
Großbritannien (Flagge)
Unter kritischen Infrastrukturen versteht man Einrichtungen und Netzwerke, deren Funktionieren für die Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Meist werden dazu beispielsweise das Telefonnetz, die Strom- und Wasserversorgung oder auch bestimmte Kommunikationsdienste im Internet gezählt. Viele dieser Infrastrukturen sind in der Hand privater Unternehmer. Viele Staaten fühlen sich jedoch zunehmend für den Schutz derartiger Einrichtungen verantwortlich und wollen daher eine größere Rolle dabei spielen, kritische Infrastrukturen gegen Angriffe abzusichern. Besonders gilt dies im Falle von "Cyber-Angriffen", die mit Hilfe der immer größer werdenden Automatisierung und Vernetzung erfolgen.
Auch in Großbritannien gibt es Pläne, dass der Staat zukünftig mehr in den Schutz kritischer Infrastrukturen eingreifen soll. Laut den nun bekannt gewordenen Plänen, die von Sicherheitspolitikern und Ermittlervertretern an Premierminister David Cameron herangetragen wurden, sollen die Sicherheitsexperten des GCHQ den Datenverkehr derartiger Einrichtungen überwachen und auf ungewöhnliche Aktivitäten überprüfen. Bei Hinweisen auf einen Angriff soll das GCHQ entsprechend reagieren.
Technisch gesehen ist das "Monitoring" kritischer Netzwerke vollkommen normal; kaum eine Firma kommt heutzutage ohne derartige Dienste aus. Ungewöhnlich ist allerdings, dass die Unternehmen laut den neuen Plänen Dritten Zugriff auf ihr Netzwerk, in dem womöglich sensible Daten ausgetauscht werden, gewähren sollen. Cameron sprach daher im vergangenen Monat bereits mit Vertretern namhafter Unternehmen, darunter British Airways, BT und National Grid. Ob er die Unternehmer von seinen Plänen überzeugen konnte, ist nicht bekannt.
In einer Stellungnahme erklärte Sicherheitsministerin Baroness Pauline Neville-Jones die neuen Pläne. Sie erklärte, dass die Kapazitäten des GCHQ "signifikant erweitert" werden sollen. Dann soll das Zentrum die Datenströme von wichtigen Kommunikations-, Strom- und Verkehrsunternehmen überwachen und auf Angriffsspuren hin analysieren. Zu diesem Zweck soll das Budget des GCHQ massiv vergrößert werden.
Neville-Jones deutete allerdings an, dass einige der wichtigen Unternehmen noch nicht mit an Bord seien. Kritische Stimmen bezüglich der Implikationen des Projekts für Datenschutz und Privatsphäre wies die Sicherheitsministerin jedoch entschieden zurück. "Was diese Partnerschaft nicht tun wird, ist es, Grenzen zu überschreiten, die wir in Bezug auf Privatsphäre und persönliche Daten haben," sagte sie.
Text-Quellen: The Telegraph
Annika Kremer am Dienstag, 08.03.2011 17:24 Uhr
Kaum werden in Afrika mit der Macht des Internets ein paar Diktatoren ausradiert, schon geht der EU der Arsch auf Grundeis. Das sollte einem zu denken geben... ...
so langsam sollten sich die bürger in GB solche masken zulegen: http://img199.imageshack.us/img199/401/vforvendettaguyfawkesma.jpg ...
"Was diese Partnerschaft nicht tun wird, ist es, Grenzen zu überschreiten, die wir in Bezug auf Privatsphäre und persönliche Daten haben," Wer garantiert, dass es dann nicht doch mal zum durchforsten der Daten verwendet wird. Quis custodit custodes?... Wer bewacht die Wächter? ...
In Großbritannien soll nach neuen Plänen der Regierung das Government Communications Headquarter (GCHQ) künftig eine größere Rolle beim Schutz von in privater Hand befindlichen kritischen Infrastrukturen spielen. Dies könnte auch bedeuten, dass derartige Netze zukünftig verstärkt überwacht ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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