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Nicht immer sind sich Internetnutzer bewusst, dass eine im Internet getroffene Aussage weit verbreitet wird. Sie kann für jeden zugänglich sein. Im ungünstigsten Fall wird dies zum Verhängnis. Sarah Baskerville vom britischen Verkehrsministerium kann ein Lied davon singen. Auf ihrem privaten Twitter-Account schrieb sie regelmäßig Kurznachrichten über ihren Job. Ein Journalist wurde auf diese Nachrichten aufmerksam, da ihr Inhalt durchaus brisant war.
Baskerville twitterte beispielsweise, dass die Leiterin eines Kurses, an dem sie teilnahm, "übergeschnappt" sei. Dies sei auf einen "Wein-induzierten Kater" zurückzuführen. In anderen Tweets ließ sie sich verbal über einen konservativen Abgeordneten aus, der nur "Dreck" sei. Wie Baskerville erklärte, seien ihre Tweets rein privat gewesen. Sie hätten an niemanden anderes als ihre 700 Follower verbreitet werden sollen. Außerdem spiegeln diese Tweets ihre persönliche Meinung wider, und nicht die ihres Arbeitgebers.
Die Nutzung ihrer Tweets innerhalb der Presse verletze somit ihre Persönlichkeitsrechte. Eine Pressebeschwerde bei der Press Complaints Commission - vergleichbar dem deutschen Presserat - wurde nun abgelehnt. Zur Begründung führte man aus, dass Baskerville nicht erwarten könne, dass öffentliche Äußerungen privat behandelt werden.
Es bestünde kein Zweifel daran, dass die Tweets für jeden frei zugänglich waren. Über ihre 700 Follower hinaus wären diese einer weit größeren Leserschaft über die Re-Tweet Funktion zugänglich gewesen. Darüber hinaus bezogen sich die fraglichen Tweets nunmal auf ihr Arbeitsverhältnis.
Text-Quellen: out-law
Klaus Müller am Samstag, 12.02.2011 18:38 Uhr
"Ich habe eine Webseite erstellt, auf der meine Kontonummer und meine PIN stehen, die war aber nur für meine Familie bestimmt!" ... ...
"rein privat...700 Follower" Das nennt die privat?! Von welchem Planeten kommt sie? :eek: ...
Warum sollte das auch nicht erlaubt sein... Microblogging anyone? ...
Richtig. Zumal es auch bei Twitter meines wissens nach private tweets gibt. Wer sachen von sich gibt, soll bitte auch dafür grade stehen. Mal ehrlich, wo leben manche leute eigentlich? :confused: In einem wunderschönen Land namens Internet, in dem jeder tun und las ...
Warum auch? Wer twittert, begibt sich damit in die Öffentlichkeit. Und in der Öffentlichkeit gibt es halt keine Privatsphäre. Richtig. Zumal es auch bei Twitter meines wissens nach private tweets gibt. Wer sachen von sich gibt, soll bitte auch dafür grade stehen ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
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