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In der am 24.12. eingereichten Petition "Jugendschutz - Einführung des PEGI Systems (Altersempfehlung für Computerspiele)" wird gefordert, dass in Deutschland zukünftig das PEGI-System eingesetzt werden soll, wie es in den meisten anderen EU-Ländern schon länger der Fall ist (gulli:NewsPresso behandelte dieses Thema bereits). Das vom Niederländischen Institut für die Klassifizierung audiovisueller Medien umgesetzte System besteht aus einer Altersempfehlung und einer Inhaltsbeurteilung des jeweiligen Spiels. Auf der Verpackung werden beide durch Symbole gekennzeichnet. Die Bewertung nimmt der Publisher selbst anhand eines Online-Fragebogens vor. Wenn dieser keine offensichtlichen Fehler enthält, ist die beantragte Altersfreigabe gültig. Dieses Verfahren spart im wesentlichen Zeit und Geld der Entwickler.
Der VDVC kritisiert nun die Forderungen der Petition. So heißt es auf der VDVC Website "So verständlich die Motivation des Initiators ist, übersieht er leider einige wichtige Zusammenhänge. Insgesamt scheinen Text und Forderung leider wenig ausgereift." ... "Zudem gibt es einige problematische Forderungen. (Daher befürworten wir diese Petition ausdrücklich nicht.)" genauer "Die Petition sieht vor, dass die USK nur noch als letzte Instanz auf Fälle prüfen [soll,] in denen die Gewaltdarstellung zu weit geht und gegen geltende Gesetze verstößt. Somit wird zum einen eine Abschaffung der Zensur gefordert, zum anderen aber eine Umwandelung der USK in eine Indizierungsbehörde . Die USK soll also künftig Dinge zensieren, die zu weit gehen. Momentan macht das die BPjM, und das ist wohl auch der Grund, aus dem diese Petition überhaupt gestartet wurde. Denn in Wirklichkeit ist nicht die USK dafür verantwortlich, dass gewisse Medien nicht im Händlerregal stehen, sondern eben die BPjM. Hieran würde eine Einführung der PEGI nichts ändern." Derweil fordern auch Publisher wie Electronic Arts immer wieder die Einführung der PEGI in Deutschland, um einheitliche Versionen für Europa vermarkten zu können. Die Entwicklung einer Deutschen Sonderversion kostet jedes mal eine Stange Geld und es gibt keine Garantie, mit dem "CUT" zuverlässig die angestrebte Alterseinstufung zu bekommen. Das PEGI-System bietet jedoch einen sehr deutlichen Katalog, nach dem sich die Publisher bei der Entwicklung richten können und so im Vorfeld schon bestimmen können, welche Einstufung ihr Produkt am Ende erhalten kann. Das ist bei der bisherigen USK in Deutschland leider nicht immer klar definiert. Zusätzlich betont der VDVC den geringeren Einfluss der Deutschen Politik auf die Europäische PEGI. Abschließend heißt es "Ob die Bewertung des Gesamteindrucks oder aber ein Katalog mit Einzelkriterien für den Spieler sinnvoller ist, soll aber jeder für sich selbst entscheiden."
Auch die Petitionsforderung, einen abgetrennten Bereich für den Handel mit Unterhaltungssoftware ab 18 - ähnlich wie bei Pornos - einzurichten, kritisiert der VDVC. Zur Zeit dürfen nämlich alle nicht jugendgefährdenden Medien normal verkauft werden. Das betrifft unter anderem alle Spiele mit einem "USK 18"-Symbol. Neuestes Beispiel dürfte wohl auch die Österreichische PEGI Version von "Call of Duty: Black Ops" sein, die jetzt von der BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) auf den Index gesetzt wurde . Verboten ist jedoch nur die "Öffentliche Werbung". Ein Verkauf an Personen über 18 Jahren ist demnach weiter unproblematisch. Somit wären die Hersteller zukünftig mit der Einführung einer "ab 18-Ecke" eher genötigt, die Spiele zu kürzen, um eine PEGI-16-Einstufung zu bekommen. Nur damit wäre es dann möglich, die Spiele in normalen Läden statt in der "Schmuddel-Ecke" verkaufen zu müssen. Auch fürchtet der VDVC, dass eine PEGI 18-Einstufung die Spiele eher noch interessanter für Jugendliche macht, da die Spiele ja nur für Erwachsene und somit dann verboten sind. Die Forderung nach einer zentralen Altersprüfungsstelle im Internet wäre zudem auch datenschutztechnisch problematisch: "Selbst eine Identifikation mit dem (unsicheren) elektronischen Personalausweis wäre besser als eine zentrale Behörde, die womöglich über das Spielverhalten aller Erwachsenen informiert würde"
Derweil ist eine Zweite Petition zum Thema Computerspiele aufgetaucht. Diese fordert, den Zugang zu "gewaltverherrlichenden Online-Computerrollenspielen mit Suchtpotenzial" für Jugendliche zu erschweren. Der Petitionssteller Christian Mutter betont das große Suchtpotential und die besondere Beliebtheit der Spiele bei Jungen im Alter ab 12 Jahren. Des weiteren heißt es in der Petition "Die aggressiven Kampfspiele werden mit anderen Kindern gleichzeitig online gespielt, sodass ein Gruppenzwang zum weiterspielen vorhanden ist. Zusätzlich nötigen diese Spiele wie z.B. War Rock die Kinder dazu viel Geld zu investieren. Diese Rollenspiele machen unsere Kinder und Familien kaputt !" Die Petition hat bislang gute 100 Unterzeichner und kann noch bis zum 17.3. unterzeichnet werden. Eine Stellungnahme vom VDVC oder anderen Verbänden zu dieser Petition gibt es bislang nicht. Jedoch haben beide Petitionen nur geringe Chancen, wirklich Thema im Petitionsausschuss zu werden. Hierfür wären mindestens 50.000 Unterzeichner notwendig.
Bild-Quellen: VDVC
Malte Kremer (g+) am Montag, 07.02.2011 16:01 Uhr
Man sollte sich das Zeug einfach Uncut bestellen aus Österreich oder UK und damit der USK sagen "FU!". Bei amazon uk holt man sich das zeug und dann ist es meist sogar billiger als die verschnittene deutsche version :-) @USK: Erstmal ne Runde L4D2 auf den Stress hier ;) ...
Ich weiß nicht was das mit den Amis zu tun haben soll bei "Pan European Game Information(PEGI)" steckt Europa doch schon im Namen. Und wenn bei uns das PEGI Symbol auf Spielen zu finden ist dann nur weil das selbe Produkt auch in Österreich oder der Schweiz verkauft wird. Die Petition mag nicht pe ...
Also die Leute sind von der VDVC sind schon ziemliche Indioten. Eine Meldung herausgeben, dass man eine Petition nicht unterschreiben soll. So als würde man einem pupertären Teenager, eine Liste mit allen Pornoseiten geben, die er unter keinen Umständen besuch darf. Die Petition wurde im Dezember g ...
Wozu der Aufstand? PEGI gibt es auch schon in DE auf Spielen wie z. B. GTA Episodes from Liberty City. Neben der USK-Kennzeichnung sind auch die PEGI-Symbole auf die Verpackung gedruckt. Geschadet hat es dem Spiel nicht. Ich stimme ebenfalls Annika_Kremer zu, das Spiele ab 18 "ungeschnitten" sein s ...
Solang ich für ein Spiel inkl. Versand aus UK sogar noch weniger zahle als für ein geschnittenes, synchronisiertes Spiel in Deutschland (das zum Teil nicht mal mit der internationalen Version kompatibel ist) gehen mir alle deutschen BPJMs und USKs halt einfach mal sonst wo vorbei. An Lächerlichkeit ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.