
Serbien
Am 1. März stürmte eine serbische Polizeieinheit die Wohnung von Goran Cujak (51). Der Mann stand im Verdacht, Links zu einem urheberrechtlich geschützten Filmwerk im Internet verbreitet zu haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen beschlagnahmten die Polizisten die technische Ausstattung des Mannes. Beim anschließenden Verhör legte er ein Teilgeständnis ab. Bemerkenswert ist jedoch, was folgte.
Nur einen einzigen Tag später entschied ein Haftrichter, dass der Mann für 30 Tage in Untersuchungshaft verbleiben müsse. Aufgrund der Schwere der Tat könne er nicht auf freien Fuß gesetzt werden, bis die Ermittlungen in dieser Angelegenheit abgeschlossen sind. Eine Untersuchungshaft ist an sich nichts ungewöhnliches. Doch in der Regel wird diese ausgesprochen, wenn die Gefahr besteht, dass die verdächtige Person untertauchen würde oder Hinweise auf ihre Tat verdecken würde.
Für die Verbreitung von Links zu urheberrechtlich geschützten Werken scheint diese - obgleich nur temporäre - Haft reichlich überzogen. Die Piratenpartei hat deshalb zu Protesten aufgerufen.
"Der Verdächtige war Mitglied in einem der populärsten Internetforen [in dem Links zu urheberrechtlich geschützten Werken verbreitet werden]. Der Verdächtige [hat Links gepostet] durch die es Dritten möglich war, Filme, Musik und Software von eigenen wie ausländischen Urhebern zu beziehen, ohne deren Wissen oder Genehmigung. Das hat den Urhebern enormen materiellen Schaden zugefügt", so das Innenministerium in einer Pressemitteilung.
Die Polizei hat indes angekündigt, das weitere Verhaftungen folgen werden. Man werde jeden finden, der den Film heruntergeladen hat, und ihn einer gerechten Strafe zuführen.
Text-Quellen: torrentfreak
Klaus Müller am Freitag, 04.03.2011 15:17 Uhr
Als ob der Tod für so ein Vergehen nicht das Mindeste an Gerechtigkeit wäre... ...
@Stirnsenker: Finde in Serbien mal einen Kinderschänder...dort ist das nicht so populär wie hier :rolleyes: Gibts mehr als genug, nur erwischen lassen sollten sie sich lieber nicht, sonst werden sie einer "gerechten" Strafe zugeführt. ...
Seht ihr, und deswegen ist Internetzensur bei uns absolut alternativlos, weil es immer noch dem Wirtschaftslobbyismus hörige Schurkenstaaten gibt, in denen die begrenzte Arbeitskraft der Polizei lieber auf so etwas vergeudet wird, anstatt zuerst einmal alle Kinderpornos ...
@Stirnsenker: Finde in Serbien mal einen Kinderschänder...dort ist das nicht so populär wie hier :rolleyes: ...
Seht ihr, und deswegen ist Internetzensur bei uns absolut alternativlos, weil es immer noch dem Wirtschaftslobbyismus hörige Schurkenstaaten gibt, in denen die begrenzte Arbeitskraft der Polizei lieber auf so etwas vergeudet wird, anstatt zuerst einmal alle Kinderpornos zu verfolgen. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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