
Stuttgart 21. Bildquelle: OMNIPRESS
Die Stuttgarter Parkschützer hatten nicht zufällig im Vorfeld systematisch geübt, wie man sich auf Demonstrationen deeskalierend verhält. Es galt auf beiden Seiten jede Form der Gewalt zu verhindern. Der Schlossgarten ist eigentlich die grüne Lunge der Stadt, ein Ort an dem sich die Anwohner erholen und Kinder gefahrlos im Grünen spielen können. An diesem "schwarzen Donnerstag" versammelten sich im Schlossgarten spontan - nachdem die Abholzaktion überraschend bekannt wurde - Kinder und Jugendliche einer genehmigten Schülerdemo und ein Querschnitt der Stuttgarter Bürger. Leider hat auch deren bewusst friedliches Verhalten die brutalen Geschehnisse des 30. September 2010 nicht verhindern können. Als die Situation den Einsatzkräften zu entgleiten drohte und nachdem es bereits erste Schwerverletzte gab, wurden offenbar gezielte Maßnahmen eingeleitet, um später offiziell "die richtigen" Schuldzuweisungen erheben zu können.
Auf der Pressekonferenz am 5. Oktober 2010 führt die Polizei der Öffentlichkeit Videoaufnahmen vor, welche über die Bildschirme des ganzen Landes flimmerten. Allerdings wurden die Geschehnisse von der Polizei völlig verzerrt dargestellt. Um zirka 13:35 Uhr wurde im Stuttgarter Schlossgarten ein Brandsatz zwischen sitzenden Demonstranten und Polizisten vor einen Wasserwerfer geworfen. Demonstranten missbilligten dies mit lautstarkem Protest. Der brennende Feuerwerkskörper wurde nach einigen Sekunden von einem beherzten Parkschützer in Sandalen ausgetreten, obwohl mehrere Beamte versuchten, ihn davon abzuhalten. Warum? Die Polizei war wohl eher an anderen Bildern interessiert! Nachdem der Feuerwerkskörper gelöscht war, wurde diesem Parkschützer von zahlreichen Anwesenden und selbst einem Beamten Applaus gespendet. Das betreffende Polizeivideo verschweigt dann allerdings, dass ausgerechnet ein Parkschützer den Pyrokörper ausgetreten hat und die auf dem Rücken der Beamten getragenen Feuerlöscher nicht eingesetzt wurden. Das Polizeivideo erwähnt lediglich noch, dass Beleidigungen der Beamten an der Tagesordnung waren. Das ungekürzte OMNIPRESS HD-Video (siehe unten) stellen wir nun der Polizeipräsentation direkt gegenüber, damit sich jeder Betrachter selbst ein Bild vom Geschehen machen kann.
Stuttgart 21. Szene aus dem Video. Quelle: OMNIPRESS.
Die empörten Parkschützer riefen dem Werfer „Pfui!“ und „Aufhören!“ zu. Sie distanzierten sich damit deutlich von diesem pryotechnischem Angriff. Sie versuchten, den Täter festzuhalten, zur Rede zu stellen und von weiteren Taten abzuhalten. Ein derartiges Verhalten wollten sie dort nicht dulden. Von der Statur und den Augen unter der Maske könnte es sich beim Werfer auch um eine Frau handeln. Man will sie zur Rede stellen, aber zwei Helfer schieben sich zwischen die Werferin und die empörte Menge. Sie hindern die Parkschützer wirksam daran, der Person habhaft zu werden. Es gelang ihnen, die Vermummte aus den Armen einiger Demonstranten zu befreien und abzuleiten. Die Täterin mit den weißen Handschuhen entkam den Parkschützern und lief dann ausgerechnet in Richtung der Einsatzkräfte, anstatt nach hinten in den offenen Park zu flüchten. Die beiden Helfer sorgten wild gestikulierend und schreiend dafür, dass ihr niemand folgen konnte. Angriff ist ja bekanntlich die beste Verteidigung. Dies alles geschah in Sekundenschnelle und wirkt absolut professionell und routiniert. Die drei Akteure konnten sich dann unerkannt vom Tatort entfernen. Vielleicht kennt ja jemand einen der Beteiligten, war in der Nähe des Geschehens oder könnte uns Hinweise geben? Wir von gulli sind sehr daran interessiert, die Umstände dieser Tat zu erhellen.
Stuttgart 21 - Fluchthelfer in Aktion
Eigentlich sollte ja seitens der Politik und der Strafverfolgungsbehörden ein besonderes Interesse an der Aufklärung der hier dokumentierten Straftaten bestehen, um auszuschliessen, dass tatsächlich Staatsorgane in Straftaten verwickelt sind. Bisher ist aber weder etwas von Ermittlungsverfahren gegen den Pfeffersprayer, noch gegen die gezeigten Brandsatzwerfer und deren unmaskierte Helfer bekannt.
Lars Sobiraj (Ghandy) von gulli meint:
Meines Erachtens besteht hier der Verdacht einer bandenmäßigen Handlung aufgrund der drei Einzelhandlungen, die immer exakt dem selben Muster folgen. Vermummte und deren Helfer versuchen in mehreren Fällen, friedliche Versammlungen gewalttätig aussehen lassen. Wenn aber mehrere Personen gemeinsam Straftaten verüben und dies tatsächlich gezielt und geplant geschah, so muss laut der offiziellen amtlichen Definition von Organisierter Kriminalität (OK) ausgegangen werden. Warum nur wird dennoch nicht gegen den Pfeffersprayer und die beiden Werfer der Feuerwerkskörper ermittelt?
Erinnern wir uns nochmals an den September 2010 zurück und fragen nach einem möglichen gemeinsamen Nenner. Ging es aller Wahrscheinlichkeit nach hinterher nicht vor allem darum, eine Rechtfertigung für die fast 400 verletzten Personen zu finden? Oder die Rechtfertigung notfalls zu konstruieren? Nichts würde sich dafür besser eignen, als wenn man in Videos vorführen könnte, dass die Gewalt ursprünglich von den Parkschützern und nicht von den Polizisten ausging. Für eine Kette von zufälligen Geschehnissen sind mir das einige Merkwürdigkeiten zu viel, die sehr gut zusammen wirken.
Was man letztlich glaubt, bleibt natürlich jedem Beobachter selbst überlassen.
Update:
Am Mittwoch eröffnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Ermittlungsverfahren gegen die Täter (gulli:News berichtete). Man gab bekannt, es handle sich bei den Fluchthelfern um Autonome und nicht um Polizisten in Zivil.
OMNIPRESS: Stuttgart 21 - Brandsatzwerfer im Schlossgarten - Parkschützer Beweisvideo.
Lars Sobiraj am Dienstag, 15.02.2011 00:38 Uhr
Ihr seid alle Agent Profokatör, habe Beweis: http://www.youtube.com/watch?v=h ...
Ich habe Beweise hier in diesem Thread verlinkt, welche eindeutig sind. In der Hälfte deiner "Beweise" geht es nicht um APs sondern generell um vermummte Zivilbeamten und selbst in den Fällen, wo davo ...
Ich habe Beweise hier in diesem Thread verlinkt, welche eindeutig sind. Darauf geht nur keiner der PI-Spinner und Bullenfraktion ein, weil es da nichts mehr zu widerlegen gibt. Diese Beweise zeigen mir, dass es immer Agent Provocateure vo ...
Das es Agent Provocateure der Polizei waren, ist schon lange keine Glaubensfrage mehr sondern gilt für mich als bewiesen. Etwas ist keine Vermutung mehr, weil es für dich als bewiesen gilt? Das klingt nach ...
Das es Agent Provocateure der Polizei waren, ist schon lange keine Glaubensfrage mehr, sondern gilt für mich als bewiesen. Wenn selbst kritische Polizisten dies unterstützen, dann kann man sich sicher sein, dass da mindestens etwas ganz, ganz faul ist - um es vorsichtig auszudrücken. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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