Bradley Manning
Bradley E. Manning wurde im Mai 2010 wegen des Verdachts verhaftet, er habe WikiLeaks geheime Videos und Dokumente zugespielt. Man wirft Manning unter anderem vor, das Video „Collateral Murder“ an WikiLeaks gegeben zu haben. Eine Gruppe von amerikanischen Ärzten ist wegen des wie sie sagen moralisch nicht einwandfreien Verhaltens der behandelnden Psychiater beunruhigt. Physicians for Human Rights (PHR) sieht die behandelnden Ärzte in einem Zwiespalt zwischen ihrer Pflicht gegenüber dem Militär und ihrer medizinischen Aufgabe. Christy Fujio, der Autor des bald erscheinenden Berichts, kritisiert vor allem die ständige Einzelhaft Mannings, die die Psychiater mehr oder minder tolerieren. Christy Fujio: „Auch wenn sie dies nicht offiziell befürworten, aber indem sie ihn untersuchen und die Regierung über seinen Zustand informieren, sind sie tatsächlich Teil einer geheimen Operation. Ihr Versagen drückt sich darin aus, indem sie die Behandlung nicht so bezeichnen, wie sie ist: grausam und inhuman. Das begründet die Verletzung ihrer ethischen Pflichten als Ärzte.“
Bradley Manning verbringt 23 Stunden pro Tag in Einzelhaft. Man kontrolliert ihn alle fünf Minuten. Anfang des Monats zwang man ihn dazu, sich jede Nacht vor den Offizieren nackt auszuziehen. Manning führt diese spezielle Behandlung auf eine sarkastische Bemerkung zurück, die er gegenüber dem Wachpersonal fallen ließ (gulli:News berichtete). Sein Vater meldete sich im amerikanischen Fernsehen zu Wort. Brian Manning regte an, sich nicht nur über die Gefängnisse in Kuba Gedanken zu machen. Im eigenen Land wäre es nicht anders. Er glaubt, auf amerikanischen Boden würde sein Sohn ganz genauso wie die Terrorverdächtigen in Guantánamo behandelt.
Nach offiziellen Unterlagen, die Mannings Rechtsanwalt kürzlich veröffentlichte (gulli:News berichtete), haben die Psychiater von August 2010 bis Januar dieses Jahres 16 Empfehlungen an die Militärleitung ausgesprochen. Nur ein Mal in fünf Monaten hätten die Ärzte des Gefangenen dafür plädiert, die Härte seiner Behandlung zu begrenzen. Trotz der medizinischen Beurteilungen hätte sich die Leitung des Gefängnisses wiederholt nicht an die Empfehlungen gehalten. Dies ist nach Ansicht der Organisation PHR ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich die US-Regierung nicht an ihre eigenen Regeln hält. Die Ärztin Susan McNamara sieht in der angewendeten Methode eine Erweiterung der üblichen Verhöre, wie sie in Guantánamo durchgeführt werden. McNamara, die mit Folteropfern aus anderen Ländern arbeitet, glaubt, dass man Manning damit psychisch brechen wolle. Einzelhaft ist eine Form der sensorischen Deprivation. Dieser Reizentzug könne je nach Ausprägung sogar als Foltermethode angewendet werden. Eine Folter, die aber keine äußerlichen Spuren hinterlässt.
Die Kontroverse hat mittlerweile auch die Reihen der Obama-Administration erreicht. PJ Crowley, ein Sprecher des Auswärtigen Amtes, legte diese Woche sein Amt nieder (gulli:News berichtete). Crowley warnte davor, die Haftbedingungen könnten weltweit für das Ansehen der USA schädlich sein. US-Präsident Barack Obama hingegen gab bekannt, das Pentagon habe ihm beteuert, die Behandlung würde in Mannings eigenem Interesse durchgeführt.
Text-Quellen: The Guardian
Lars Sobiraj (g+) am Mittwoch, 16.03.2011 13:11 Uhr
Die sollen lieber die Verantwortlichen für das Massaker verurteilen anstatt den armen Soldaten Manning dafür als Bösen hinzustellen. Er Zeigt der Welt die Ungerchtigkeit des Krieges und wird dafür bestraft. Dies nennt sich Demokratie? ...
Jaja, Folter im Land der Freiheit und dann andere Staaten kritisieren. Ich liebe die USA. ...
...Ihr wisst es nur noch nicht, seht jetzt ein´Präsident,er ist Schwarz, USA, er hät es nie geschaft, hätten sie ihn nicht bezahlt, Er muss das machen was sie sagen, sie denken an kapital, Wenn er anfängt zu mucken,(scheißegal), machen sie ihn kalt... [URL="http://www.youtube.com/wat ...
ich hab garniemanden als arschloch betitelt. O:) ich hab euch lediglich gebeten das zu tun wenn ihr zufällig grad die möglichkeit habt :D genau genommen interpretiert ihr nur dass ich der meinung bin er sei ein arschloch. ...
Dann sage ich dir mal, dass du ebenfalls dumm bist. Den Rest mit dem Wald kennst du ja. Und der Teufelskreis bleibt geschlossen...merkst du selber? Schön, dann habe ich mein Ziel erreicht ;) ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.