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Kurz notiert:

Neues zum Stand der Dinge bei OpenLeaks

OpenLeaks (Logo)

OpenLeaks (Logo)

Auf der Berliner Blogger-Konferenz re:publica nahm OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg Stellung zu den Verzögerungen beim Start der Whistleblowing-Plattform. Offenbar hatten die Aktivisten das Ausmaß der noch anstehenden technischen und organisatorischen Arbeiten unterschätzt. Momentan plant OpenLeaks den Start der Alpha-Phase mit ausgewählten sechs Partnern "in den nächsten Wochen".

OpenLeaks sollte eigentlich bereits im Februar seinen Dienst aufnehmen. Das erwies sich jedoch als zu optimistische Prognose. Domscheit-Berg entschuldigte sich auf der re:publica für die Verzögerungen und bat die Öffentlichkeit, der Plattform "mehr Zeit zu geben". Er käme vor lauter Arbeit nicht einmal mehr dazu, Blog-Einträge zu schreiben, erklärte Domscheit-Berg. Offenbar stehen noch einige Arbeiten technischer wie organisatorischer Natur an. Insbesondere am Submission-System, das das sichere Einreichen geheimer Dokumente erlaubt, wird offenbar noch fleißig programmiert. Auch sei man noch dabei, organisatorische und ethische Standards auszuarbeiten, erklärte Domscheit-Berg.

Im Hinblick auf das WikiLeaks-Projekt - bei dem er früher selbst mitarbeitete, bis es zum Bruch mit Gründer Julian Assange kam - sagte Domscheit-Berg: "Die Leaks haben einen großen Hype erzeugt, aber es hat sich nicht wirklich etwas geändert." Deswegen wolle er ein "nachhaltiges Modell" schaffen, das mehr ist als nur ein digitales Postfach. "Whistleblowing ist mehr als Cablegate," betonte der Aktivist.

Domscheit-Berg erklärte den Anwesenden auch noch einmal das technische und finanzielle Konzept von OpenLeaks, das sich in wichtigen Punkten von dem vergleichbarer Plattformen unterscheidet. Interessierte können dies auf der OpenLeaks-Homepage oder bei gulli:News nachlesen. 

Text-Quellen: Futurezone

Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 14.04.2011 16:51 Uhr

Tags: whistleblowing transparenz re:publica openleaks daniel domscheit-berg

 
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