
Sony-Logo
Ein deutscher Kunde des Unternehmens Sony hat bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen den Milliarden-Konzern eingereicht. In einem siebenseitigen Text zählt der Playstation-Besitzer auf, inwiefern Sonys Geschäftspraktiken gegen geltendes EU-Recht verstoßen.
Hierbei spricht er unter anderem zahlreiche Verstöße gegen den Datenschutz an. So verlange das PlayStation Netzwerk bei der Registrierung allerhand personenbezogene Daten wie, Vor- und Zuname, Adresse und Geburtsdatum. Die Informationen würden in der gleichen Netzwerk-Session an den Konzern versendet werden wie auch die Daten über das Nutzungsverhalten des Spielers. Dies betrifft beispielsweise die installierten Spiele, die jeweilige Spielzeit und Model der angeschlossenen Hi-Fi-Geräte.
Durch diese Kopplung sei es problemlos möglich die Benutzerdaten mit den Informationen über das Nutzungsverhalten in Verbindung zu bringen. Diese Möglichkeit werde in den „fragwürdigen“ Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedoch genau sowenig benannt wie die Tatsache, dass überhaupt eine generelle Erhebung der Informationen erfolgt. Allein an dieser Stelle sieht der Beschwerdeführer einige seiner Rechte verletzt.
Aber zusammen mit seinem Anwalt hat der Sony-Kunde noch weitere mutmaßliche Verstöße ausfindig machen können. So sei nach der einmaligen Eingabe der Kreditkarteninformationen bei keinem weiteren Kauf die Eingabe des CVV-Codes mehr notwendig. Dementsprechend hieße das, dass Sony den Sicherheitscode speichert, was jedoch gegen die internationalen Normen bezüglich der Speicherung von Kreditkarteninformationen verstoße. Es bestünden sogar Zweifel, dass der betroffene Hersteller überhaupt zur Verarbeitung von Kreditkartendaten befähigt ist, da laut AGB/TOS die erwähnte Verarbeitung im Ausland erfolge.
Auch bei der Abrechnung wirft man dem Konzern Fehler vor. Bei Transaktionen, bei denen es sich um eine Zahlung von beispielsweise 3,99 Euro handelt, würde Sony aufrunden und fünf Euro abbuchen. Die Differenz vermerke das Unternehmen daraufhin als Gutschrift. Wie aus der Beschwerdeschrift zu lesen ist, würde man dem Konzern somit ungewollt einen Vorschuss zahlen. Laut den Geschäftsbedingungen erfolge dies aus technischen Gründen. Dies entspreche jedoch nicht der Wahrheit, da „jedwede Transaktion von diversen Kreditkartenfirmen exakt abgerechnet“ werden könne.
Schlussendlich spricht der deutsche Kunde in seiner Schrift einen Punkt an, mit dem der Konzern schon oft schlechte Schlagzeilen schrieb. So sei man als Kunde nur dazu fähig gekauften Content zu nutzen, insofern man die Firmware seiner Konsole regelmäßig auf den aktuellsten Stand bringt. Nutzt man eine veraltete Version, hat der Nutzer keine Möglichkeit auf bereits erwobene Produkte zuzugreifen. Gemäß Gewährleistungsrecht müsse dies aber der Fall sein. Laut AGB/TOS werde zwar angegeben, dass der Hersteller keinerlei Verpflichtung hat, bereits erworbenen Content erneut zur Verfügung zu stellen und ein Back-up dieses Contents im Ermessen des Käufers liege, allerdings sei dem Endkunden eine solche Sicherheitskopie gar nicht möglich, da der Inhalt durch DRM Systeme geschützt sei.
Dann macht der Beschwerdeführer die EU darauf aufmerksam, dass Sony den Funktionsumfang der Konsole unzulässig beschneide. So sei beispielsweise vor einiger Zeit noch damit geworben worden, dass die Playstation 3 auch mit alternativen Betriebssystemen genutzt werden könne. Diese Funktion wurde mit einem Firmwareupdate mittlerweile jedoch deaktiviert. Nun müsse sich der Kunde entscheiden, ob der die Funktion weiterhin nutzen möchte und somit auf andere Playsation-Services verzichtet oder das Firmwareupdate das Feature deaktivieren lässt.
Abschließend heißt es in der Schrift, dass die gesamten EULAS, AGBs und TOS des Konzerns womöglich vollständig unwirksam seien, da dem Interessenten einer Playstation vor dem Kauf die Möglichkeit verwehrt bleibt, die entsprechenden Verträge einzulesen und zu akzeptieren.
Ob die EU durch die Schrift tatsächlich die Arbeitsweise des Konzerns infrage stellt und eine Prüfung anordnet, steht wohl noch in den Sternen. Allerdings hat die Zeit gezeigt, dass sich derartige Verfahren über Jahre ziehen können und ein wirklich erfolgreiches Ergebnis für den Kläger nicht selten ausbleibt.
Wer die Beschwerdeschrift lesen will, kann dies hier tun:
PlayStation3 & PlayStation Network: Überblick zur Überprüfung rechtlich fragwürdiger Aspekte
Bild-Quellen: topnews.in
Text-Quellen: ps3crunch
Julian Wolf am Dienstag, 19.04.2011 17:28 Uhr
Sodala, beginnen wir mal: 1) Ob das Office jetzt existiert oder nicht ist fraglich. "Auf direkte Nachfrage" klingt wie "Beim Support angerufen und mich mal erkundigt" - nur das ist halt kein stichhaltiger Beweis, ob die Stelle existiert oder nicht. 2) “Sie dürfen nicht unautorisierte Har ...
In China stehen 1,33mrd Menschen unter Zensur. Wir sind nur 82mio Menschen in Deutschland. Also ist es unserer Regierung auch erlaubt jede Zensur und Meinungsfreiheit zu verbieten, da es China auch macht? Nur weil alle Hexen verbrennen, wird es dadurch nicht richtig. Denke drü ...
So seh ich das... Kann sein das ich was übersehen habe, lasse mich auch gerne eines besseren Belehren, doch ich glaube das ich das doch richtig sehe, hoffentlich In China stehen 1,33mrd Menschen unter Zensur. Wir sind nur 82mio Menschen in Deutschland. Also ist es unserer Regierung ...
Die machen keine Politik und Rechtssprechung für das Volk sondern sind der Industrie hörig. Niemand würde wegen solchen Punkten ernsthaft gegen einen weltweiten Milliardenkonzern vorgehen. Ich glaube, Du überschätzt die Korruption in der EU bei Weitem. ...
Ehrlich gesagt versteh ich nicht warum sich alle so aufregen über Sony. Zig tausend andere Konzerne gehen nach genau dem selben Schema vor, da stört es komischerweise niemanden. Zudem ist diese Vorgehensweise des Massenspeicherns schon seit Jahren üblich... Was meint ihr denn, warum ihr dauernd ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen