
Für Filesharer ist Spanien im Bereich des Strafrechts eigentlich eine Art Paradies. Wer dort nämlich nicht mit kommerziellem Hintergrund urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet, wird dafür vom Gesetzgeber nicht belangt.
Natürlich gibt es in diesem Spiel immer noch eine zivilrechtliche Seite, wo vom Urheberrechtsverletzer zumeist unbezahlbar hohe Beträge seitens der Rechteinhaber gefordert werden. Ein aktuelles Urteil aus Spanien dürfte jedoch die Rechteinhaber tief erschüttern - auch wenn es sich hier um Strafrecht dreht. Die Filmindustrie hatte einen Mann verklagt, welcher 3322 urheberrechtlich geschützte Filmwerke via einer Tauschbörse heruntergeladen und dabei zeitgleich verbreitet haben soll. Das Strafgericht von Pamplona sprach am gestrigen Freitag sein Urteil. Der Filesharer konnte als freier Mann den Gerichtssaal verlassen. Das Gericht hatte entschieden, dass er kein Gesetz verstoßen hatte, als er tausende Filme und auch einige wenige Musikstücke per Tauschbörse verbreitete. Der Grund für dieses Urteil war - wie bereits erwähnt - relativ simpel. Die Klägerseite konnte keinerlei Beweise vorbringen, dass der Mann aus seinen Taten Profit gezogen hätte. Der Richter bestätigte zwar, dass der Filesharer die Dateien "ohne Wissen der Rechteinhaber" im Jahr 2003 und 2004 heruntergeladen habe, dies sei jedoch ausschließlich zum "privaten Gebrauch oder zum Teilen mit anderen Internetusern" gewesen.
Dieses Urteil ist dabei nicht das Erste seiner Art, weshalb sich die spanische Regierung erst vor einiger Zeit in einem US-Bericht als das schlimmste urheberrechtsverletzende Land bezeichnen lassen musste. Die Rechtslage ist jedoch nun einmal zugunsten des Beklagten gewesen und die Filmindustrie konnte ihm keine strafrechtlich relevante Handlung nachweisen. Man wird deshalb wohl sehr verärgert über das Urteil sein, zumal insbesondere die Anzahl der Werke doch äußerst imposant für eine Einzelperson ausfällt. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
(Bild: CC-BY-SA Joseba Martos, thx!)
News Redaktion am Samstag, 30.05.2009 12:51 Uhr
Nimmt mich einer mit?:) ...
Google Übersetzer: Spanien Viva! Deutschland-Karte löschen, Spanien, Polen muss reichen. .. Besser gleich zu Russland. ----> mein Urteil Spanien ist nicht nur schön um Urlaub zu machen^^ ...
OMG es gibt tatsächlich noch richter mit hirn. oder is der schwarze koffer der MAFIAA nur nicht voll genug gewesen? anyway - RESPEKT SPANIEN ! ...
Spanien wird für filesharer noch das, was Holland für Kiffer is :rolleyes: ...
wie shcon oben gesagt, mit 2mbit hätte er 15-16 tage durchgehen geladen. glaub ich aber nicht, denn was soll es denn in den 16 tagen soo viel zu downloaden geben? vllt hat er ja noch filme aus den 80gern etc geladen, aber ich denk mal neue filme lagen mehr in seinem interesse.[/QUO ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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