vorteil, in einem geordneten Rechtsstaat zu leben, welcher so etwas nicht zulässt. Man kann von anderen nicht die höchsten moralischen Werte verlangen wenn man sie selbst nicht einhält. Wo das hinführt kann man bei Guantanamo ja sehr gut sehen.[/QUOT ...

  • Annika_Kremer am 26.04.2011 12:52:05

    Unterlasst bitte derartig beleidigende Ausdrücke. Das muss wirklich nicht sein. ...

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