
GEZ denn noch?
Wer als Bundeswehrsoldat in Afghanistan und anderswo sein Leben aufs Spiel setzt, hat es in den eigenen Reihen mit einem weitaus perfideren Gegner zu tun: der GEZ. Der Soldat Kevin R. versuchte die Rechnungen der GEZ zu entkräften, indem er der Mitarbeiterin telefonisch erklärte, dass er das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender überhaupt nicht in vollem Umfang wahrnehmen konnte. Für ihn ist es unverständlich, warum er etwas bezahlen soll, obwohl er mit 5 Kameraden auf einer Stube lag und die meisten deutschsprachigen Radio- und TV-Sender nicht empfangen konnte. Seiner Gesprächspartnerin beim WDR schien das wenig auszumachen. An einer einvernehmlichen Lösung bestand offenbar kein Interesse. Sie wies ihn nüchtern darauf hin, dass er seine Abwesenheit in Voraus hätte anmelden müssen, um von den Gebühren befreit zu werden. Rückwirkend könne man dies nicht berücksichtigen. Dem Autoren Bernd Höcker von GEZ-Abschaffen.de schrieb der Bielefelder Berufssoldat:
Es kann „doch nicht sein, dass ich mein Leben in 3 Auslandseinsätzen riskiere und so eine blöde Antwort bekomme. Dies habe ich der Dame am Telefon auch so vermittelt und ihr gesagt, dass man es sich damit zu einfach macht und dies ein Schlag in das Gesicht eines jeden Soldaten ist, der für sein Vaterland in ein Kriegsgebiet geht, mit dem er persönlich gar nichts zu tun hat.“
Ende 2010 wurde zu allem Überfluss bekannt, dass das Erste erneut aus Kostengründen nicht mehr ihr Programm an den Hindukusch übertragen will. Mitte letzten Jahres wurde die Übertragung bereits eingestellt und nach heftigen Protesten wieder aufgenommen. Ab morgen bleiben in Südasien das erste Programm und alle Dritten erneut dunkel.
Update:
Gegen die erneute Abschaltung protestieren der Wehrbeauftragte, der Chef der Rundfunkkommission und die Reservistenverbände. Sie schätzen, dass die Soldaten im Ausland mindestens 89.000 Euro monatlich an Gebühren entrichten. Die ARD bezifferte den eingesparten Betrag hingegen auf 32.000 Euro netto. Der Reservistenverband rät den Betroffenen an die ARD-Vorsitzende Monika Peil zu schreiben oder die Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises einzuschalten. Kurt Beck erinnerte die ARD daran, dass der öffentliche Sendeauftrag auch die Einsatzkräfte im Ausland beinhalten würde.
Wie RP Online zu entnehmen ist, reagiert die Bundeswehr "nicht glücklich" über den angeblich mit der ARD "einvernehmlich" gefundenen Kompromiss. Demnach können ab dem 1.4. bestimmte Sportsendungen und Nachrichten über einen Bundeswehr-Sender empfangen werden. Das komplette Programm der ARD und aller Dritten stehen aber ab morgen nicht mehr zur Verfügung. Die GEZ-Gebühren (ab 2013 die Haushaltsabgabe) berührt dies aber nicht. Entscheidend ist, ob im heimischen Haushalt der Soldaten empfangsbereite Geräte zur Verfügung stehen oder nicht.
Bild-Quellen: mariosagt.de
Text-Quellen: gez-abschaffen.de
Lars Sobiraj am Donnerstag, 31.03.2011 09:42 Uhr
Ich finde, hier hat wohl jeder ein bisschen recht. Auch die Position der Rundfunksender im öffentlich Rechtlichen Raum ist nachvollziehbar. Nur das Gebührenmodell und die Eintreibung durch die GEZ finde ich nicht ganz ok. Ich kenne eine Familie mit 4 Kindern. Papa arbeit ...
Entscheidend ist, ob im heimischen Haushalt der Soldaten empfangsbereite Geräte zur Verfügung stehen oder nicht. Seid ihr euch da sicher? Gegen die erneute Abschaltung protestieren der Wehrbeauftragte, der Chef der Rundfunkkommission und die Reservi ...
Man darf nur nicht vergessen die Befreiung regelmäßig abzugeben, sonst ist man schnell viel Geld los:mad::mad::mad: Ist ja nicht so als ob das mit anderen Dingen im Leben nicht genauso ist... Sofern man die befreiung lückenlos nachweisen kann geht das bei der GEZ abe ...
Ich hoffe, dass ich nicht bald wegen Vergewaltigung angeklagt werde, nur weil ich das nötige "Werkzeug" besitze und bereithalte. ROFL:T Zu Geil:cool: Btw. warum musste ich bei der News eigentlich gleich an die Dolchstoßlegende denken?;) Schön Student zu sein ...
Ich hoffe, dass ich nicht bald wegen Vergewaltigung angeklagt werde, nur weil ich das nötige "Werkzeug" besitze und bereithalte. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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