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Panic-Button für Demokratieaktivisten

Bald auch fürs Handy: der Panic-Button

Bald auch fürs Handy: der Panic-Button

Das US-Außenministerium will die Entwicklung neuer Technologien vorantreiben, die es demokratischen Aktivisten in aller Welt ermöglichen soll, Zensuren und Sperren zu umgehen. Ein Teil dieses Bemühens ist ein Panic-Button als Zusatzprogramm fürs Smartphone.

Gerade in den letzten Wochen und Monaten konnte man mit ansehen, dass sich demokratische Protestbewegungen, vor allem solche, die hauptsächlich aus jüngeren Menschen bestehen, über das Internet und andere neue Medien und Technologien verständigen und koordinieren. Dementsprechend versuchen repressive Regime in aller Welt auch, die Kommunikation durch Zensuren und Internetblockaden zu verhindern oder zumindest zu erschweren.

Im Jahr 2009, während der Proteste im Iran nach den umstrittenen Wahlergebnissen, bat die Regierung der Vereinigten Staaten den Microblogging-Dienst Twitter, ein Update zu verschieben, um den Protestierenden zu ermöglichen, weiter zu schreiben. Damals wurde der US-Regierung deutlich aufgezeigt, wie nützlich solche Medien für unterdrückte Aktivisten sind, aber auch, dass Diktaturen versuchen, diese Kommunikationswege durch Zensuren oder Internetsperren zu blockieren. Das amerikanische Außenministerium hat seitdem mit entsprechenden Unternehmen daran gearbeitet, Tools zu entwickeln, mit denen man derartigen Unterdrückungsmechanismen ausweichen beziehungsweise begegnen kann.

Eine dieser neuen Entwicklungen ist eine Panic-Button-Applikation für Mobiltelefone. Die Funktion ist einfach, aber nicht unpraktisch. Im Falle einer drohenden Konfiszierung des Handys sollen durch das Programm automatisch Adressbuch und gespeicherte Nachrichten gelöscht werden und die Kontakte gewarnt werden. Gerade diese Informationen über die Identität anderer Aktivisten wären nämlich für Sicherheitskräfte von hohem Wert bei der Bekämpfung der Proteste. Nach Aussage des Assistant U.S. Secretary of State for Human Rights and Labor, Michael Posner, sei die Entwicklung und Bereitstellung solcher Werkzeuge dabei, sich zu beschleunigen. Das Außenministerium war kritisiert worden, dass diese Prozesse zu lange dauern würden.

Bild-Quellen: John under: CC-BY-SA

Text-Quellen: afterdawn.com

Christian Maxheimer am Samstag, 26.03.2011 18:41 Uhr

tagsTags: mobiltelefon us state department panic button

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17 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • spanther am 29.03.2011 21:04:03

    Wie die Android-Entwickler selbst immer betonen: Android ist nicht Linux für's Handy. Meiner Meinung nach ist es eher Stasi 2.0 fürs Handy (oder glaubt jemand ernsthaft, Google macht das aus Wohltätigkeit? :rolleyes: ) Und ich bleibe bei BADA OS von Samsung, ent ...

  • ATMega8 am 28.03.2011 00:41:19

    Wie die Android-Entwickler selbst immer betonen: Android ist nicht Linux für's Handy. Meiner Meinung nach ist es eher Stasi 2.0 fürs Handy (oder glaubt jemand ernsthaft, Google macht das aus Wohltätigkeit? :rolleyes: ) Mich freut nur, dass Google gezwungen ist, die Linux-Treiber die sie/die Her ...

  • Juuichi am 27.03.2011 18:44:42

    Wie so verschlusselt man den Speicher nicht einfach? Muss dann das Passwort wie ne Pin beim Starten eingeben. Korrigiert mich wenn ich Bullshit labere (Handys und speziell Smartphones sind nicht mein spezialgebiet), aber zumindestens mit nem Android Phone - was ja im gr ...

  • Shodan_v2-3 am 27.03.2011 13:31:31

    Außerdem, dann schaut man sich einfach die Tabellen bei der Telecom an, wer zuletzt angerufen wurde und hat somit alle Kontakte. Genau das dachte ich mir auch. Am besten sendet die Funktion nicht an alle Kontakte, sondern nur an eine eigene Liste mit Leuten, die man in ...

  • Endokriminologe am 27.03.2011 12:44:15

    Außerdem, dann schaut man sich einfach die Tabellen bei der Telecom an, wer zuletzt angerufen wurde und hat somit alle Kontakte. Genau das war mein erster Gedanke beim Lesen des Artikels. Auch der tollste Panic-Button kann die Vorratsdatenspeicherung nicht ausschalten. ...

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