
Fünf Jahre, drei Urteile: Noch ist für Jammie Thomas-Rasset kein Ende in Sicht
Am 19. April 2006 begann für Jammie Thomas-Rasset der Spießrutenlauf durch die gerichtlichen Instanzen. Nachdem ihr von der Recording Industry Association of America (RIAA) vorgeworfen wurde, mehrere urheberrechtlich geschützte Songs via einer Tauschbörse verbreitet zu haben, sollte sich ihr Leben völlig verändern. Insgesamt drei Urteile sind seither über Thomas-Rasset hereingebrochen. In jedem Fall wurde sie für schuldig befunden.
Auch wenn dies noch nachvollziehbar ist, so ist es der festgelegte Schadensersatz jedoch nicht. Zuletzt hatte man 1,5 Millionen US-Dollar (rund eine Million Euro) als angemessen betrachtet. Da weder Thomas-Rasset noch die RIAA mit einer gerichtlichen Senkung des Betrages einverstanden waren, blieb es bei dem Betrag.
Die RIAA betonte jüngst, dass der Betrag "absolut fair" sei. Schließlich liege der Betrag genau zwischen der Mindest- und Höchststrafe. Darüber hinaus habe Thomas-Rasset an einer Tauschbörse mit Millionen Nutzern bewusst teilgenommen. Der entstandene Schaden durch Filesharing liege im Milliarden-Bereich. Aufgrund der Art der Technologie könne man bedauerlicherweise nicht plakativ zeigen, dass dieser Schaden entstanden ist.
Die Verteidigung argumentiert damit, dass die Songs in jedem Fall verbreitet worden wären, ob Thomas-Rasset nun die Tauschbörse genutzt hätte oder nicht. Schließlich waren es sehr bekannte Songs. Diese Argumentation hat aber auch ein großes Problem, dessen sich auch die Verteidigung bewusst ist. Theoretisch könnte jeder Beklagte damit argumentieren, dass die Songs sowieso verfügbar waren, und ihn deshalb keine Schuld treffe.
Es wird noch einige Zeit vergehen, bis geklärt ist, ob Thomas-Rassets von der Verfassung zugesicherte Rechte durch die Höhe des Schadensersatzes verletzt wurden. Die Verteidigung argumentiert damit, dass nicht ein einzelner Filesharer für die Handlungen von vielen bestraft werden kann, auch wenn dieser daran teilgenommen hat. Die Strafe müsse angemessen für diese eine Person sein. Für Thomas-Rasset geht das Leben bis dahin weiter. Auch die RIAA muss damit klarkommen, dass dieser Prozess die vergangenen fünf Jahre nicht nur Unmengen an Kosten verschlungen hat, sondern auch eine katastrophale PR produzierte.
Text-Quellen: arstechnica
Klaus Müller am Montag, 28.03.2011 11:50 Uhr
Wenn man eine CD im Laden klaut und diese dann kopiert und die Kopien verschenkt, das kommt meiner Meinung nach "manuellem P2P" am nähsten. Und warum ausgerechnet geklaut? Ich glkaube kaum das man die Beschaffungsmethoden insbesondere die nicht gerade unü ...
Lach, erst mal ganz besserwisserisch: 1 Mille Euro sind immer noch 1000 (in Worten tausend) - nicht so ernst nehmen bitte. In der Anfangszeit der Tauschbörsen (Kazaa u. Co) wurde immer von entgangenem Gewinn gesprochen wenn Firmen über den Wert eines Up-/Downloads sprachen. Dabei wurde auch von ...
Aber hier müssten man die strafe damit vergleichen was dir blüht wenn du z.b. selber Adidas Schuhe produzierst und diese auf jeden Markt der Welt in unbegrenzter menge verschenkst. Und dann wäre die Forderung von Adidas wohl viel höher zumal diese Schuhe ja auch die selbe ...
Naja hier wird mal wieder die strafe fürs vertreiben (bereitstellen der Dateien) mit der fürs Klauen (herunterladen) verglichen. Wenn du im laden was klaust ist das genau ein teil, also einmal Gewinn Verlust. Diesen musst du aber nicht bezahlen solange du das teil nicht auch ...
Naja hier wird mal wieder die strafe fürs vertreiben (bereitstellen der Dateien) mit der fürs Klauen (herunterladen) verglichen. Wenn du im laden was klaust ist das genau ein teil, also einmal Gewinn Verlust. Diesen musst du aber nicht bezahlen solange du das teil nicht auch noch zerstört oder so ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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