In einem Tweet aus den frühen Morgenstunden des heutigen Montags behauptet ein WikiLeaks-Mitarbeiter - dem Stil nach wahrscheinlich Gründer Julian Assange - eine Gruppe ehemaliger Mitstreiter hätte einen "Spoiler" des geplanten Guantanamo-Leaks geplant (gulli:newspresso berichtete). In dem Tweet beschuldigt Assange den ehemaligen WikiLeaks-Mitarbeiter und späteren Gründer der Whistleblowing-Plattform OpenLeaks, Daniel Domscheit-Berg, sowie zwei Ex-Medienpartner von WikiLeaks, die "New York Times" und den "Guardian". Die beiden Zeitungen waren als Medienpartner an den letzten drei großen WikiLeaks-Veröffentlichungen beteiligt. In beiden Fällen kam es aber zu Streitigkeiten über die Nutzung der Dokumente und angeblich verleumderische Äußerungen über Assange. Daher wurden die Publikationen für den neuesten Leak in ihren jeweiligen Ländern durch andere Zeitungen - die "Washington Post" und den "Telegraph" - ersetzt.
Assange behauptet, die beiden Zeitungen hätten, in Kooperation mit Domscheit-Berg, geplant, den Leak vor WikiLeaks zu veröffentlichen. Man habe aber "Intel" (normalerweise sind damit Geheimdienst-Informationen gemeint, Assange will wohl andeuten, dass er einen Informanten in diesem Kreis hat) über die Pläne gehabt. Durch eine Aufhebung der eigentlich noch geltenden Sperrfrist für die offiziellen Medienpartner sei man der Gruppe zuvorgekommen.
Wieviel aber ist dran an diesen Anschuldigungen? Ein Eintrag von Guardian-Chefredakteur David Leigh im offizillen Blog der Zeitung scheint zumindest einen Teil der Vorwürfe zu bestätigen. Leigh schreibt: "Die Guantanamo-Akten gehören zu Hunderttausenden Dokumenten, die US-Soldat Bradley Manning angeblich vor über einem Jahr an [WikiLeaks] weitergegeben haben soll. Die New York Times kam in ihren Besitz und gab sie an den Guardian weiter, der heute, nach Entfernung von Informationen, die Informanten preisgeben könnten, Auszüge veröffentlicht. Die New York Times sagt, die Dateien wurden an sie nicht durch WikiLeaks, sondern durch 'eine andere Quelle unter der Bedingung der Anonymität' weitergegeben."
Diese Äußerungen Leighs bestätigen also immerhin, dass die New York Times und der Guardian tatsächlich Zugriff auf die Dokumente haben und diese journalistisch aufbereiten. Ob allerdings tatsächlich geplant war, WikiLeaks bei der Veröffentlichung zuvorzukommen, bleibt fraglich. Auch über eine mögliche Beteiligung Domscheit-Bergs sagt der Blogeintrag nichts aus. Rein theoretisch wäre es möglich, dass Domscheit-Berg vor seinem Abgang bei WikiLeaks in den Besitz der fraglichen Dokumente gelangte und sich später entschied, diese weiterzugeben. Es gibt aber auch andere mögliche Quellen. So gab die freie Journalistin Heather Brooke schon einmal WikiLeaks-Materialien - in diesem Fall Cablegate-Dokumente - unautorisiert an den Guardian weiter. Auch könnte einer der autorisierten Medienpartner die Dokumente weitergegeben haben. Ebenso denkbar wäre eine Quelle unter den WikiLeaks-Mitarbeitern selbst. Es ist bekannt, dass das Verhältnis zwischen Assange und Domscheit-Berg äußerst angespannt ist - womöglich ist hier das Motiv für die Behauptungen im WikiLeaks-Twitterfeed zu suchen.
Annika Kremer (g+) am Montag, 25.04.2011 17:29 Uhr
wie kann man der u.s regierung überhaupt noch vertrauen schenken?die welt is wohl wiklich nur ein Zirkus einfach : die leute sind schlichtweg unterbelichtet. die aufmerksamkeit reicht kaum noch bis zur schlagzeile von gestern. in deutschland ist das aber auch ...
finde es schade das die meisten leute kein interesse an diesem ganzen thema haben...immerhin hat es ein hohes revolutionspotenzial...wie kann man der u.s regierung überhaupt noch vertrauen schenken?die welt is wohl wiklich nur ein Zirkus Dem wird schon Gehö ...
finde es schade das die meisten leute kein interesse an diesem ganzen thema haben...immerhin hat es ein hohes revolutionspotenzial...wie kann man der u.s regierung überhaupt noch vertrauen schenken?die welt is wohl wiklich nur ein Zirkus! ...
Kindergarten. Steht was Brisantes in den Dokumenten? Wie mans nimmt. Nichts Neues auf jeden Fall. Festnahme und jahrelange Folter von Unschuldigen, das Übliche in US Gefängnissen. ...
Kindergarten. Steht was Brisantes in den Dokumenten? ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.