Internetcafé in Vietnam
Die Erfolgswelle von Onlinespielen macht auch vor Entwicklungsländern wie Vietnam keinen Halt. Bis spät in die Nacht sitzt die junge Generation des Landes in kleinen Internetcafés und unterhält sich mit Multiplayer-Games.
Die Regierung Vietnams will dieses Geschehen jedoch nicht dulden. Man bezichtigt die zumeist jugendlichen Spieler, durch ihr Hobby ein sehr hohes Gewaltpotenzial zu besitzen. Überdies hielten die Spiele die jungen Frauen und Männer vom Lernen oder von der Jobsuche ab, wie Luu Vu Hai vom Informationsministerium Vietnams laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung behauptet.
Um diesem vermeintlichen Problem Einhalt zu gebieten, verlangt die Exekutive von den Internetcafés des Landes seit März 2011, den Internetanschluss von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens für Kunden zu sperren. Offenbar sieht man sich zu diesem Schritt gezwungen, da die Regierung der Ansicht ist, viele Gewalttaten und andere Verbrechen seien unmittelbar auf Onlinespieler zurückzuführen. „Viele stellen nach dem Besuch der Cafés etwas an, begehen Straftaten. Die Nachtsperre hilft bei der Verbrechensbekämpfung.“, so Vu Hai.
Durch das neue Gesetz werden jedoch nicht nur die Onlinegaming-Fans gegängelt. Auch die Internetcafé-Besitzer müssen sehen, wie sie mit dem neuen Gesetz ihr Einkommen halten. Doch weil sich die meisten Kunden abends ihre Zeit in den Läden vertreiben, ist das nicht einfach. „Wir haben früher zwei Millionen Dong pro Nacht verdient, jetzt sind es nur noch 1,5 Millionen. [rund 52 Euro]“, erläutert der Internetcafé-Betreiber Nguyen Van Dung .
Ob der Plan der Politiker wirklich erfolgreich verlaufen wird, ist zweifelhaft. Viele Spieler und Café-Besitzer sind nicht gewillt sich der neuen Verordnung zu beugen. „Ich spiele trotzdem weiter, ich gehe eben nach Hause,“ zitiert die Süddeutsche einen vietnamesischen Studenten. Und auch ob die Besitzer der Einrichtungen um 22 Uhr den Steckern ziehen bleibt abzuwarten.
Selbst die Regierung hat in diesem Punkt ihre Zweifel. „Manche Cafés bleiben nach 22 Uhr auf, machen einfach die Tür zu und machen weiter", weiß selbst der Regierungsbeamte. „Unsere Polizei ist klein, es gibt so viele Internetcafés, die können wir unmöglich alle überprüfen.“
Bild-Quellen: 2dayblog
Text-Quellen: sueddeutsche
Julian Wolf (g+) am Freitag, 11.03.2011 23:54 Uhr
@ hseryoga, dann gibts halt ne Ausgangssperre, ist doch ganz easy ...
Und jetzt haben die Jugendlichen genug Zeit um wirklich Straftaten zu begehen... tz ...
MMO'S sollen gewaltverhärlichend sein? :confused: Na was denkst Du denn? Während Du in Counterstrike nur uneffektiv gegen einzelne Gegner vorgehen kannst, kannst Du in WoW mit nem simplen Rain of Fire ganze Heerscharen von Orcs auf einmal vernichten :D ...
also ob die tolle korrupte Regierung sich wirkliche Sorgen um die Zukunft der Jugendlichen machen würde. Dass ich nicht lache! Das Einzige was mit dem Theater bezweckt werden sollte ist, den korrupten Polizisten einen weiteren lukrativen Nebenverdienst zu bescheren. ...
MMO'S sollen gewaltverhärlichend sein? :confused: ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.