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Die Zahl an privaten Informationen auf Facebook.com nimmt von Tag zu Tag zu. Aber auf ein Neues stellt sich heraus, dass die Daten nicht nur zum Privatvergnügen eingesehen werden können. Italienische Steuerfahnder haben im sozialen Netzwerk eine Möglichkeit entdeckt, ihrer Arbeit effizienter nachzugehen.
Schon in den nächsten Tagen soll die Steuerbehörde Italiens mit einer neuen Software auf die Suche nach Steuersündern im Internet gehen. Wie aus einem Bericht der Zeitung „La Repubblica“ hervorgeht, sollen die Facebook-Profile von verdächtigen Personen dabei genau unter die Lupe genommen werden.
Wer sich bei seiner Steuererklärung als schlecht verdienender Arbeiter darstellt und auf seiner Pinnwand auf facebook.com von seinem Fünfsterne-Urlaub in der Karibik schwärmt, könnte in Italien also schon bald Besuch von der Polizei bekommen.
Bei der Suche greift das Programm ausschließlich auf Daten zurück, die für jedermann sichtbar sind. Dementsprechend könnten sich Steuersünder relativ leicht den neuen Methoden der Fahnder entziehen. Doch die Wenigsten nutzen Funktionen, die den Einblick in die privaten Daten einschränken. Somit könnte sich für die Ermittler eine regelrechte Goldgrube auftun, sofern sie die Verdächtigen ausreichend überführen können. Doch gerade wenn das Ziel kein Computer-Laie ist, sollte das schwerfallen.
Dass gegen die geplanten Praktiken der Behörde Widerspruch eingelegt wird, ist unwahrscheinlich. Das meint zumindest der Chef der Steuerfahndung, Attilio Befera. Laut einer Umfrage seien 80 bis 90 Prozent der Italiener der Meinung, dass Steuerhinterziehung einen Schaden für die Allgemeinheit darstelle, erklärte er der Repubblica.
In Deutschland sehen die Steuerbehörden offiziell von derartigen Praktiken ab. Auf Nachfrage des Spiegels verdeutlichte Tobias Romeis vom Bundesfinanzministerium, ihm lägen keinerlei Erkenntnisse vor, dass deutsche Finanzbehörden in dieser Richtung aktiv wären. Doch die Landesfinanzämter selbst wollten dem Blatt keine genaue Auskunft geben. So erklärte das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen, dass die Behörden bei ihrer Arbeit selbstverständlich auch auf das Internet zugreifen würden. Genaueres wolle man aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch nicht sagen.
Text-Quellen: spiegel
Julian Wolf (g+) am Montag, 21.03.2011 19:27 Uhr
und wenn ein dissident gefunden wird dann wird er natürlich ignoriert (ironie) ...
Ich finde es ne clevere Idee von den Italienern. Und mal ganz ehrlich: Wer ein auf arm macht um weniger Steuern zu blechen aber im Internet mit seinen Fotos protzt, verdient es doch garnich anders. Zumindest wer so doof ist und damit werbung macht. Und ich finde in ...
Und da will die Politik auch noch eine VDS, wenn man doch Facebook hat. Ich verstehe nicht, was man an Facebook findet, außer Zeitverschwendung... aber scheint ja super zu funktionieren... ...
Wie hoch mag der Anteil an angeblich arbeitslosen und/oder mittelosen Italienern sein, die im Internet einen auf dicke Hose machen und damit rumprotzen, so das es sich lohnt, als Steuerfahnder in sozialen Netzwerken diesen Leuten hinterherzuschnüffeln? ...
Das hier Aussagen ins Lächerliche gezogen werden mit teils sogar ernstgemeinten Argumenten wie "Wenn ich mich jetzt vor einen Ferrari stelle und mich fotografieren lasse, muss ich dann Angst vor einer Hausdurchsuchung haben?", glaubt ihr eigentl. echt, die sind so Dumm, oder ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.