Schadensbegrenzung und Aufklärung im Falle einer Datenpanne kosteten deutsche Firmen im Jahr 2010 durchschnittlich 3,4 Millionen Euro, so eines der Ergebnisse des Berichts "2010 Annual Study: Cost of a Data Breach". Im Vorjahr hatte dieser Wert mit 2,6 Millionen Euro noch deutlich niedriger gelegen. Als einen möglichen Grund für diese Entwicklung nennt der Bericht die verschärfte Gesetzeslage, die von den Unternehmen ein schnelleres und konsequenteres Handeln als zuvor verlangt. Dadurch seien die Durchschnittskosten pro verlorenem Datensatz global um 4 Prozent, in Deutschland gar um 17 Prozent gestiegen. Datenschützer sind damit durchaus nicht unzufrieden; sie sehen diese Zahlen als Indiz dafür an, dass die neue Datenschutz-Gesetzgebung die Unternehmen zu einem konsequenteren Vorgehen gegen Datenverluste zwingt. Daneben sorgt offenbar die immer vebreitetere IT-Nutzung für größere Mengen an Datensätzen, so dass im Falle eines erfolgreichen Angriffs mehr Daten auf einmal abgegriffen werden können.
Bei der Befragung gaben in diesem Jahr 25 deutsche Unternehmen aus zwölf Branchen Auskunft zu dem Schaden, den sie durch einen Datenverlust erlitten haben. Dabei ging es auch um die Ursachen für den Verlust sensibler Daten. Angriffe mit Schadsoftware, gestohlene oder verlorene Geräte sowie Fehler von Dritten haben gemäß der Studie die meisten Datenverluste verursacht. So waren in 40 Prozent der Fälle Schadcode und kriminelle Angriffe für einen Datenvorfall (mit-)verantwortlich. Gleichauf lag fahrlässiges Verhalten von Mitarbeitern, das bei ebenfalls 40 Prozent der Datenverluste eine Rolle spielte. Gestohlene oder verlorene Geräte sind insgesamt für 32 Prozent der Datenvorfälle verantwortlich.
Der größte Teil der entstehenden Kosten ist bei datenschutzrelevanten Vorfällen auf entgangene Geschäfte beziehungsweise den Verlust der Verfügbarkeit zurückzuführen: Die Wiederherstellung wichtiger Geschäfts- und Kundendaten und die wegen eines Vorfalls entgangenen Profite machen mit 44 Prozent den größten Teil der Kosten bei Datenverlusten aus. An zweiter Stelle stehen die Kosten für die Kommunikation und den Kontakt mit Kunden nach einer Datenpanne.
Neben entsprechender Software - idealerweise natürlich vom eigenen Unternehmen - empfiehlt Symantec wenig überraschend bessere Mitarbeiter-Schulungen und eine sorgfältigere Trennung zwischen sensiblen und weniger sensiblen Daten sowie die Ausarbeitung einer sinnvollen Sicherheits- und Datenschutz-Strategie. Auch wenn diese Vorschläge kaum neu oder überraschend sind, dürften sie in vielen Unternehmen noch immer nicht oder nur teilweise umgesetzt sein. Hier besteht - auch, aber bei Weitem nicht nur in Deutschland - Verbesserungspotential.
Text-Quellen: IT SecCity
Annika Kremer (g+) am Samstag, 12.03.2011 20:21 Uhr
Jupp, Rob_ert ... deckt sich mit meinen Erfahrungen ... lustig ist auch das Verhalten der "Arbeitgeber". Lassen sich die EDV von Systemhäusern liefern und Einrichten ... dann lassen sie die Maschinen alle viertel Jahre von Studenten "warten" (Updates einspielen usw., ich kürze das mal ab) und wunder ...
Neben entsprechender Software - idealerweise natürlich vom eigenen Unternehmen - empfiehlt Symantec wenig überraschend bessere Mitarbeiter-Schulungen Ich hab mal nen Praktikum bei nen großen deutschen konzern gemacht und da gabs auch mal "Schulungen". Die sahe ...
Datenpannen werden für deutsche Unternehmen offenbar immer teurer. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie des Ponemon-Instituts im Auftrag von Symantec. Daneben trifft die jährliche Studie auch Aussagen über die häufigsten Ursachen für den Verlust sensibler Daten. [url=http://www.gulli ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.