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Kanada: Songwriter schlagen eine Filesharing-Gebühr von 10 Dollar vor

Kanadische Songwriter setzen auf P2P-Flatrate

Kanadische Songwriter setzen auf P2P-Flatrate

Kanadische Songwriter haben einen Vorstoß in Richtung der problematischen Lage durch urheberrechtsverletzendes Filesharing gewagt. Ihrer Ansicht nach könnte eine "P2P-Verbraucherlizenz" für legale Musikdownloads für etwa 10 Kanadische Dollar im Monat realisiert werden. Einige Details sind jedoch nicht geklärt.

Wenn es um die Thematik Kulturflatrate geht, scheiden sich die Geister. Der Grund ist simpel: Bloß weil etwas theoretisch machbar ist, bedeutet dies nicht automatisch, dass man es auch praktisch umsetzen kann. Es gibt viele Fragen, die nicht definitiv beantwortet werden können. Wie teuer sollte so eine Flatrate sein? Was fällt unter "Kultur"? Wie erfolgt die Entlohnung der Kreativen?

Trotz dieser Ungewissheit schlagen auch Urheber immer häufiger in diese Kerbe. So beispielsweise die Songwriters Association of Canada (SAC). Wie Eddie Schwartz, Präsident des Verbandes, erklärte, sei man bereits auf einige Internet Service Provider zugegangen. Mit etwas Glück will man bereits Ende des Jahres (!) erste Testläufe starten. Der Ablauf ist dabei denkbar einfach und bekannt.

Die Provider sollen eine zusätzliche Gebühr von 10 Kanadischen Dollar (etwa 7 Euro) erheben. Für diese Gebühr sollen die Kunden eine Lizenz erhalten, so viel Musik wie sie wollen via P2P zu laden. Der Abschluss eines solchen Abos ist selbstredend freiwillig. Wie die SAC berechnet hat, könnte man mit dieser Methode pro Jahr 840 Millionen Kanadische Dollar einnehmen. Dies entspricht umgerechnet etwa 616 Millionen Euro. Voraussetzung hierfür wäre jedoch, dass jeder Anschlussinhaber Kanadas dieses Abomodell abschließt, und zwar für ein gesamtes Jahr.

Nach Ansicht kanadischer Rechtsexperten wäre es kein Problem, diese Gebühr tatsächlich anzubieten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür würden existieren.

Wie bereits erwähnt gibt es jedoch viele ungeklärte Fragen. So würden die Labels aus der Gebühr von 10 Kanadischen Dollar keinen Cent erhalten. Eigentlich müsste jedoch eine Lösung für einen gesamten Zweig angestrebt werden. Hier also die Musikwirtschaft, mit allen Teilen, die dazugehören. Vom Interpreten über das Label bis hin zum Songwriter. Unklar ist auch, ob nur kanadische Songs frei geshared werden dürfen oder ob wirklich jeder Song frei heruntergeladen werden darf. Das größte Problem stellt jedoch die Tatsache dar, dass diese Lizenz nur für Musik gelten wird. Sobald Videospiele oder Filme hinzukommen, dürfte der Preis drastisch ansteigen.

Text-Quellen: windsorstar

Klaus Müller am Sonntag, 06.03.2011 12:22 Uhr

tagsTags: kulturflatrate songwriters association of canada songwriter

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vgwort
 
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12 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Zooo3 am 09.03.2011 13:06:27

    Wo will man dort Grenzen setzen? cc-Musik ist heute schon kostenlos und ich nehme mal an, dass es einige Künstler geben wird, die auch Geld vom Abo sehen wollen, obwohl sie vorher ihre Musik kostenlos verbreitet haben. ...

  • Melcat am 08.03.2011 20:28:36

    Ich denke das wird so nicht funktionieren, da einfach jeder dann alles runterlädt. ...

  • ATMega8 am 08.03.2011 19:52:04

    Mal sehen ob die Urheber dieses Vorschlags jetzt abgemahnt werden weil sie den schwarzen Schaafen unter den Juristen die dicke Geldquelle zudrehen wollen. Rein rechnerisch muss sich das doch auch Lohnen, oder? Wenn man bedenkt wie wenige Leute abgemahnt werden... Wenn man von jedem Sauger monatlic ...

  • Byt35uck3r am 08.03.2011 19:15:47

    Im Bereich Multi-Media sind die Vertriebswege, wie bekannt, veraltet. Ich finde die Idee Super, und ich würde dafür zahlen, auch mehr als 10$. Wobei man sagen muss, dass die Preise für eine Flat realistisch bleiben müssen. Schließlich zahlt man bei Musicload und co. einen zu hohen Preis für ei ...

  • ATMega8 am 06.03.2011 16:00:36

    musik & so sollte man sowieso mehr zur selbstbefriedigung machenDa hat sicher die Kirche wieder was dagegen :D B2T: Denkt doch mal einen Schritt weiter: Jeder Künstler gründet sein eigenes Label oder es schließen sich befreundete Künstler zu einem zusammen (sovie ...

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