
Screenshot von TheDaily.com
Kann eine rein digitale Zeitung existieren? Oder besser: Eine Zeitung, die es nur für das iPad gibt? Rupert Murdoch, Geschäftsführer der News Corp., hat diesen Schritt gewagt. Mit "The Daily" sollte den Konsumenten eine "iPad-Only" Zeitung präsentiert werden. Wer sich für "The Daily" interessierte, konnte diese digital abonnieren. Es handelte sich also um ein kostenpflichtiges Angebot.
Bereits nach wenigen Tagen stand fest, dass der erhoffte Ansturm ausbleiben würde. Man hatte zwar durchaus viele Kunden zu "The Daily" locken können. Bei den meisten Lesern war es aber wohl vor allem die Neugierde, die sie zum Kauf von "The Daily" führte. Ob die digitale Zeitung zukünftig weitere Leser anlocken wird, um ein positives wirtschaftliches Bild zu zeichnen, wird indes immer fraglicher.
Innerhalb kürzester Zeit haben drei Journalisten, die federführend für The Daily engagiert wurden, das Handtuch geschmissen. Es war Murdochs Bestreben, nur ausgezeichnete Journalisten an "The Daily" zu lassen. Umso schwerwiegender ist es nun, wenn ausgerechnet die Arbeit von erfahrenen und cleveren Leute plötzlich wegfällt. In wenigen Wochen haben drei Journalisten "The Daily" verlassen.
Zwei von ihnen gaben immerhin an, dass dies nicht mit dem Produkt selbst zusammenhängen würde. So erklärte der Politik-Journalist Jon Ward, dass er The Daily nicht verlasse, weil es so schlecht um das Produkt stehe. Er hatte völlig unerwartet zwischen zwei Job-Optionen entscheiden müssen. Ward wechselt zur "Huffington Post".
Lauren Bans, eine Reporterin, ging jüngst zum "GQ" Magazin. Last but not least folgt Heather Havrilesky, eine TV-Kritikerin. Über Twitter gab sie bekannt, dass sie bei "The Daily" kündigen werde. Sie habe bei ihrer Novelle einige Fortschritte erzielt und möchte die nicht aufs Spiel setzen.
Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass Medien-StartUps eine derartige Mitarbeiter-Fluktuation aufweisen. Doch für "The Daily" ist es ein weiteres Problem von vielen. Insbesondere nachdem sich viele Leser über die App beschwert hatten. Inzwischen wurde zwar nachgebessert, doch im Bereich Funktionalität kann "The Daily" nach wie vor nur begrenzt überzeugen.
Bild-Quellen: thedaily
Text-Quellen: techdirt
Klaus Müller am Mittwoch, 16.03.2011 10:44 Uhr
Also~ 0,75 EUR/woche oder 30 EUR im Jahr, wäre doch eigentlich garnicht mal teuer und zumindest mal eine sinnvolle Verwendung für so nen Tablet-PC. ...
0.99 $ pro Woche - 39.99 $ pro Jahr ...
Nett wäre es noch zu erfahren was man denn fürs Abo zahlen soll. ...
So finden Murdochs fragwürdige Inhalte etwas weniger Verbreitung, ist doch gut so. ...
Mit "The Daily" wollte Rupert Murdochs News Corp. die erste, bezahlte "iPad-Only" Zeitung herausbringen. Seit der Veröffentlichung der ersten "Ausgabe" ist viel passiert. Und es sieht nicht gut aus. Die Verkaufszahlen sind dramatisch niedrig. Doch das ist nicht das einzige Problem von "The Daily". ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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