WikiLeaks (Logo)
Die Veranstaltung wurde vom Magazin "New Statesman" sowie dem von Assanges Vertrautem und derzeitigem Gastgeber Vaughan Smith gegründeten "Frontline Club" ausgerichtet.
Assange ging im Laufe der Diskussion auf die öffentliche Kritik an WikiLeaks ein. WikiLeaks war von einigen Seiten - auch durch Aussteiger wie insbesondere Daniel Domscheit-Berg - wegen angeblich mangelnder Transparenz in die Kritik geraten. Auch hieß es, WikiLeaks verfolge seine Ziele teilweise zu rücksichtslos und ohne auf kritische Stimmen zu hören. Diesen Vorwurf griff im Laufe der Debatte auch der ebenfalls teilnehmende Polit-Kommentator Douglas Murray auf. Er fragte Assange, welches Recht er oder seine Organisation hätten, "zu entscheiden, was bekannt wird und was nicht". Regierungen würden immerhin - im Gegensatz zu WikiLeaks - demokratisch gewählt. Gegen diesen Angriff verteidigte sich Assange, indem er erklärte, es sei leichter, WikiLeaks zur Verantwortung zu ziehen, als eine demokratisch gewählte Regierung, so der Aktivist. Das liege daran, dass WikiLeaks sich über Spenden finanziere. Fänden die Menschen die Arbeit des Projekts wichtig und richtig, würden sie Geld spenden. Wenn nicht, könnten sie einfach ihre finanzielle Unterstützung entziehen. Die Öffentlichkeit könne also "mit ihrem Portemonnaie wählen", wie Assange es ausdrückte. Durch dieses "dynamische Feedback", so Assange, sei WikiLeaks empfänglicher für die öffentliche Meinung als "eine Regierung, die alle vier Jahre gewählt wird, nachdem sie Geld von Großkonzernen bezogen hat".
Daneben musste sich Assange allerdings auch andere Vorwürfe gefallen lassen. So ging Murray auf WikiLeaks' intransparente Finanzen sowie die Zusammenarbeit mit dem Holocaust-Leugner und Antisemiten Israel Shamir ein. Beide Vorwürfe wurden ebenfalls schon mehrfach öffentlich geäußert. Auch Vorwürfe der Guardian-Redakteure David Leigh und Luke Harding griff Murray auf. Diese hatten behauptet, Assange habe gesagt, US-Informanten, die aufgrund der "Cablegate"-Enthüllungen getötet würden, "hätten es verdient" ("had it coming to them"). Assange erklärte, WikiLeaks habe den Guardian wegen dieser Behauptungen verklagt (die Zeitung selbst gibt allerdings an, zumindest zum bisherigen Zeitpunkt nichts von einer derartigen Klage zu wissen). Er drohte Murray indirekt sogar damit, auch mit ihm einen Rechtsstreit anzufangen, sollte er derartige Äußerungen wiederholen.
Daneben ging es aber auch um die eigentliche Aufgabe von WikiLeaks, nämlich das Veröffentlichen von Geheimdokumente. Assange betonte, Whistleblowing sei "in einer Demokratie unverzichtbar", denn "die einzige Möglichkeit, um zu Wissen, ob Informationen rechtmäßig geheimgehalten werden, ist, wenn sie öffentlich werden". Dies zeigten beispielsweise die Kriege der USA in Vietnam und dem Irak. Auch die im Rahmen des "Cablegate"-Leaks veröffentlichten Diplomaten-Depeschen hätten große Auswirkungen auf die internationale Politik gehabt.
Text-Quellen: The Guardian
Annika Kremer (g+) am Sonntag, 10.04.2011 19:31 Uhr
Ich finds einfach mal nicht so pralle, dass er sich so hoch aufs moralische Roß setzt und sagt, wie wichtige die Cables sind, aber die ganzen Unterlagen hortet wie Dagobert Duck seinen Geldspeicher;) Wurde das nicht bereits woanders geklärt? Viele Nationen insbesond ...
Das Chance das Assange blöfft stehen 50:50. Zuzutrauen wäre es ihm jedenfalls, dass da noch weitaus härtere Leichen der Politik drin stecken als bislang veröffentlicht wurde. Ja aber ich schrieb ja niemals - also auch in 10 Jahren nicht So schätze ich halt ...
Gegen diesen Angriff verteidigte sich Assange, indem er erklärte, es sei leichter, WikiLeaks zur Verantwortung zu ziehen, als eine demokratisch gewählte Regierung, so der Aktivist. Klarer Punkt für Assange. :T Ich würde sogar drauf wetten, dass da ...
Ich finds einfach mal nicht so pralle, dass er sich so hoch aufs moralische Roß setzt und sagt, wie wichtige die Cables sind, aber die ganzen Unterlagen hortet wie Dagobert Duck seinen Geldspeicher;) Und ich weiß auch nicht, was die so lange vorher damit machen und "auswerten", denn gerade die Info ...
Also ich kann ihn nicht mehr leiden und nicht mehr ernst nehmen. Kannst Du das auch mit Inhalt füllen, oder wolltest Du nur mal einen Rant ablassen? ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.