USA (Flagge)
Obama hatte sich im Fall Mannings stets zurückgehalten. In der Öffentlichkeit erklärte er lediglich, das Pentagon habe ihm versichert, Manning werde rechtmäßig behandelt. Trotzdem - oder gerade deswegen - machen ihn viele von Mannings Unterstützern mit für die Misshandlungen des Untersuchungshäftlings verantwortlich. So offenbar auch die zehn Aktivisten, die nun Obamas Wahlkampf-Veranstaltung störten.
Obama sprach vor rund 200 Menschen, von denen einige über 30.000 US-Dollar bezahlt hatten, um dieser Veranstaltung beizuwohnen, als eine Frau aufstand und erklärte, sie und ihre neun Mitstreiter hätten ein Lied für Obama geschrieben. Trotz der Proteste des US-Präsidenten begannen sie ihre Darbietung. In dem Lied wurde die Freilassung Mannings gefordert. Sie verteilten außerdem Plakate mit der Aufschrift "Free Bradley Manning". Einige trugen T-Shirts mit Mannings Bild unter ihrer sonstigen Kleidung und enthüllten diese während des Singens.
Obama wirkte mit der Situation leicht überfordert, versuchte aber, Souveränität zu zeigen, indem er die Aktion scherzhaft als "Beispiel für Kreativität" bezeichnete. Der US-Präsident setzte danach seinen Vortrag fort. Ob die Aktivisten Konsequenzen für ihr Handeln befürchten müssen, ist bislang nicht bekannt.
Update 1 (22.04., 11:54 Uhr):
Einem Bericht der BBC zufolge wurde die Wortführerin der Gruppe nach der Darbietung von Sicherheitspersonal aus dem Raum eskortiert. Zwei andere Personen, wahrscheinlich ebenfalls Aktivisten, verließen die Veranstaltung freiwillig. Nach wie vor ist nicht bekannt, ob es rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten geben wird.
Update 2 (22.04., 15:51 Uhr):
Mittlerweile ist ein Amateurvideo des Vorfalls im Internet verfügbar.
Text-Quellen: Reuters
Annika Kremer (g+) am Freitag, 22.04.2011 15:52 Uhr
Die Kriege dort hat aber wirklich Bush angefangen ;) Weiß ich doch ;) Aber rumbomben tut der Herr Obama immer noch, speziell in Pakistan. Das ging sogar den werten Herren dort zu weit und deswegen haben sie "scharf protestiert". ...
Ich hoffe das war satire. :confused: Selbstverständlich war es das :T (Aber wie Less Lethal schon sagte eher Zynismus) Nur leider vergisst Du dabei den Irak, Afghanistan, Pakistan. Die Kriege dort hat aber wirklich Bush angefangen ...
Rechtliche Konsequenzen? Wenn Obama auch nur etwas Arsch in der Hose hat, sorgt er dafür, dass die Aktion kein Nachspiel haben wird. Das war ein friedlicher, humorvoller und kurzer Protest. Ich finde als Staatsoberhaupt muss man so etwas abkönnen und sein Auftritt wurde ja auch nicht wirklich gestör ...
Das war sicher nicht bierernst gemeint, ist aber wohl eher schon Zynismus statt Satire; trotzdem mal 'ne Antwort darauf: Eine Marionette macht immer das, was die Strippenzieher hinter der Bühne vorgeben. Im Moment kann man ja auch keine weitere Invasion gebrauchen, schließlich ist das Geld der Amis ...
Nun, in seiner gesammten Amtszeit hat Obama noch kein einziges Land überfallen und nur eines bombardiert (Libyen) - für einen US-Präsidenten ist das wirklich eine ausserordentliche Leistung die den Friedensnobelpreis locker rechtfertigt. Ich hoffe das war satire. :c ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.