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Ingame-Werbung weniger erfolgreich als gedacht?

Ingame-Werbung in Anarchy Online

Ingame-Werbung in Anarchy Online

Mit Microsoft und Activision Blizzard äußern sich mittlerweile zwei der größten Spiele-Hersteller kritisch gegenüber dem bereits vor einigen Jahren aufgekommenen Werbekonzept. Im letzten Jahr waren die Prognosen der großen Spiele-Hersteller noch recht positiv. So verkündete zum Beispiel EA ein Wachstum der eigenen Einnahmen aus Ingame-Werbung um 24%.

Die erste Negativmeldung gab es dann Ende letzten Jahres, als Microsoft seine In-Game-Werbeabteilung Massive Inc. schloss. Microsoft rechnete beim Kauf von Massive im Jahr 2006 mit einem stark wachsenden Marktsegment. So ging man anscheinend von einem Zwei-Milliarden-US-Dollar-Markt im Jahr 2010 aus. Die aktuellen Prognosen sind wesentlich verhaltener. So spricht man von einem eine- Milliarde-US-Dollar-Markt im jahre 2014 - wenn überhaupt. 

Scheitern tut das Konzept an den Gamern, die sich von der Ingame-Werbung gestört fühlen. Gegenüber dem britischen Independent äußerte sich Activisions CEO Bobby Kotick "Es gab eine Zeit, als wir dachten, Werbung und Sponsoring wäre eine große Chance [...] Wir haben jedoch erkannt, dass unsere Kunden 60 Dollar für ein Game oder eine monatliche Abo-Gebühr zahlen und nicht wirklich mit Sponsoring und Werbung bombardiert werden wollen."

Es gibt jedoch auch positive Beispiele für Ingame-Werbung, vor allem im Bereich der "Free to Play"-MMOs wie "Herr der Ringe Online", die von ihren Werbeeinnahmen und dem Verkauf von Premium-Gegenständen oder zusätzlichen Abos gut bestehen können. Auch EAs kommendes Battlefield Play4Free soll durch Werbung und zusätzliche Ingame-Gegenstände (also Premium Content) finanziert werden. Liegt es also nun an der Ingame-Werbung als solcher oder an ihrem Einsatz? Bei kostenlosen Spielen wird sich wohl kaum ein User über Werbebanner oder Popups wundern, bei einem Vollpreis-Spiel wirkt es aber doch etwas merkwürdig - schließlich hat man ja für sein Spiel bezahlt, wieso sollte man also den Hersteller noch mit zusätzlichen Werbeeinnahmen unterstützen? Ähnlich äußert sich auch Richard Lewis von Heaven Media. Ihm zufolge kommt die Ingame-Werbung vor allem bei Abo-Spielen schlecht an, da die meisten Spieler wissen, dass es sich um Einnahmequellen jener Entwickler handelt, die ihnen bereits etwas verkauft haben. 

Bild-Quellen: Funcom Productions unter CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Text-Quellen: pressetext

Malte Kremer (g+) am Montag, 21.02.2011 16:01 Uhr

Tags: spielekultur onlinespiele pc-spiel online-werbung werbung ingame-werbung

 
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19 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MenteCapta am 23.02.2011 11:07:29

    Ich hab sowie so ein integrieren Werbefilter wenn mich nicht jemand auf die Werbung damals bei Swat4 aufmerksam gemacht hätte hätte ich die wohl nie gesehen :p Also für meinen Teil hab sowie so von der "Spieleszene" genug. Halbgare Spiele, Spiele die nur so nach DLC Content schreien (weil merkbar b ...

  • ATMega8 am 22.02.2011 22:11:05

    Im Fernsehen funktioniert die Kombination aus Werbung und GEZ komischerweise, ohne dass sich ganz Fernsehdeutschland über die Abzocke aufregt. :rolleyes: Doch, es bringt nur nichts... Wobei es tolle Ansätze gibt :) Heute schon abGEZockt worden? [IMG ...

  • Zooo3 am 22.02.2011 21:17:08

    Vorallem bei Kinder z.B. bei Sims würden Nike Schuhe/T-Shirts gut ankommen. Plakate an sich sind so extrem langweilig, dass da sowieso keiner drauf schaut. Wenn man bei NfS durch eine Cola-Abfüllfabrik durchfährt um abzukürzen oder wenn man bei CS oder CoD gestapelte Coladosen abschießt, dann hat da ...

  • thegreenvirus am 22.02.2011 20:16:57

    Wenn die Werbung an realistischen Stellen in Games wie GTA, bei dem es einen Bezug zur Realität gibt, dann empfinde ich sie nicht als störend, sondern als positives Element zur Vervollständigung der Realitätsnähe in einem Computerspiel. In Games wie GTA ist Werbung ...

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