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U2 Manager: Kostenlos ist der Todfeind von Gut

Der Manager der bekannten irischen Rockband U2, Paul McGuiness, erklärte in einem Interview, wie er zum Filesharing und dem Gedanken, alles könnte im Internet kostenlos sein, steht.

Paul McGuiness war unter den ersten aus der Musikbranche, die Frankreich öffentlich zur Einführung des Three-Strikes-Gesetzes gratulierten. In einem jüngst getätigten Interview mit CNET betonte er erneut seine kritische Sichtweise gegenüber ISPs, deren Anti-Piraterie Methoden er als ineffizient und illusorisch bezeichnete.

Auf die Frage, wie sich die Provider bisher insgesamt verändert hätten, erklärte McGuiness, dass die bisherigen Maßnahmen nur täuschend gewesen seien. Man würde von diesen nur etwas hören, wenn es um Kinderpornografie oder Ähnliches gehe. Erst dann würden diese aktiv werden und sich aktiv gegen jedwede Art von Intervention oder Überwachung wehren. Auch seien die Provider in den vergangenen Jahren vielmehr daran interessiert gewesen, neue Kunden anzulocken, anstatt "das Richtige" zu tun. Was genau sich Paul McGuiness unter dem Richtigen vorstellt, ist weit reichend bekannt. Nur in einer Zusammenarbeit zwischen Rechteinhabern und Providern sieht er eine mögliche Zukunft. "Ich glaube es gibt eine große moralische Frage für die Gesellschaft. Es ist nicht gut genug zu sagen, dass das Internet für alle kostenlos da ist und es dort keine restriktiven Maßnahmen gibt", erklärte er.

Interessant wird es, als der Manager erklärt, dass er viel eher auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Lagern setzen würde. Vertrieb über die Provider, welche die Einnahmen daraus an die Rechteinhaber weiterleiten. Nach einem kurzen Abstecher, bei welchem er das Three-Strikes-Gesetz in Frankreich erwähnt, schwenkt er zum Urteil gegen The Pirate Bay um. Auf die Frage, ob die Provider die letzte Chance sind, um Urheberrechte durchzusetzen, hat McGuiness eine klare und deutliche Ansicht: "Ich denke schon, ja. Nun, die ISPs und natürlich [...] ihre Äquivalente, die per Satellit arbeiten. Ich glaube diese tragen eine große Verantwortung die Dinge wieder gerade zu rücken. Sie wollen Content anbieten also müssen sie auch dafür geradestehen [...]."

Es scheint, als hätte sich nichts geändert. Interessant ist jedoch, dass McGuiness davon spricht, dass alles wieder gerade gerückt werden muss. Vielleicht ist ihm entgangen, dass der digitale Fortschritt manche Dinge nicht "einfach so" wieder normal werden lässt. Es findet eine stetige Weiterentwicklung statt, die sich auch durch Gesetze nur schwerlich behindern lassen wird. (Firebird77)

(via cnet, thx!)

News Redaktion am Freitag, 29.05.2009 14:39 Uhr

tagsTags: filesharing provider cnet kostenlos interview isp manager gut paul mcguiness urheberrecht u2

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18 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • gruenquaker am 01.06.2009 00:05:32

    Himmel und ich wollt mir demnächst auch noch Karten für U2 kaufen. Tja, lieber Manager, mit der Haltung gibt's ab sofort einen Interessenten weniger an U2. *musik lösch* ...

  • Ghandy am 31.05.2009 14:52:33

    (...) FireFox ist kostenlos und der beliebteste Webbrowser Noch nicht - er ist aber auf dem besten Weg... :D ...

  • Ghandy am 31.05.2009 14:51:03

    U2 ist der Todfeind von guter Musik. Das hat ja wohl überhaupt nichts mit der Diskussion zu tun, oder? ...

  • ToyAs am 30.05.2009 12:38:30

    Schon wieder so ein "Internetausdrucker" der die Welt nicht mehr versteht :) ...

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