
Bradley Manning
Manning, dem vorgeworfen wird, zahlreiche Geheimdokumente an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben, sitzt bereits seit über einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Die dortigen Haftbedingungen ziehen schon seit Monaten heftige Kritik auf sich. Insbesondere die Tatsache, dass Manning in weitgehender Isolation inhaftiert ist, wird von seinen Unterstützern - aber auch einigen Juristen, Psychologen und Menschenrechts-Experten - als schwerwiegende Verletzung seiner Rechte und als Risiko für seine psychische Gesundheit eingestuft. Nun kommt nach einem Bericht von David Coombs hinzu, dass Manning gezwungen wurde, für gut sieben Stunden komplett nackt zu sein und so auch vor seiner Zelle anzutreten. Ihm wurde auch angedroht, dass sich diese Behandlung in den nächsten Nächten wiederholen wird.
Coombs sieht in den Manning zugemuteten Maßnahmen eine erniedrigende Behandlung. Diese wäre durch diverse auch von den USA unterzeichnete Menschenrechts-Abkommen verboten. Der Anwalt betont, diese Handlungen des Gefängnispersonals - denen seiner Meinung nach kein anderer Gefangener im Militärgefängnis Quantico ausgesetzt ist - seien "unentschuldbar und ohne Rechtfertigung". Sie seien "beschämend" für die amerikanische Militärgerichtsbarkeit und "sollten nicht toleriert werden".
Dieser Bericht kommt kurz nachdem weitere Anklagepunkte gegen Manning erhoben wurden (gulli:News berichtete). Der schwerwiegendste der insgesamt 22 neuen Anklagepunkte ist "Unterstützung des Feindes". Dieses Vergehen kann im Höchstfall mit der Todesstrafe geahndet werden. In Mannings Fall empfahl die Anklage eine lebenslange Haftstrafe.
Update 1 (04.03., 04:33 Uhr):
Nach Angaben der New York Times bestätigte First Lieutenant Brian Villiard, ein Sprecher des Aufsichtspersonals, den Vorfall mittlerweile. Er erklärte allerdings, das Verhalten der Aufseher sei nicht willkürlich, sondern im Einklang mit den Gefängnisregeln gewesen. Wieso genau diese Maßnahmen getroffen wurden, könne er aber nicht erklären, ohne Mannings Privatsphäre zu verletzen, so Villiard.
Update 2 (04.03., 22:02 Uhr):
Coombs berichtet, dass Manning - wie angekündigt - auch in der vergangenen Nacht wieder dazu gezwungen wurde, sämtliche Kleidung abzugeben und nackt vor der Zelle anzutreten. Es ist unklar, ob und wie lange sich dieses Verhalten der Gefängniswärter fortsetzen wird.
Update 3 (05.03., 17:18 Uhr):
Einem Bericht der New York Times zufolge wird Manning in Zukunft jede Nacht wie beschrieben behandelt werden. Die Zeitung zitiert Gefängnis-Bedienstete, denen zufolge diese Maßnahme verhindern soll, dass Manning sich selbst verletzt, und es einen konkreten Anlass dafür gebe. Einzelheiten werden jedoch nach wie vor unter Berufung auf Mannings Privatsphäre keine genannt.
Annika Kremer am Samstag, 05.03.2011 17:18 Uhr
Es ist doch wohl klar, dass keiner der Verantwortlichen will, dass ihm ein so bekannter Gefangener über die Klinge springt. Was sollen sie machen, wenn sich schon Leute mit Klopapier umgebracht haben? Und es ist auch klar, dass der in Einzelhaft bleibt. Man muss immer noch davon ausgehen, dass er n ...
Update 3 (05.03., 17:18 Uhr): Einem Bericht der New York Times zufolge wird Manning in Zukunft jede Nacht wie beschrieben behandelt werden. Die Zeitung zitiert Gefängnis-Bedienstete, denen zufolge diese Maßnahme verhindern soll, dass Manning sich selbst verletzt, und es einen konkreten Anla ...
Was meint ihr denn, warum die Medien das Schicksal von Manning totschweigen oder nur am Rande beleuchten? Über Assange wird ja fast täglich berichtet, insofern kann es ja wohl kaum "USA Hörigkeit" oder Manipulation sein. Ich denke, es liegt einfach daran, dass selbst viele Journalisten in Mannin ...
Eigentlich müsste so etwas jeden Tag in den Medien kommen, damit die US of A endlich als das gebrandmarkt werden was sie sind - ein Folterstaat und nichts weiter. ...
Mittelalterlich. Buissness as Usual - Freedom and Democracy @ 2000 AD ...Der versucht, das beste für seinen Mandanten rauszuholen und wird dafür alles erzählen, was ihm hilfreich erscheint. Ehm, wenn ein Anwalt absichtlich fals ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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